Sonntag, 1. November 2026

EntegaLand Hessen fördert Wasserstoffanlage

[16.03.2026] Für den Aufbau einer Wasserstoffproduktion auf dem Gelände des Darmstädter Müllheizkraftwerks erhält Entega rund 1,65 Millionen Euro vom Land Hessen. Die Förderung stammt aus EU-Strukturmitteln und wird über die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen abgewickelt.

Das Land Hessen fördert die von dem Energie- und Telekommunikationsunternehmen Entega geplante Wasserstoffproduktion auf dem Gelände des Darmstädter Müllheizkraftwerks mit rund 1,65 Millionen Euro. Die Mittel stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Die Förderung wird über die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WI-Bank) abgewickelt. Laut Entega soll die Anlage im ersten Quartal 2027 den Regelbetrieb aufnehmen. Sie soll jährlich etwa 310 Tonnen grünen Wasserstoff erzeugen, der vor allem für wasserstoffbetriebene Busse genutzt werden soll.

Das Projekt ist Teil des Reallaborvorhabens DELTA und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. In einem Elektrolyseur wird Wasser mithilfe von Ökostrom in die Elemente Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten. Laut Entega reicht die geplante Produktionsmenge aus, um etwa 40 Busse zu betreiben. Im Vergleich zu Diesel sollen dadurch jährlich rund 4.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. In der Regel soll der Wasserstoff per Trailer zu den Verkehrsbetrieben transportiert werden, wo die Busse betankt werden.

Entega bewertet den Förderbescheid als wichtiges Signal des Landes Hessen. Zugleich weist das Unternehmen darauf hin, dass die Rahmenbedingungen für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft noch unsicher sind. Zwar habe sich die Bundesregierung auf den Aufbau eines bundesweiten Wasserstoffkernnetzes verständigt. Für mögliche Abnehmer ist jedoch weiterhin unklar, wann sie an das Netz angeschlossen werden können und zu welchen Preisen sowie in welchen Mengen Wasserstoff verfügbar sein wird.



Stichwörter: Wasserstoff, ENTEGA, Hessen


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