Freitag, 21. August 2026

Hertener StadtwerkeSmart Meter Roll-out läuft

[21.08.2026] Die Hertener Stadtwerke haben inzwischen rund 1.250 intelligente Messsysteme installiert und die gesetzliche Ausbauquote erreicht. Nun bereiten sie den nächsten Schritt vor: die Erprobung von Steuerboxen für die netzorientierte Steuerung.

Rund 1.250 Smart Meter haben die Hertener Stadtwerke inzwischen im Stadtgebiet installiert.

(Bildquelle: Hertener Stadtwerke/Jan Ahlers)

Die Hertener Stadtwerke bauen den Einsatz intelligenter Messsysteme weiter aus und haben im Stadtgebiet inzwischen rund 1.250 Smart Meter installiert. Wie das Unternehmen mitteilt, will es bis Ende 2026 rund 1.500 intelligente Messsysteme in Betrieb haben und parallel erste Erfahrungen mit der Steuerung flexibler Verbrauchseinrichtungen sammeln.

Einen gesetzlichen Meilenstein erreichten die Stadtwerke bereits Ende 2025. Zu diesem Zeitpunkt waren nach Unternehmensangaben rund 900 intelligente Messsysteme installiert. Das entsprach einer Quote von 21,2 Prozent der Pflichteinbaufälle und lag damit über der vorgeschriebenen Mindestquote von 20 Prozent.

Zum Pflichteinbau zählen unter anderem Verbrauchsstellen mit einem Jahresstromverbrauch von mehr als 6.000 Kilowattstunden sowie bestimmte steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a des Energiewirtschaftsgesetzes. Dazu gehören etwa Wärmepumpen oder Wallboxen. Die intelligenten Messsysteme können den Stromverbrauch zeitlich genau erfassen und schaffen damit auch die technische Grundlage für dynamische Stromtarife.

Nach Angaben der Hertener Stadtwerke können auch Kunden ohne gesetzliche Einbaupflicht einen freiwilligen Einbau beauftragen. Für Einbau und Betrieb gelten dabei die gesetzlich festgelegten Preisgrenzen.

Parallel zum Smart Meter Roll-out bereitet das Unternehmen den sogenannten Steuerungsroll-out vor. Zunächst sollen an eigenen Verbrauchsstellen testweise Steuerboxen installiert und mit vorhandenen Smart Meter Gateways verbunden werden. Die Stadtwerke wollen so erproben, wie sich eine netzorientierte Steuerung nach § 14a EnWG technisch umsetzen lässt.

Bei einem konkreten lokalen Netzengpass können Netzbetreiber den Strombezug steuerbarer Verbrauchseinrichtungen zeitweise im erforderlichen Umfang reduzieren. „Der Netzbetreiber wird aber nicht beliebig in den Stromverbrauch eines Haushalts eingreifen können“, sagt Thomas Knels, Abteilungsgruppenleiter Messstellenbetrieb bei den Hertener Stadtwerken. „Eine Steuerung kommt nur dann zum Einsatz, wenn sie aufgrund eines konkreten Netzengpasses erforderlich ist.“

Mit dem Ausbau der Mess- und Steuerungstechnik wollen die Hertener Stadtwerke die technische Grundlage für ein stärker digitalisiertes Stromnetz schaffen. „Dabei geht es längst nicht mehr nur darum, Zählerstände digital zu übertragen“, sagt Knels. Intelligente Messsysteme würden zunehmend zu einer Schnittstelle zwischen Verbrauchern, Erzeugungsanlagen und dem Stromnetz.





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