cortilitySAP-Umstellung bleibt eine Herausforderungcortility
Noch 17 Monate bleiben bis zum Ende der Wartung von SAP R/3 am 31. Dezember 2027. Bis dahin sollten Unternehmen, die das System nutzen, auf SAP S/4HANA umgestellt haben, da SAP den Support für das Vorgängersystem einstellt. Nach Einschätzung des Ettlinger IT-Dienstleisters cortility verläuft die Umstellung in der Energiewirtschaft jedoch sehr unterschiedlich. Während einige Versorger bereits weit fortgeschritten seien, stünden andere noch am Anfang oder befänden sich in der Entscheidungs- beziehungsweise Ausschreibungsphase.
Zieltermin nicht zu halten
„Viele Unternehmen werden den Zieltermin 31. Dezember 2027 nicht halten können“, sagt Holger Geiger, Geschäftsführer von cortility. Das Unternehmen gehe davon aus, dass sich die Umstellung bis 2030 hinziehen werde. Dies gelte sowohl für Unternehmen, die im SAP-Umfeld bleiben, als auch für solche, die auf andere Lösungen wechseln.
Nach Angaben von cortility suchen bereits viele Unternehmen nach Möglichkeiten, ihre bestehenden SAP-R/3-Systeme über das Jahr 2027 hinaus betreuen zu lassen. Das stelle auch die IT-Dienstleister vor Herausforderungen, da viele ihre Ressourcen bereits auf Beratungsleistungen und die Entwicklung von Anwendungen für SAP S/4HANA ausgerichtet hätten.
Kleinere Stadtwerke entscheiden sich gegen SAP
Cortility rechnet zudem mit einer Veränderung der Kundenstruktur. Vor allem kleinere Stadtwerke würden sich zunehmend gegen eine eigene SAP-Systemlandschaft und für alternative Lösungen entscheiden. Unternehmen, die bei SAP bleiben, setzten laut Geiger entweder auf Plattform- oder Template-Lösungen oder auf eine On-Premise-Lösung.
Nach Angaben des Unternehmens wächst gleichzeitig die Bedeutung von Zusatzanwendungen für SAP. cortility entwickelt unter anderem Lösungen für elektronische Kontoauszüge, dynamische Tarife, Netzentgelte in der Endkundenabrechnung von Lieferanten, Marktkommunikation, E-Rechnungen sowie das Reporting von Strom- und Energiesteuer an das Hauptzollamt. Dabei werde fortlaufend geprüft, welche Funktionen aus dem bisherigen System übernommen und welche neu entwickelt werden sollten.
Mammutprojekte neben dem Tagesgeschäft
Auch nach der SAP-Transformation bleibe die Energiewirtschaft durch regulatorische Vorgaben gefordert. Nach Angaben von cortility kommen fortlaufend Formatwechsel der Bundesnetzagentur und Anpassungen der Marktkommunikation hinzu. Erst nach dem Wechsel auf SAP S/4HANA könnten Unternehmen von einer standardisierten Marktkommunikations-Cloud profitieren. „Formatwechsel und Transformation sind Mammutprojekte, und zwar neben dem normalen Tagesgeschäft. Von daher sehen wir in den nächsten Jahren einen Investitionsstau im IT-Bereich der Energiewirtschaft“, sagt Geiger.
Cyber-Sicherheit: Risiken für Wind- und Solarparks
[13.10.2026] Eine neue Studie hat Tausende über das Internet erreichbare Systeme im Umfeld europäischer Wind- und Solarparks identifiziert. Der Cyber-Sicherheitsrat Deutschland warnt vor wachsenden Risiken für die Energieversorgung durch die zunehmende Dezentralisierung. mehr...
Stadtwerke Flensburg: Instandhaltung auf neue Softwarelösung umgestellt
[06.10.2026] Die Stadtwerke Flensburg haben ihre mobile Instandhaltung auf eine neue Softwarelösung umgestellt. Das Maintenance Portal von argvis soll papierbasierte Abläufe ersetzen und die Arbeit in Netzen, Erzeugung und Service auf einer gemeinsamen Plattform bündeln. mehr...
Soluvia: Abrechnungsplattform für Stadtwerke eröffnet
[29.09.2026] Soluvia Energy Services bietet seine Abrechnungsplattform SESuite erstmals Energieversorgern außerhalb des MVV-Energie-Konzerns an. Das Full-Service-Angebot richtet sich vor allem an kleinere und mittlere Versorger, die ihre Abrechnungssysteme ablösen oder neu aufstellen wollen. mehr...
data analytics institute: Neuer Konsortialpartner von energy data-X
[28.09.2026] Das data analytics institute wird Konsortialpartner von energy data-X und bringt seinen Datenraum HEAT-X für die kommunale Wärmeplanung ein. Damit sollen Daten aus Strom- und Wärmesektor künftig über eine gemeinsame Infrastruktur verknüpft werden. mehr...
