enercity Netz/EnBWMigration von knapp 21.000 intelligenten Messsystemen

Die Teams von enercity netz und EnBW Utility Services setzen den bislang mengenmäßig größten GWA-Wechsel in Deutschland erfolgreich um.
(Bildquelle: enercity AG)
Der mengenmäßig größte Wechsel eines Gateway-Administrators für Smart-Meter-Gateways in Deutschland ist abgeschlossen. Wie enercity und EnBW in einer gemeinsamen Mitteilung berichten, wurden im Netzgebiet von enercity Netz fast 21.000 intelligente Messsysteme sowie mehr als 13.000 Smart-Meter-Gateways von der bisherigen Umgebung auf EnBW Utility Services übertragen.
Der hannoversche Netz- und Messstellenbetreiber vollzog damit nicht nur den Wechsel des Dienstleisters, sondern zugleich einen Systemwechsel. Der Migrationsprozess lief parallel zum laufenden Smart-Meter-Roll-out in Hannover und der Region. Nach Angaben von enercity wurde die dafür notwendige Freeze-Phase auf acht Wochen begrenzt; die Verlustquote habe bei rund zwei Prozent gelegen. Vergleichbare Projekte erreichten laut Mitteilung häufig vier bis acht Monate Stillstand und Verlustraten von acht bis zehn Prozent.
Mit dem Abschluss der Migration übernimmt EnBW Utility Services nun sämtliche zentralen Aufgaben der Gateway-Administration. Dazu zählen insbesondere der sichere Betrieb der Smart-Meter-Gateways sowie die geschützte Übertragung der Messdaten, die unter anderem Voraussetzung für dynamische Stromtarife und eine flexiblere Netzsteuerung sind. enercity zufolge ermöglicht der System- und Anbieterwechsel außerdem ein zentrales, weitgehend automatisiertes Störungsmanagement und schafft technische Grundlagen für den weiteren Ausbau intelligenter Netze.
Beide Unternehmen heben die enge Abstimmung während des Projekts hervor. Eine zuverlässige Gateway-Administration sei entscheidend für den wirtschaftlichen und technischen Erfolg des Smart-Meter-Roll-outs, heißt es von enercity. Auch EnBW sieht in der Migration den Startpunkt für eine langfristige Zusammenarbeit im Bereich Smart Energy und verweist auf die Bedeutung einer leistungsfähigen Administrationsplattform für künftige Anwendungen.
Als nächsten Schritt planen die Partner die Einbindung steuerbarer Verbrauchseinrichtungen. Dazu zählen sogenannte Controllable Local Systems wie Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen oder Lade-Einrichtungen für Elektrofahrzeuge. Deren Ansteuerung soll künftig über spezielle CLS-Management-Systeme erfolgen, um Lastspitzen im Netz zu begrenzen und zusätzliche energiewirtschaftliche Anwendungen zu ermöglichen. Nach Angaben der Beteiligten soll die Einführung dieser Funktion noch im laufenden Jahr beginnen.
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