Montag, 27. April 2026

AmprionDialog für A-Nord gestartet

[07.10.2016] Zu Jahresbeginn hat der Gesetzgeber beschlossen, die großen Gleichstromtrassen der Energiewende als Erdkabel umzusetzen. Nach entsprechenden Neuplanungen startet Amprion jetzt die Analyse des Untersuchungsraums für A-Nord und den Dialog mit den Bürgern.

Der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) Amprion startet jetzt die erste Dialogphase für das Gleichstromprojekt A-Nord zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung an der Suche nach der bestmöglichen Verbindung zwischen Emden Ost an der Nordsee und Osterath im Rheinland soll sich bis in das Jahr 2018 hinein erstrecken. Wie der ÜNB mitteilt, bildet das Projekt A-Nord den rund 300 Kilometer langen nördlichen Teil des Korridors A. Damit ist A-Nord Teil einer der drei Hauptschlagadern der Energiewende. Nach ihrer Fertigstellung soll die neue Leitung Strom aus dem windreichen Norden in die Verbrauchszentren im Westen und Süden des Landes transportieren. Während der südliche Teil, das so genannte Ultranet, als Hybrid-Freileitung geplant ist, soll der nördliche Streckenabschnitt als Erdkabel verlegt werden. Ziel der Planung ist es, eine möglichst geradlinige Trasse zu finden. Verfahrensführende Behörde ist die Bundesnetzagentur (BNetzA). Die Fertigstellung der Leitung ist für das Jahr 2025 geplant. Klaus Wewering, Projektleiter A-Nord, erläutert: „Wir wollen vor dem Genehmigungsverfahren einen möglichst genauen Blick auf den Raum bekommen, in dem wir das Projekt später umsetzen.“ Seit dem Frühjahr 2016 ist Amprion alleiniger Vorhabenträger des Projekts. A-Nord als Erdkabel zu realisieren, hat der Gesetzgeber beschlossen. Deshalb hat Amprion seine Planungen neu aufgerollt. Bevor der Netzbetreiber genaue Trassenkorridore ermitteln will, sind in mehreren Stufen Gespräche mit Bürgern, Verwaltung und Politik geplant. „Wir setzen den Schwerpunkt in der frühen Planungsphase auf den Dialog in den Regionen, bevor wir konkrete Verläufe skizzieren“, sagt Wewering. „Das wird auch Einfluss darauf haben, wie unser Antrag zur Bundesfachplanung aussieht.“ Das Genehmigungsverfahren ist zweistufig aufgebaut. Im Zuge der Bundesfachplanung wird ein bestmöglicher Trassenkorridor für die Leitung festgelegt, wobei die Schutzgüter Mensch, Natur und Umwelt gleichermaßen berücksichtigt werden müssen. Während des nachfolgenden Planfeststellungsverfahrens, wird schließlich der konkrete Trassenverlauf bestimmt und die BNetzA erteilt die rechtliche Zulassung für das Bauvorhaben.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Netze | Smart Grid

Pilotprojekt: Wärmepumpen entlasten Stromnetz

[27.04.2026] Wärmepumpen können als flexible Verbraucher aktiv zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen. Ein Pilotprojekt von Viessmann Climate Solutions mit Übertragungsnetzbetreibern zeigt erstmals unter Realbedingungen, wie sich Haushaltsgeräte ins Engpassmanagement integrieren lassen. mehr...

München: Supraleitung für Stromnetz soll kommen

[16.04.2026] Die Stadtwerke München und der Kabelhersteller NKT möchten ihre Zusammenarbeit ausbauen. Ziel ist ein besonders leistungsfähiges Stromkabel im Zentrum der Stadt. Es könnte das weltweit längste supraleitende Hochspannungssystem werden. mehr...

bericht

Voltaris-Expertengespräch: Fachkräfte bleiben Engpass beim Smart-Meter-Roll-out

[15.04.2026] Der Einbau intelligenter Messsysteme in Deutschland nimmt Fahrt auf, bleibt aber hinter den langfristigen Zielen zurück. Das wurde bei einem digitalen Expertengespräch des Messdienstleisters Voltaris deutlich. Als größte Hürden nannten die Fachleute fehlende Montagekapazitäten, Datenqualität und technische Anbindung. mehr...

Elektriker installiert und verdrahtet Komponenten in einem geöffneten Zählerschrank mit Kabeln und Klemmenleisten

Hager: Zählerplätze für EnWG-Vorgaben

[09.04.2026] Seit 2024 gelten für leistungsstarke Stromverbraucher neue gesetzliche Anforderungen. Diese sollen dabei helfen, die Stromnetze bei steigender Belastung stabil zu halten. Der Hersteller Hager präsentiert dazu angepasste Lösungen für Zählerplätze. mehr...

