MainovaGutes Ergebnis im Corona-Jahr

Der Mainova-Vorstand mit dem Geschäftsbericht 2020.
v.l.: Diana Rauhut, Mitglied des Vorstands; Constantin H. Alsheimer, Vorsitzender des Vorstands; Peter Arnold, Mitglied des Vorstands
(Bildquelle: Mainova)
2020 erzielte der Energiedienstleister Mainova laut eigenen Angaben ein bereinigtes Ergebnis (EBT) von 160 Millionen Euro. Damit sei es im Vergleich zum Vorjahr 2019 um 29,6 Millionen Euro gestiegen. „Mainova hat 2020 trotz der Belastungen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie ein gutes Ergebnis erzielt. Dieses ist vor allem auf Sondereffekte zurückzuführen, die unser Ergebnis in der Vergangenheit belastet haben, und die sich jetzt positiv auswirken“, erklärt Constantin H. Alsheimer, Vorstandsvorsitzender der Mainova. Dazu zählen vor allem die Marktrückkehr des Gaskraftwerks Irsching (wir berichteten) sowie der Anteilsverkauf an der Gas-Union (wir berichteten).
Die jeweiligen Einflussfaktoren schlagen sich in den Segmentergebnissen laut Unternehmensangaben folgendermaßen nieder: In der Stromversorgung sank das Ergebnis auf 6,3 Millionen Euro (minus 3,2 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr). Grund waren die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf Netz- und Vertriebsgeschäft. Insgesamt sei der Absatz bei Geschäfts- und Privatkunden um rund fünf Prozent zurückgegangen. In der Gasversorgung sank das Ergebnis auf 40,4 Millionen Euro (minus 5,4 Millionen Euro) aufgrund der wärmeren Witterung sowie Kostensteigerungen im Netzgeschäft. Das Ergebnis im Segment Erzeugung und Fernwärme habe sich mit 55,8 Millionen Euro (plus 23,8 Millionen Euro) trotz des aufgrund der wärmeren Witterung sowie der COVID-19-Pandemie rückläufigen Fernwärmegeschäfts positiv entwickelt. Dies liege vor allem im Gaskraftwerk Irsching begründet, das seit 1. Oktober 2020 wieder für den Strommarkt produziere, und der damit verbundenen Neubewertung der Gaskraftwerke.
Bei den erneuerbaren Energien verzeichnete Mainova 2020 das bisher erfolgreichste Jahr. Im Segment Erneuerbare Energien und Energiedienstleistungen habe vor allem ein höheres Windaufkommen zu einem deutlichen Ergebnisanstieg auf 9,6 Millionen Euro (plus 4,3 Millionen Euro) geführt. Hier machten sich Erträge aus dem neu erworbenen Windpark Hohenlohe mit zwölf Windenergieanlagen positiv bemerkbar. Darüber hinaus verzeichneten das Geschäft mit dem Photovoltaik-Mieterstrom sowie das Wärmecontracting leichte Zuwächse. Vor dem Hintergrund der noch nicht absehbaren Auswirkungen der anhaltenden COVID-19-Pandemie sei eine Prognose für 2021 schwierig. Insgesamt erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2021 ein bereinigtes EBT deutlich unter dem Niveau des Jahres 2020.
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