Donnerstag, 29. Oktober 2026

FrankenthalKommunale Gebäude für Fernwärme vorgesehen

[29.10.2026] Die Stadt Frankenthal will künftig kommunale Gebäude an das geplante Fernwärmenetz anschließen. Eine entsprechende Absichtserklärung mit den Stadtwerken soll die weitere Planung unterstützen. Die Investitionsentscheidung für das Gesamtprojekt steht noch aus.

Unterzeichnung der Absichtserklärung zwischen der Stadt und den Stadtwerken Frankenthal.

v.l.: Stadtwerke-Geschäftsführer Volkmar Langefeld; Oberbürgermeister Nicolas Meyer; Bernd Leidig, Beigeordneter

(Bildquelle: Stadtwerke Frankenthal)

Die Stadt Frankenthal und die Stadtwerke Frankenthal haben eine Absichtserklärung zum Anschluss kommunaler Gebäude an das geplante Fernwärmenetz unterzeichnet. Wie die Stadtwerke mitteilen, wurde die Vereinbarung am 19. Oktober 2026 im Rathaus geschlossen. Sie sieht vor, geeignete Schulen, Kindertagesstätten, Sporthallen und Verwaltungsgebäude bei der weiteren Netzplanung zu berücksichtigen.

Nach Angaben der Stadtwerke hat die Stadt im vorgesehenen Versorgungsgebiet bereits zahlreiche kommunale Liegenschaften erfasst. Deren jährlicher Wärmebedarf summiert sich auf rund 9,75 Millionen Kilowattstunden. Diese Nachfrage könnte eine wichtige Grundlage für den wirtschaftlichen Betrieb des künftigen Fernwärmenetzes bilden.

Stadtverwaltung und Stadtwerke wollen nun prüfen, welche Gebäude sich technisch und wirtschaftlich für einen Anschluss eignen. Vorrangig sollen dabei Liegenschaften betrachtet werden, deren Heizungsanlagen in den kommenden Jahren modernisiert werden müssen. Die Absichtserklärung ist noch keine verbindliche Anschlussvereinbarung.

Das Fernwärmeprojekt entsteht in Zusammenarbeit der Stadtwerke Frankenthal mit den Technischen Werken Ludwigshafen (TWL) und dem Chemiekonzern BASF. Vorgesehen ist, Wärme aus dem gereinigten Abwasser der BASF-Kläranlage in Frankenthal zu gewinnen. Eine Großwärmepumpe soll die bislang weitgehend ungenutzte Wärmequelle für die Fernwärmeversorgung erschließen.

Die endgültige Investitionsentscheidung für das Gesamtprojekt wird nach Angaben der Stadtwerke bis Ende 2026 angestrebt. Nach derzeitigem Planungsstand sollen 2027 die Arbeiten an der Wärmequelle beginnen. Parallel dazu ist die detaillierte Planung des Verteilnetzes vorgesehen. Bis Ende 2029 sollen erste Bereiche Frankenthals mit Fernwärme versorgt werden.

Die Absichtserklärung unterzeichneten Oberbürgermeister Nicolas Meyer, der Beigeordnete Bernd Leidig und Stadtwerke-Geschäftsführer Volkmar Langefeld. Meyer, der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke ist, sieht im Anschluss kommunaler Gebäude eine Möglichkeit, anstehende Investitionen in Heizungsanlagen mit dem Ausbau der Fernwärmeversorgung zu verbinden.



Stichwörter: Fernwärme, Frankenthal


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