Hamburger EnergienetzeBaustart von H2-Connector

Blick auf das Baufeld des HH-WIN H2-Connectors in Moorburg.
(Bildquelle: Hamburger Energienetze)
Die Hamburger Energienetze haben in Moorburg mit dem Bau des H2-Connectors begonnen, der künftig das Wasserstoff-Verteilnetz HH-WIN mit einem Elektrolyseur und dem bundesweiten Wasserstoff-Kernnetz verbinden soll. Wie das Unternehmen mitteilt, soll die Energiezentrale bereits zum geplanten Start von HH-WIN im Herbst 2027 in Betrieb gehen.
Der H2-Connector entsteht auf dem Gelände des früheren Kohlekraftwerks Moorburg. Dort sollen künftig die Wasserstoffströme aus dem Großelektrolyseur des Hamburg Green Hydrogen Hub, dem Fernleitungsnetz und dem Hamburger Verteilnetz zusammenlaufen. Zum Baustart kam auch Hamburgs Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Bündnis 90/Die Grünen).
Versorgung des Hafens mit Wasserstoff
HH-WIN soll ab Herbst 2027 auf einer Länge von zunächst 40 Kilometern Industrieareale rund um den Hamburger Hafen mit Wasserstoff versorgen. Bis 2031 planen die Hamburger Energienetze einen Ausbau auf 60 Kilometer. Nach Angaben des Unternehmens ist bereits gut die Hälfte der ersten 40 Trassenkilometer fertiggestellt, weitere Abschnitte befinden sich im Bau oder in der Auftragsvergabe. Das Verteilnetz soll mit einem Betriebsdruck von bis zu 25 Bar arbeiten.
Der H2-Connector übernimmt dabei eine zentrale technische Funktion. Die Anlage umfasst in der ersten Ausbaustufe eine Wasserstoff-Einspeiseanlage, eine Gasdruckregelanlage und die zugehörige Energieversorgung. Später soll eine Verdichterstation hinzukommen. Die Einspeiseanlage nimmt den Wasserstoff aus dem Elektrolyseprojekt Hamburg Green Hydrogen Hub in das HH-WIN-Netz auf.
Verbindung zu Wasserstoff-Fernleitungsnetz Hyperlink
Die Gasdruckregelanlage verbindet das Hamburger Verteilnetz mit dem Wasserstoff-Fernleitungsnetz Hyperlink von Gasunie. Dieses soll Hamburg auf niedersächsischem Gebiet in der Gemeinde Rosengarten erreichen und mit einem Betriebsdruck von bis zu 70 Bar arbeiten. Eine mehr als 13 Kilometer lange Hochdruckleitung transportiert den Wasserstoff von der HH-WIN-Übernahmestation nach Moorburg. Dort soll die Druckregelanlage den Druck für die Einspeisung in das mit maximal 25 Bar betriebene Hamburger Verteilnetz absenken.
Der H2-Connector ist zugleich für Transporte in Gegenrichtung ausgelegt. Die geplante Verdichterstation soll Wasserstoff aus HH-WIN bei Bedarf auf bis zu 70 Bar verdichten und in das Fernleitungsnetz exportieren. Damit sollen die Betreiber Wasserstoff sowohl aus dem bundesweiten Kernnetz und künftig auch über den Hamburger Hafen beziehen als auch lokal erzeugten Wasserstoff überregional transportieren können.
Betrieb während der ersten Ausbaustufe
In der ersten Ausbaustufe soll die Anlage stündlich bis zu 360.000 Normkubikmeter Wasserstoff nach Hamburg importieren oder bis zu 200.000 Normkubikmeter in das Fernleitungsnetz exportieren können. Die Baukosten für den H2-Connector beziffern die Hamburger Energienetze ohne die noch in der Projektierung befindliche Verdichterstation auf rund 22,6 Millionen Euro. Etwa 16,3 Millionen Euro davon sollen über die IPCEI-Förderung für das Gesamtprojekt HH-WIN gedeckt werden.
Nach Berechnungen der Hamburger Energienetze könnte der Ersatz von jährlich 6,4 Terawattstunden (TWh) fossilem Erdgas durch klimaneutralen Wasserstoff über HH-WIN ab 2032 rechnerisch rund 1,4 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. Voraussetzung dafür ist, dass die angeschlossenen Industrieunternehmen entsprechende Mengen fossiler Energieträger durch Wasserstoff ersetzen.
Stuttgart: Fortschritt braucht Mut und Rückhalt
[13.10.2026] Das Wasserstoffprojekt Green Hydrogen Hub der Stadtwerke Stuttgart und der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart nimmt Fahrt auf. Mit dem Innovationsprojekt wollen die Umsetzungspartner, Fördermittelgeber und Gremien ein starkes Zeichen für Aufbruch setzen. mehr...
EWE/Verbund: 500-Megawatt-Elektrolyseur geplant
[13.10.2026] Die Energieunternehmen EWE und Verbund gründen ein Joint Venture für ein Wasserstoffprojekt in Nordenham. Ein Elektrolyseur mit bis zu 500 Megawatt Leistung soll dort ab 2032 jährlich rund 50.000 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren. mehr...
