Donnerstag, 29. Oktober 2026

BremerhavenDas größte Windrad der Welt

[04.05.2017] Immer weiter spannen sie ihre Flügel, die Offshore-Windräder der neuesten Generation. Das größte Windrad der Welt entsteht derzeit im Süden Bremerhavens.
Das größte Windrad der Welt entsteht derzeit im Süden Bremerhavens.

Das größte Windrad der Welt entsteht derzeit im Süden Bremerhavens.

(Bildquelle: Adwen)

Die leistungsstärkste Windturbine der Welt wird derzeit in Bremerhaven errichtet. Sie wiegt 777 Tonnen und wird auf einem 115 Meter hohen Turm im Süden der Stadt installiert. 51 Betonpfähle verankern die Anlage mehr als 20 Meter tief im Erdboden. In den kommenden Tagen werden die 88 Meter langen Rotorblätter des Offshore-Prototypen Adwen AD 8-180 angebracht. Um die Größe der Anlage zu verdeutlichen, verwendet die BIS Wirtschaftsförderung Bremerhaven das folgende Bild: Zwei Airbus A380 könnten problemlos nebeneinander durch den Rotorblattkreis mit einem Durchmesser von 180 Metern fliegen.
Entwickelt hat die Windenergieanlage das in Bremerhaven ansässige Unternehmen Adwen. Im Dynamic Nacelle Testing Laboratory (DyNaLab) des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES wurde die Acht-Megawatt-Anlage zuvor über Monate getestet und optimiert. IWES-Institutsleiter Andreas Reuter sagt: „Dies ist die größte rotierende Maschine, die die Menschheit bislang gebaut hat. Wir haben uns als Institut vom Kleinen zu immer größeren Bestandteilen vorgearbeitet.“
Das BIS bezeichnet den Prototypen mit einer Gesamthöhe von über 200 Metern indessen als Symbol für den nächsten Schritt der Energiewende. Und auch Adwen-Geschäftsführer Luis Álvarez berichtet: „Wir konnten bereits im IWES Gondelprüfstand intensiv unsere Technologie validieren und uns von der Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Anlage überzeugen. So können wir mit minimalem Risiko wettbewerbsfähige Technologien entwickeln.“ Dies sei für eine Verringerung der Energiegestehungskosten von Offshore-Windenergie essenziell wichtig. Allein durch ihre hohe Leistung werde die AD 8-180 als marktreife Anlage zur Kostensenkung beitragen. „Das Ziel ist natürlich, die Energiegestehungskosten zu senken“, verdeutlicht Reuter. „Die Offshore-Windenergie steht immer noch unter dem Generalverdacht, zu teuer zu sein. Das stimmt so längst nicht mehr. Die Dynamik der Kostenoptimierungen ist gewaltig, genauso wie die Technologieentwicklung dahinter.“





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