Freitag, 25. September 2026

Deutsche WindGuard25 Prozent mehr ist zu wenig

[18.01.2023] Der Zubau von Windenergie an Land liegt im Jahr 2022 um 25 Prozent höher als im Vorjahr. Das zeigen Zahlen der Deutschen WindGuard. Damit werden immer noch zu wenige Windräder errichtet, um die Ziele der Bundesregierung zu erreichen.
In Deutschland werden immer noch zu wenige Windräder errichtet

In Deutschland werden immer noch zu wenige Windräder errichtet, um die Ziele der Bundesregierung zu erreichen.

(Bildquelle: BWE/Dirkshof)

Im Jahr 2022 wurden in Deutschland 551 Windenergieanlagen (WEA) an Land mit einer installierten Leistung von rund 2.400 Megawatt (MW) errichtet. Das ist das Ergebnis einer Auswertung der Deutschen WindGuard im Auftrag des Bundesverbands Windenergie (BWE) und des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA Power Systems). Damit liegt der Brutto-Zubau im Jahr 2022 um 25 Prozent über dem Vorjahreswert von 1.925 MW.
Die Verbände appellieren an die Bundesländer, jetzt den von der Bundesregierung bereitgestellten Instrumentenkasten zu nutzen und zügig einen deutlich höheren Zubau zu ermöglichen. BWE-Präsident Hermann Albers erklärte: „Der Zubau im Jahr 2022 speist sich aus den Zuschlägen der Ausschreibungen in den Jahren 2019/20 und teilweise 2021. Die vergangene Legislaturperiode belastet damit weiterhin den Ausbau der Windenergie.“
Die Zahlen seien im fünften Jahr in Folge enttäuschend und symptomatisch für die politischen Fehlsteuerungen der letzten Bundesregierung. Die Ampelkoalition habe ihr erstes Regierungsjahr genutzt, um in vielen Bereichen die Weichen für einen deutlich beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien zu stellen. Im Jahr 2023 stehe ein Rekordvolumen von fast 13 Gigawatt zur Ausschreibung bereit. Albers sagte: „Die Bundesländer sind in der Verantwortung, ihre Möglichkeiten zur Beschleunigung zu nutzen. Insbesondere der Süden muss endlich liefern und darf sich nicht länger aus der Verantwortung stehlen.“





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