Energiepark BornaBauantrag kommt im April

Der Energiepark Borna startet in die nächste Phase
(Bildquelle: Leipziger Energie GmbH & Co. KG)
Der Energiepark Borna nimmt weiter Gestalt an. Nachdem die förmliche Beteiligung der Öffentlichkeit zu den vorhabenbezogenen Bebauungsplänen für die Teilflächen des Energieparks Ende Februar 2024 abgeschlossen wurde, startet das Projekt nun in eine neue Phase. Bereits Anfang April soll ein Bauantrag für den ersten Bauabschnitt der insgesamt etwa 440-Megawatt-PV-Freiflächenanlage entlang der A72 eingereicht werden. Hierbei handelt es sich um privilegierte PV-Flächen, für die ein vereinfachtes Genehmigungsverfahren gilt.
Betriebsgesellschaft gegründet
Zu diesem Zweck hat der Projektpartner Leipziger Energie eine Betriebsgesellschaft gegründet. „Als Leipziger Unternehmen sind wir eng mit der Region verbunden. Mit unserem finanziellen Engagement möchten wir einen Beitrag für die nachhaltige lokale Energieerzeugung und Wertschöpfung in der Region leisten. Daher haben wir uns entschieden weiter in einen Teil des Projektes zu investieren, um schnellstmöglich mit der Umsetzung der ersten Solaranlagen zu beginnen. Der erste Bauabschnitt soll zunächst auch den Projektpartnern die Möglichkeit geben, weiter in das Projekt zu investieren. In einem nächsten Schritt wird das Projekt dann für andere Investoren geöffnet“, erläutert Danny Wehnert Geschäftsführer der Leipziger Energie GmbH & Co. KG (Leipziger Energie).
Kommune profitiert
Der Bau der Anlagen soll sich auch für die Stadt Borna lohnen. Diese soll mit 0,2 Cent pro kWh am Ertrag der Solaranlage beteiligt werden. Ebenso werde es wie angekündigt die Möglichkeit für Bürgerinnen und Bürger geben, sich auch mit kleineren Beträgen finanziell am Projekt zu beteiligen, um so von den Einnahmen des Energieparks zu profitieren. Mit der eigenen Investition leistet die Leipziger Energie darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung des Projekts und sichert damit die erfolgreiche Umsetzung des Gesamtprojekts Energiepark Borna.
Die Leipziger Energie wird sich auch weiter für den Standort Borna engagieren, um die in einer Machbarkeitsstudie erarbeiteten Innovationsprojekte umzusetzen. So soll u.a. eine große Agri-Photovoltaikanlage entstehen. Das von der Leipziger Energie zusammen mit der Firma HH2E erarbeitete Konzept eines Wasserstoff-Standortes auf dem ehemaligen Kraftwerksgelände Thierbach, mit dem Energiepark Borna als zukünftige Energiequelle, befindet sich bereits auf dem Weg der Umsetzung. „Wir konnten mit diesem Konzept und der Gewinnung der HH2E als Partner maßgeblich dazu beitragen, dass die Stadt Borna den Strukturwandel hin zu einem nachhaltigen Wasserstoffstandort mit Anschluss an das Wasserstoff-Kernnetz vorantreiben kann“, sagt Danny Wehnert.
Nicht zuletzt, so Wehnert, habe auch die gute Zusammenarbeit mit der Kommune und dem Stadtrat zur erfolgreichen Projektentwicklung beigetragen. So bestehe Zuversicht, auch die letzten Schritte zum Satzungsbeschluss der Bebauungspläne erfolgreich gemeinsam zu gehen.
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