Greenflash: Dezentrale Energiesysteme in Echtzeit steuern
[25.09.2026] Greenflash hat mit Greencore AI eine Software zur Echtzeitsteuerung dezentraler Energiesysteme entwickelt. Sie soll Erzeugung, Speicherung und Verbrauch anhand von Prognosen und aktuellen Marktdaten wirtschaftlich aufeinander abstimmen. mehr...
items: ITS Group übernimmt Fernwärme-Software
[24.09.2026] items überträgt seine Fernwärme-Software Grid Insight: Heat zum 1. November 2026 an die ITS Group. Mit der Software wechselt auch das zuständige Team zum Dortmunder Unternehmen. mehr...
G&W Software: Unterstützung bei Investitionsentscheidungen
[21.09.2026] Der Umbau der Energieversorgung stellt Versorger vor langfristige Investitionsentscheidungen bei Gas-, Wärme- und Stromnetzen. Die Software CaliforniaX soll dabei helfen, unterschiedliche Szenarien zu kalkulieren und Infrastrukturprojekte auf ihre Wirtschaftlichkeit zu prüfen. mehr...
GISA: Stadtwerke Bonn modernisieren Data Warehouse
[17.09.2026] Die Stadtwerke Bonn haben ihr bisheriges SAP Business Warehouse durch eine neue Plattform auf Basis von SAP BW/4HANA ersetzt. Gemeinsam mit dem IT-Dienstleister GISA wurde die Analytics-Landschaft des kommunalen Unternehmens neu aufgestellt. mehr...
Thüga SmartService: KI-Plattform für Stadtwerke gestartet
[09.09.2026] Thüga SmartService hat mit SKIP eine speziell auf die Energiewirtschaft zugeschnittene Plattform für Künstliche Intelligenz entwickelt. Stadtwerke und Energieversorger sollen damit KI-Agenten für Wissensmanagement und Geschäftsprozesse einsetzen können, ohne die Kontrolle über ihre Daten abzugeben. mehr...
cortility: KI automatisiert Standardanliegen
[03.09.2026] cortility und Pipeforce wollen Künstliche Intelligenz stärker für die automatisierte Bearbeitung von Kundenanliegen bei Energieversorgern einsetzen. Standardvorgänge wie Zählerstandsmeldungen, Umzüge oder Abschlagsfragen sollen sich damit weitgehend ohne manuelle Eingriffe verarbeiten lassen. mehr...
E-Rechnung: Versandpflicht wird ausgeweitet
[26.08.2026] Für Unternehmen mit mehr als 800.000 Euro Umsatz verschärfen sich zum Jahreswechsel die Vorgaben für elektronische Rechnungen. Ab Januar 2027 müssen sie E-Rechnungen nach der europäischen Norm EN 16931 versenden. Ein Jahr später gilt die Vorgabe für alle Unternehmen. mehr...
KRITIS-Schutz: Resilienz ist Pflicht
[18.08.2026] Mit dem KRITIS-Dachgesetz sind Städte und Gemeinden unter Zugzwang: Bis Mai 2027 müssen Schutzkonzepte stehen. Doch zwischen gesetzlicher Pflicht und gelebter Resilienz klafft häufig noch eine gefährliche Lücke. mehr...
Maingau: Portfoliomanagement in der Cloud
[14.08.2026] Maingau hat sein Portfolio-Management auf eine Cloud-Lösung von Kisters umgestellt. Damit will der Energieversorger Handelsprozesse stärker automatisieren und weitere Funktionen in die Systemlandschaft integrieren. mehr...
Kundenservice: Vom Antrag zur Lösung
[13.08.2026] Stadtwerke können ihre Kundenservices mit durchgängigen End-to-End-Prozessen effizienter gestalten. Standardisierte Abläufe, intelligentes Routing und KI sollen Bearbeitungszeiten verkürzen und Mitarbeitende entlasten – entscheidend bleibt dabei die Verbindung von Technik, Daten und Menschen. mehr...
kraftwerk Software Gruppe: Joules erhält KI-Funktionen
[13.08.2026] Die kraftwerk Software Gruppe hat die Software Joules erweitert. Das aktuelle Release bringt KI-gestützte Funktionen für verschiedene Arbeitsabläufe sowie ein neu aufgebautes Kunden-, Lead- und Servicemanagement. mehr...













