EWE NetzBau von Wasserstoffpipeline

Symbolischer Spatenstich für den Bau von H₂Coastlink 1, der ersten Wasserstoffpipeline im Nordwesten.
V. l.: Arno Ulrichs, Bürgermeister der Gemeinde Ihlow; Matthias Groote, Landrat des Landkreises Leer; Dr. Tim Olbricht, Geschäftsführer GTG Nord; Olaf Meinen, Landrat des Landkreises Aurich; Marco van der Spek, Programmleiter H₂Coastlink, EWE NETZ; Dr. Frank Reiners, Mitglied des Vorstands der EWE AG; Anja Troff-Schaffarzyk, MdB; Heiko Fastje, Geschäftsleitung EWE NETZ; Claus-Peter Horst, Bürgermeister der Stadt Leer; Hendrik Schulz, Bürgermeister Gemeinde Moormerland
(Bildquelle: Carina Penning/EWE NETZ)
Symbolischer Spatenstich für den Bau von H₂Coastlink 1, der ersten Wasserstoffpipeline im Nordwesten.
V. l.: Arno Ulrichs, Bürgermeister der Gemeinde Ihlow; Matthias Groote, Landrat des Landkreises Leer; Dr. Tim Olbricht, Geschäftsführer GTG Nord; Olaf Meinen, Landrat des Landkreises Aurich; Marco van der Spek, Programmleiter H₂Coastlink, EWE NETZ; Dr. Frank Reiners, Mitglied des Vorstands der EWE AG; Anja Troff-Schaffarzyk, MdB; Heiko Fastje, Geschäftsleitung EWE NETZ; Claus-Peter Horst, Bürgermeister der Stadt Leer; Hendrik Schulz, Bürgermeister Gemeinde Moormerland
(Bildquelle: Carina Penning/EWE NETZ)
Mit dem symbolischen Spatenstich hat der Bau der Wasserstoffleitung H₂Coastlink 1 zwischen Emden und Leer begonnen. Wie EWE Netz mitteilt, entsteht im Auftrag von Gastransport Nord eine rund 24 Kilometer lange Leitung, die als erste Wasserstoffpipeline im Nordwesten Deutschlands den 320-Megawatt-Elektrolyseur in Emden an das deutsche Wasserstoff-Kernnetz anschließen soll. Die Bauarbeiten starten im Juli 2026, die Inbetriebnahme ist für Herbst 2027 geplant.
Die Leitung soll die Erzeugung von grünem Wasserstoff in Emden mit dem entstehenden Fernleitungsnetz verbinden. Geplant ist eine Anbindung an weitere Infrastrukturprojekte wie HyperLink von Gasunie Deutschland und den Nordsee-Ruhr-Link IV von Open Grid Europe (OGE). So soll Wasserstoff aus Ostfriesland künftig auch in andere Regionen transportiert werden.
Nach Angaben des Unternehmens kann H₂Coastlink 1 mehr als 70.000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr transportieren. Für den Wasserstoff aus dem Emder Elektrolyseur sind zunächst rund 26.000 Tonnen jährlich vorgesehen. Weitere Kapazitäten stehen für zusätzliche Einspeiser und Abnehmer zur Verfügung. Die Infrastruktur soll damit den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft unterstützen und die Dekarbonisierung energieintensiver Industrien ermöglichen.
Als Beispiel für den wachsenden Bedarf verweist EWE auf den kürzlich geschlossenen Liefervertrag mit der Salzgitter AG (wir berichteten). Ab 2030 soll grüner Wasserstoff aus Emden für eine klimafreundlichere Stahlproduktion nach Salzgitter geliefert werden.
Dem Baustart ging nach Unternehmensangaben ein ungewöhnlich kurzes Planfeststellungsverfahren voraus. Zwischen der Einreichung der Unterlagen und dem Planfeststellungsbeschluss lagen demnach nur fünf Monate. EWE führt dies auf eine enge Zusammenarbeit zwischen Behörden, Kommunen, Grundstückseigentümern sowie den Projekt- und Planungsteams zurück.
Vorhabenträger des Projekts ist Gastransport Nord, Planung und Bau übernimmt EWE Netz. Beide Unternehmen gehören zum EWE-Konzern. H₂Coastlink 1 ist Teil des IPCEI-Wasserstoffprogramms und wird von der Bundesregierung sowie dem Land Niedersachsen gefördert. Die Europäische Kommission hatte die beihilferechtliche Genehmigung für die deutschen IPCEI-Wasserstoffprojekte im Februar 2024 erteilt.
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