Montag, 4. Mai 2026

PPCBreitband Powerline für die Kommunikationsinfrastruktur

[19.12.2025] In Rheinland-Pfalz haben Pfalzwerke Netz und die PPC-Tochter Coms4Grid den Roll-out einer breitbandigen Powerline-Kommunikationslösung für Energienetze gestartet. Das WAN-as-a-Service-Projekt soll bis 2026 auf insgesamt 15.000 Endpunkte anwachsen und die Digitalisierung der Netzinfrastruktur vorantreiben.

Pfalzwerke Netz, PPC und Coms4Grid setzen auf Breitband Powerline als Kommunikationsinfrastruktur für intelligente Energienetze.

(Bildquelle: adobestock)

Mit dem Start eines groß angelegten WAN-as-a-Service-Projekts setzen Pfalzwerke Netz und Power Plus Communications (PPC) gemeinsam mit deren Tochtergesellschaft Coms4Grid auf Breitband Powerline als Kommunikationsinfrastruktur für intelligente Energienetze. Wie PPC mitteilt, begann der Roll-out Anfang Oktober 2025 und gilt als wichtiger Baustein für die Digitalisierung der Energieversorgung in Rheinland-Pfalz.

Bereits im laufenden Jahr 2025 wurden demnach rund 1.000 WAN-as-a-Service-Endpunkte in Betrieb genommen. Für das Jahr 2026 ist die Anbindung von weiteren 15.000 Endpunkten vorgesehen, während sich aktuell etwa 5.000 Einheiten in der Installationsphase befinden. Zur Vorbereitung wurden Monteure von Pfalzwerke Netz in Workshops vor Ort in die Installationsprozesse sowie in den Umgang mit möglichen technischen Herausforderungen eingewiesen.

Installationsaufwand reduzieren

Coms4Grid liefert nach eigenen Angaben nicht nur die erforderliche Breitband-Powerline-Hardware inklusive Anschlusszubehör, sondern übernimmt auch die technische Anbindung an den Gateway-Administrator. Dadurch soll sich der Installationsaufwand für den Netzbetreiber reduzieren. Ergänzende Serviceleistungen sollen eine fachgerechte Powerline-Installation und einen stabilen Betrieb sicherstellen. Für die netzseitige Überwachung kommt das Netzwerk-Managementsystem von PPC zum Einsatz, das die gesamte BPL-Infrastruktur der Nessum Generation 6 einschließlich Smart-Meter-Gateway-Anbindung in Echtzeit überwacht. Monteure greifen dabei über eine spezielle NMS-Connector-App auf das System zu.

Der geografische Fokus des Roll-outs liegt laut PPC in der Vorderpfalz sowie im Pfälzer Wald und im Donnersbergkreis, unter anderem in Gemeinden wie Römerberg, Limburgerhof, Harthausen, Kandel, Eußerthal, Trippstadt, Bann, Contwig und Rockenhausen. Ziel ist der Aufbau einer leistungsfähigen Kommunikationsbasis für die steigenden Anforderungen moderner Energienetze. Roland Klaiber, Geschäftsführer von Coms4Grid, verweist in diesem Zusammenhang auf eine zugesicherte Konnektivität von über 90 Prozent für Smart-Meter-Gateways in Kellerräumen und sieht darin einen Beitrag zu Effizienz und Resilienz des Roll-outs.

Zusammenarbeit mit Partnern

Pfalzwerke Netz bringt als regionaler Netzbetreiber nach eigenen Angaben die erforderlichen Monteurskapazitäten sowie lokale Kenntnisse ein und arbeitet dabei mit Montagepartnern zusammen. Voltaris, eine 50-prozentige Tochter der Pfalzwerke Aktiengesellschaft, ist für Gerätebeschaffung, Qualitätssicherung und die zertifizierte Gateway-Administration zuständig. Ergänzend zur Breitband-Powerline-Technologie nutzt Pfalzwerke Netz nach eigenen Angaben auch LTE- und 450-Megahertz-Lösungen, um die Vorgaben des Smart Meter Roll-outs umzusetzen. Ziel sei ein intelligentes Stromnetz, in dem Endkunden Teil der Energiewende werden und ihre Flexibilität für Markt- und Netzbetrieb einbringen können.





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