EWE: Bilfinger soll Gasaufbereitungsanlage liefern
[29.09.2026] EWE hat Bilfinger mit der Gasaufbereitung für den geplanten Wasserstoffspeicher in Huntorf beauftragt. Dort soll eine bestehende Erdgaskaverne umgerüstet werden und ab 2028 rund 16 Millionen Normkubikmeter Wasserstoff speichern können. mehr...
Universität Stuttgart: Forschungsplattform für Wasserstofftechnologien eröffnet
[22.09.2026] Die Universität Stuttgart hat in Freudenstadt die Industrieforschungsplattform WAVE-H2 eröffnet. Unternehmen sollen dort neue Energie- und Wasserstofftechnologien unter realitätsnahen Bedingungen im industriellen Maßstab erproben können. mehr...
Schleswig-Holstein: Land fördert Wasserstoffprojekt in Lübeck
[18.09.2026] Die Entsorgungsbetriebe Lübeck wollen auf dem Gelände des Abfallwirtschaftszentrums einen Elektrolyseur zur Produktion von grünem Wasserstoff errichten. Das Land Schleswig-Holstein unterstützt das Projekt H2ANSE mit rund 3,55 Millionen Euro. mehr...
Green Hydrogen Hub Stuttgart: Vier Niederdruckspeicher aufgestellt
[16.09.2026] Am Green Hydrogen Hub Stuttgart sind vier Niederdruckspeicher mit einer Kapazität von insgesamt bis zu 2.100 Kilogramm Wasserstoff aufgestellt worden. Sie sollen künftig die Wasserstoffproduktion und -versorgung zeitlich entkoppeln und damit flexibler gestalten. mehr...
Hochschule Bremerhaven: Testlabor für autarkes Energiesystem
[14.09.2026] Die Hochschule Bremerhaven untersucht, wie Wohnsiedlungen und Gewerbegebiete mithilfe von Microgrids weitgehend mit erneuerbaren Energien versorgt werden können. Ein Testsystem auf dem Hochschulgelände kombiniert dafür Photovoltaik, Windenergie, Batteriespeicher und Wasserstoff. mehr...
BDEW: Wasserstoffhochlauf stockt
[11.09.2026] In Deutschland befinden sich derzeit 98 Wasserstofferzeugungsprojekte mit einer Gesamtleistung von knapp 11.900 Megawatt in Planung. Der BDEW fordert bessere Rahmenbedingungen, damit daraus Investitionsentscheidungen und konkrete Projekte werden. mehr...
ABO Energy: Verkauf von H2-Hub
[24.08.2026] ABO Energy hat den H2-Hub im hessischen Hünfeld an Tyczka Hydrogen verkauft. Die Anlage produziert bereits zertifizierten grünen Wasserstoff für Busse und Lkw und umfasst Elektrolyseur, Tankstelle und Trailer-Abfüllung. mehr...
Karlsruhe: Gemeinderat macht Weg für neuen Kraftwerksblock frei
[20.08.2026] EnBW plant am Karlsruher Rheinhafen einen neuen Kraftwerksblock, der zunächst mit Gas und später mit Wasserstoff betrieben werden soll. Der Gemeinderat hat dafür den Weg über ein Bebauungsplanverfahren freigemacht und zugleich Vorgaben für Emissionen und den Brennstoffwechsel vereinbart. mehr...
Stuttgart: KI optimiert Elektrolyseure
[18.08.2026] Eine KI-gestützte Software soll den Betrieb von vier Elektrolyseuren im Green Hydrogen Hub Stuttgart optimieren. Die Stadtwerke Stuttgart und ZSW wollen damit Strommärkte, Batteriespeicher und Wasserstoffproduktion so aufeinander abstimmen, dass die Anlage flexibler und wirtschaftlicher arbeitet. mehr...
deeeper.technology: Geodatenanalyse unterstützt Planung von Wasserstoffanlage
[07.08.2026] Eine KI-gestützte Standortanalyse soll den Bau eines Fünf-Megawatt-Elektrolyseurs zur Erzeugung von grünem Wasserstoff im Raum Kempten beschleunigen. Das Projekt zeigt, wie digitale Geodatenanalysen die Planung von Wasserstoffanlagen unterstützen und eine Inbetriebnahme bereits 2027 ermöglichen sollen. mehr...
RWE: Erneuerbarer Wasserstoff erreicht Chemiepark
[06.08.2026] Erstmals ist erneuerbar erzeugter Wasserstoff aus den Elektrolyse-Anlagen in Lingen per Pipeline bis zum Chemiepark Marl transportiert worden. Das Projekt GET H2 Nukleus verbindet Erzeugung, Transport und industrielle Nutzung im Regelbetrieb und gilt als wichtiger Schritt für den Aufbau des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes. mehr...
Wasserstoffspeicher: Sonderbetriebsplan öffentlich ausgelegt
[04.08.2026] Eine Pilotkaverne in der Krummhörn soll erstmals mit verdichtetem Wasserstoff befüllt werden. Das Genehmigungsverfahren geht mit der öffentlichen Auslegung des Sonderbetriebsplans in die nächste Phase und ist für den Aufbau einer Wasserstoffspeicher-Infrastruktur von Bedeutung. mehr...