Netzentwicklungsplan: Zweiten Entwurf bei Bundesnetzagentur eingereicht

[18.03.2026] Die Übertragungsnetzbetreiber haben den zweiten Entwurf des Netzentwicklungsplans Strom 2037/2045 veröffentlicht. Der Plan integriert nun auch das Szenario C und zeigt damit neue Perspektiven für den Ausbau des Höchstspannungsnetzes. mehr...

Stadtwerke Konstanz: Installation von Transformator

[10.03.2026] Die Stadtwerke Konstanz haben im Umspannwerk Weiherhof einen neuen 40-MVA-Transformator installiert. Der Ausbau reagiert auf den stark steigenden Strombedarf durch Wärmepumpen, Elektromobilität und neue Baugebiete und ist Teil einer langfristigen Netzstrategie. mehr...

Smight: Lösung integriert Kurzschlussanzeiger

[09.03.2026] Das Smight Grid2 Gateway Plus bindet erstmals Kurzschlussanzeiger aus der Mittelspannung direkt in eine Lösung zur Netzüberwachung ein. Verteilnetzbetreiber können damit Störungen schneller lokalisieren und erhalten gleichzeitig zusätzliche Transparenz über die Niederspannung. mehr...

Ostsee: Hybrider Strom-Interkonnektor geplant

[24.02.2026] Deutschland, Lettland und Litauen planen mit dem Baltic-German PowerLink einen hybriden Strom-Interkonnektor durch die Ostsee. Das rund 600 Kilometer lange Seekabel soll Offshore-Windparks anbinden und die Märkte enger koppeln – nun starten die Netzbetreiber die Detailplanung. mehr...

Mitnetz Strom: Zahl der Netzeingriffe gesunken

[17.02.2026] Der Verteilnetzbetreiber Mitnetz Strom hat 2025 erneut weniger Einspeisemanagement-Eingriffe verzeichnet – trotz neuer Rekorde bei erneuerbaren Energien. Grund sind umfangreiche Netzinvestitionen, doch weiter steigende EEG-Leistungen und politische Rahmenbedingungen bleiben entscheidend. mehr...

bericht

Balzhausen: Pilot für die Einspeise­steckdose

[09.02.2026] Die Einspeisesteckdose stellt übliche Ausschreibungsverfahren für erneuerbare Energien auf den Kopf. LEW Verteilnetz hat dieses Verfahren jetzt in seinem Netzgebiet im Rahmen eines Pilotprojekts in Balzhausen erprobt. mehr...

enercity Netz: Digitaler Zwilling von Niederspannungsnetz in Betrieb

[09.02.2026] enercity Netz hat einen Digitalen Zwilling für das Niederspannungsnetz in Betrieb genommen. Das virtuelle Echtzeitmodell soll die Netzführung in Hannover präziser machen und bereitet den Weg für automatisierte Steuerung, schnellere Entstörung und neue Planungsprozesse. mehr...

Westfalen Weser Netz: Niederspannungsleitsystem mit CLS-Management gekoppelt

[09.02.2026] Westfalen Weser Netz koppelt erstmals ein Niederspannungsleitsystem direkt mit dem CLS-Management. Der gestartete Pilotbetrieb zeigt, wie sich Netzzustände automatisiert steuern lassen und welche Rolle das für §14a EnWG spielt. mehr...

Hochspannungsmast mit mehreren Stromleitungen vor blauem Himmel mit Wolken.

Netzanschlüsse: Reifegrad statt Windhundprinzip

[06.02.2026] Die Übertragungsnetzbetreiber ändern das Verfahren für Netzanschlüsse grundlegend. Künftig ist nicht mehr die Schnelligkeit eines Antrags entscheidend, sondern dessen Umsetzbarkeit. Das Ziel besteht darin, einen transparenten und planbaren Prozess zu etablieren. mehr...

Hertener Stadtwerke: Stabiles Stromnetz

[05.02.2026] Das Stromnetz in Herten hat 2024 erneut eine sehr hohe Zuverlässigkeit erreicht. Mit einem SAIDI-Wert von rund 1,84 Minuten pro Haushalt liegt die Ausfallzeit deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. mehr...

BDEW: Milliardeninvestitionen in den Netzausbau gefordert

[02.02.2026] Neue Regionalszenarien der Stromverteilnetzbetreiber zeigen einen drastisch steigenden Bedarf an Netzanschlüssen bis 2045. Der BDEW fordert deshalb Milliardeninvestitionen in den Netzausbau und bessere regulatorische Rahmenbedingungen, um privates Kapital zu mobilisieren. mehr...