Donnerstag, 20. August 2026

Schleswig-HolsteinSuedlink-Tunnel fertiggestellt

[20.08.2026] Unter der Elbe ist der Tunnel für die Stromtrasse Suedlink fertig vorgetrieben. Das Bauwerk ElbX bringt den Netzausbau zwischen Schleswig-Holstein und Niedersachsen einen entscheidenden Schritt voran und soll ab 2028 Windstrom in den Süden transportieren.

Der rund fünf Kilometer lange Suedlink-Tunnel unter der Elbe hat den Tunnelvortrieb abgeschlossen. Wie die schleswig-holsteinische Landesregierung berichtet, wurde am 17. August im niedersächsischen Wischhafen der symbolische Schlusspunkt für den Vortrieb des Tunnelbauwerks ElbX gesetzt.

An der Veranstaltung nahmen Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU), Niedersachsens Energieminister Christian Meyer (Bündnis 90/Die Grünen) und Ina Kamps, Chief Operating Officer bei Tennet Germany, teil. Günther bezeichnete den Abschluss als „Meilenstein für ein zentrales Projekt der Energiewende“. Der Abschnitt unter der Elbe sei das „Herzstück der Trasse“ und bringe Suedlink seiner Fertigstellung deutlich näher.

Suedlink soll ab 2028 Windstrom aus Schleswig-Holstein in den Süden Deutschlands transportieren. Nach Angaben der Landesregierung schafft der nun fertig vorgetriebene Tunnel damit eine wichtige Voraussetzung für die geplante Inbetriebnahme der Stromtrasse. Günther erwartet, dass dadurch die Abregelung erneuerbarer Stromerzeugung in Schleswig-Holstein weiter zurückgeht.

Der Netzausbau soll nach Darstellung der Landesregierung auch neue Anschlüsse für Unternehmen und Energie-Infrastruktur ermöglichen. Dazu zählen Rechenzentren und Batteriespeicher, die gezielt an Umspannwerke angebunden werden könnten. Eine leistungsfähigere Netzinfrastruktur könne damit weitere Projekte zur Nutzung erneuerbarer Energien ermöglichen. Günther bezeichnete ein gut ausgebautes Stromnetz als wichtigen Standortfaktor für Investitionen.

Zugleich verwies der Ministerpräsident auf die Bedeutung von Suedlink für die Versorgungssicherheit. Die Trasse könne dazu beitragen, erneuerbare Energien zuverlässiger nutzbar zu machen und die Abhängigkeit von Energieimporten zu verringern. Auch für die Resilienz der Energieversorgung in Deutschland und Europa sei der Ausbau relevant.

Der Tunnelabschnitt ElbX verbindet Schleswig-Holstein und Niedersachsen unter der Elbe. Mit dem Abschluss des Vortriebs ist ein wesentlicher Bauabschnitt der unterirdischen Stromverbindung abgeschlossen. Für den weiteren Ausbau der Trasse bleiben Arbeiten an der Stromleitung und der Netzinfrastruktur erforderlich.

Günther dankte den beteiligten Akteuren für die Zusammenarbeit. Eine gemeinsame Interessenvertretung der norddeutschen Länder gegenüber dem Bund sei aus seiner Sicht wichtig, um verlässliche Rahmenbedingungen für den weiteren Netzausbau zu schaffen.





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