StuttgartKommunale Wärmeplanung beschlossen

Stuttgart hat die Weichen für eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2035 gestellt.
(Bildquelle: SMG/Werner Dietrich)
Der Stuttgarter Gemeinderat hat jetzt die Grundlagen für die kommunale Wärmeplanung als strategisches Instrument für die künftige Wärmeversorgung der Landeshauptstadt beschlossen. Wie die Landeshauptstadt mitteilt, hat die Energieabteilung des Amts für Umweltschutz zwei Jahre lang in enger Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Stuttgart, der Bürgerschaft, den Baugenossenschaften, dem Energieversorger EnBW sowie Ämtern, Eigenbetrieben und weiteren Unternehmen die notwendigen Grundlagen erarbeitet.
Die kommunale Wärmeplanung diene als Wegweiser für die Bürgerinnen und Bürger sowie die Stadt Stuttgart, um das Ziel einer klimaneutralen Wärmeversorgung bis zum Jahr 2035 zu erreichen. Mit Blick auf den aktuellen energetischen Zustand der rund 200.000 Gebäude im Stuttgarter Gebäudebestand seien gemeinsam mit verschiedenen Akteuren Lösungsansätze erarbeitet worden. Bürgermeister Peter Pätzold (Bündnis 90/Die Grünen) betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit aller Beteiligten, einschließlich der Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümer, um Energieeinsparungen zu realisieren und eine klimaneutrale Versorgung zu ermöglichen.
Online-Kartenmaterial
Die Wärmeplanung adressiere sowohl bauliche Maßnahmen zur energetischen Gebäudesanierung als auch den Übergang zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung. Unterstützend werden Anfang 2024 Online-Karten auf der städtischen Website zur Verfügung stehen, die es den Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen, ihre Wohnblöcke im Kontext der Wärmeversorgung zu identifizieren.
Die Ermittlung der erneuerbaren Energiequellen auf dem Gebiet der Stadt Stuttgart sei durch acht Gutachten erfolgt, welche die Potenziale von der Geothermie über die Solarenergie bis hin zur Flusswärme beleuchtet hätten. Darauf aufbauend seien Eignungsgebiete für Wärmenetze und dezentrale Versorgung identifiziert worden. Derzeit lägen rund 23 Prozent der Wohneinheiten in einem bestehenden Wärmenetzgebiet, weitere 21 Prozent in ausgewiesenen Wärmenetzeignungsgebieten.
Im Rahmen von Informationsveranstaltungen würden die Bürgerinnen und Bürger ab dem Jahr 2024 über die städtischen Förderprogramme zur energetischen Sanierung informiert. Bürgermeister Pätzold betont die aktive Einbindung der Bevölkerung in die Umsetzung der Wärmeplanung durch den Dialog über städtische Förderprogramme und das Energieberatungszentrum.
Hier wird Anfang 2024 das Online-Kartenmaterial zur Verfügung stehen.
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