Dienstag, 17. März 2026

BDEW KongressDynamik der Energiewirtschaft erleben

[20.06.2017] Der BDEW Kongress 2017 steht mit seinem Leitmotiv Industry Convergence für die aufbrechende Energiebranche und das Netzwerk der Energiewelt von morgen: Eine Community, die sich aus alten und neuen Partnern entwickelt und konsequent zusammenarbeitet.
Der BDEW Kongress macht deutlich: Die Zukunft der Branche hat bereits begonnen.

Der BDEW Kongress macht deutlich: Die Zukunft der Branche hat bereits begonnen.

(Bildquelle: Roland Horn)

Der BDEW Kongress ist mit über 1.600 Teilnehmern die Leitveranstaltung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft und findet in diesem Jahr zum zweiten Mal in der STATION Berlin statt. Vom 21. bis 22. Juni 2017 stehen sowohl im Plenum als auch in den 16 Themensessions das Zusammenwachsen alter und neuer Marktteilnehmer unter dem Stichwort Industry Convergence im Mittelpunkt. Zu den etablierten Energieunternehmen stoßen neue Marktteilnehmer aus IT und Big Data, Automotive, Projektentwicklung und Wohnungswirtschaft hinzu. Strom wird immer mehr Anwendungen auch in der Mobilität, in der Chemie und in anderen Bereichen finden und Daten spielen eine größere Rolle.
Energiewende und Digitalisierung sind Treiber eines enormen Wachstumsmarktes. Das Netzwerk der Energie- und Wasserwirtschaft bietet die Chance, die rasanten technologischen Entwicklungen in neue lukrative Geschäftsmodelle zu verwandeln. Von Data Analytics über Sektorkopplung bis hin zur Urban EcoMobility: An beiden Kongresstagen wird deutlich, dass die Zukunft der Branche bereits begonnen hat.
Themen im Plenum sind die Energiesicherheit im digitalen Zeitalter, die Finanzierung der Energiewende, Verteilnetze und DSO 2050, der Erzeugungspark nach 2030 und die Systemstabilität. Vorstände und Geschäftsführer aus der Energiebranche, Vertreter von Industrie, Bundes- und Landesregierungen, des Bundestags, der Ministerien und aus Wissenschaft und Forschung diskutieren, welche Chancen und Aufgaben sich ergeben.

Neue Geschäftsmodelle im Fokus

Die 16 Themensessions sollen vor allem Denkanstöße und Ideen für neue Geschäftsfelder und Produkte geben. So zeigt eine Session zur Sektorkopplung, wie Unternehmen aus den Sektoren Strom, Wärme, Mobilität und industrielle Produktion übergreifende Bündnisse und Kooperationen entwickeln, von denen alle Partner profitieren. Denn: Innovative Strategien und Partnersuche außerhalb der Branche definieren schon seit geraumer Zeit die neue Energiewelt. In der Themensession „Fast forward – Innovationen für die Energiewende“ geht es um Trends und Systemveränderungen. Das Innovationsmanagement wird hier zunehmend zum zentralen strategischen Instrument. Den Schwerpunkt auf die Partnersuche legt die Themensession „Kooperationen – Schlüssel zum Erfolg?“. Kooperationen sind deshalb so wichtig, weil sich Energieunternehmen gemeinsam mit Anbietern aus IT, Automotive, Projektentwicklung oder Wohnungswirtschaft in einem rasch wechselnden Marktumfeld besser positionieren können. Thematisch werden in diesem Jahr insbesondere Geschäftsmodelle für erneuerbare Energien, für neue Projekte zur Urban EcoMobility, für Energiespeicher als vierte Säule der Energiewende und zu Chancen einer Wärmewende mit grünem Gas diskutiert.

Die Bedeutung der Daten

Im Bereich Stromnetze erörtert die Themensession „Verteilnetzbetreiber der Zukunft“ die Herausforderungen für den Netzbetrieb. Hierzu zählen das Management von Daten und Verbrauch, die fluktuierende Einspeisung, Flexibilitäten und dezentrale Speicher. Eng damit verknüpft ist das Thema einer weiteren Session zum Smart Metering, in der über Potenziale und Risiken der smarten Messsysteme diskutiert wird.
Darüber hinaus nimmt die Bedeutung von Datengewinnung und -analyse in der Branche stetig zu. In der Themensession „Data Analytics – Daten kennen keine Branchengrenzen“ wird daher über eine sinnvolle Anwendung und die Sicherheit der Daten diskutiert. Dass Sicherheit nicht nur ein Kostentreiber ist, sondern auch neue Geschäftschancen eröffnet, wird die zentrale These der Session „Erfolg und Stabilität durch Resilienz“ sein. Auch im Personal-Management bringt die Digitalisierung Veränderungen mit sich. Die Generation Y trägt neue Fähigkeiten und Formen der Führung in die Unternehmen. Die Themensession „Leadership 4.0 – HR und Führung in disruptiven Zeiten“ beschäftigt sich mit den entsprechenden Herausforderungen.
Stadtwerke stehen zwischen Ausschüttungserwartungen und der Notwendigkeit, in neue Bereiche zu investieren – eine Herausforderung für Aufsichtsräte und Geschäftsführer. Quartierslösungen, Mobilität und Dienstleistungen verbinden kommunale Entwicklung mit neuem Geschäft. Um die Umsetzung wird es in der Themensession „Herausforderung neue Geschäftsmodelle“ gehen. Darüber hinaus wird es inmitten neuer Formate, interaktiver Ausstellerstände und Lounges viel Raum und Zeit für Gespräche geben.

Astrid Fischer

Fischer, AstridAstrid Fischer arbeitet bei EW Medien und Kongresse als freie Mitarbeiterin im Bereich Agentur | Kongresse.



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