Freitag, 9. Oktober 2026

SmightStromversorgung Greding führt Echtzeit-Monitoring ein

[08.04.2026] Die Stromversorgung Greding führt Echtzeit-Monitoring in ihren Ortsnetzstationen ein und digitalisiert damit ihr Verteilnetz. Der Schritt soll den Netzbetrieb angesichts wachsender Einspeisung und Lasten präziser steuern und gezieltere Investitionen ermöglichen.

Stromversorgung Greding überwacht jetzt seine Ortsnetzstationen in Echtzeit.

(Bildquelle: SMIGHT GmbH)

Das Unternehmen Stromversorgung Greding baut sein Verteilnetz auf Echtzeitdaten um und installiert dafür Monitoring in Ortsnetzstationen. Wie das Unternehmen gemeinsam mit seinem Digitalisierungspartner Smight mitteilt, soll die neue Datengrundlage eine vorausschauende und wirtschaftliche Netzführung ermöglichen.

Hintergrund sind stark veränderte Anforderungen im Verteilnetz: Die Einspeisung aus Photovoltaik steigt, gleichzeitig wachsen die Lasten durch Elektromobilität, und die Dynamik im Netz nimmt zu. „Unser Anspruch ist es, unser Netz aktiv zu gestalten und nicht nur zu verwalten. Dafür brauchen wir Transparenz über den tatsächlichen Zustand unserer Infrastruktur“, sagt Thomas Mendl, Geschäftsführer von Stromversorgung Greding. Echtzeitdaten erlaubten es, Entwicklungen früh zu erkennen und Entscheidungen für Betrieb und Ausbau fundiert zu treffen.

Bislang stützten sich viele Netzbewertungen auf Modelle und Annahmen. Mit der Einführung von SMIGHT Grid2 liegen nun kontinuierliche Messdaten zu Lastflüssen und Auslastungen vor. Erste Auswertungen zeigen deutliche Abweichungen von bisherigen Annahmen: Einige als kritisch eingestufte Stationen sind weniger ausgelastet als erwartet, während andere Effekte erst durch die laufende Messung sichtbar werden. Die Betreiber gewinnen so ein genaueres Bild des tatsächlichen Netzzustands.

Diese Transparenz wirkt sich direkt auf Investitionsentscheidungen aus. Der Netzbetreiber kann Maßnahmen gezielter planen und unnötigen Ausbau vermeiden. Gleichzeitig schafft die Datentiefe die Grundlage für künftige regulatorische Anforderungen. Dazu zählen netzorientierte Steuerung nach §14a EnWG sowie der Umgang mit Einspeisevorgaben nach §9 EEG.

„Netzsteuerung und Netzausbau müssen auf belastbaren Daten basieren. Nur wenn wir den tatsächlichen Netzzustand kennen, können wir entscheiden, ob und wo Eingriffe notwendig sind“, so Mendl. Mit der Digitalisierung positioniert sich die Stromversorgung Greding als datengetriebener Netzbetreiber, der die Herausforderungen der Energiewende aktiv adressiert.





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