Montag, 28. September 2026

PwC-StudieSmart Meter Roll-out mit Schwächen im Prozess

[28.09.2026] Der Smart Meter Roll-out in Deutschland hat das gesetzliche Etappenziel für Ende 2025 übertroffen. Eine PwC-Studie zeigt jedoch deutliche Unterschiede zwischen den Messstellenbetreibern und Schwächen bei Planung, Einbau und Kundenfeedback.

Die neue PwC-Studie untersucht den Status quo und die Entwicklung des Smart Meter Roll-outs.

(Bildquelle: adobestock)

Der Smart Meter Roll-out in Deutschland kommt voran, viele grundzuständige Messstellenbetreiber (gMSB) sind aber noch nicht auf größere Einbauzahlen vorbereitet. Das geht aus der Smart-Meter-Studie 2026 von PwC Deutschland hervor, für die 37 gMSB befragt wurden. Die teilnehmenden Unternehmen decken nach Angaben der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft rund 21 Prozent der deutschen Messlokationen ab.

Zum Jahresende 2025 lag die Quote für den verpflichtenden Einbau intelligenter Messsysteme laut PwC bei rund 23 Prozent. Damit wurde das gesetzliche Etappenziel um drei Prozentpunkte übertroffen. Der Wert bezieht sich allerdings auf die Gesamtheit aller grundzuständigen Messstellenbetreiber. Auf Ebene der einzelnen Unternehmen verfehlten laut Studie zahlreiche gMSB ihre individuellen Roll-out-Ziele.

Auch bei der Prozessreife zeigen sich große Unterschiede. 57 Prozent der Befragten halten sich für überwiegend skalierungsfähig, kein Unternehmen stuft sich als vollständig skalierungsfähig ein. Auf einer Skala von eins bis fünf liegt der durchschnittliche Reifegrad bei 2,7. Die Werte der einzelnen Unternehmen reichen von rund 1,2 bis 3,8.

Defizite sieht die Studie unter anderem bei der Planung. 49 Prozent der befragten Messstellenbetreiber planen ihre Roll-out-Mengen manuell. Weitere 30 Prozent kombinieren ein Planungstool mit Excel. PwC sieht für den weiteren Ausbau Bedarf, Planung, Beschaffung, Installation und die Zusammenarbeit mit Dienstleistern enger miteinander zu verzahnen.

Probleme treten zudem beim Einbau auf. Nach Angaben der Befragten gelingt die Installation in 74 Prozent der Fälle beim ersten Versuch. Bei zunächst gescheiterten Installationen nennen jeweils 84 Prozent der gMSB eine fehlende WAN-Anbindung sowie Probleme im Umfeld des Einbaus, etwa abwesende Kunden oder einen fehlenden Zugang zur Anlage. In 60 Prozent dieser Fälle spielen bauliche Voraussetzungen wie der Zustand der Anlage oder Platzmangel eine Rolle. Deutlich seltener werden die Ausführung durch den Monteur mit acht Prozent sowie Prozess- und Planungslücken mit fünf Prozent genannt.

Nachholbedarf zeigt die Studie auch beim Umgang mit Rückmeldungen der Kunden. 75 Prozent der befragten gMSB erfassen weder die Kundenzufriedenheit noch die Ursachen von Beschwerden systematisch. Zwar nutzen 70 Prozent digitale Informationsangebote wie FAQ-Seiten oder Erklärvideos. 84 Prozent verfügen laut PwC jedoch über kein eigenes CRM- oder Ticketsystem.





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