Stadtwerke MünsterZweite Großwärmepumpe ist in Betrieb

Die zweite Großwärmepumpe der Stadtwerke Münster speist direkt in das Fernwärmenetz ein.
(Bildquelle: Stadtwerke Münster GmbH)
Nach einer erfolgreichen Probephase ist die neue Großwärmepumpe in der Gebäudehülle des ehemaligen Kohleheizkraftwerks in Betrieb gegangen, wie die Stadtwerke Münster mitteilen. Die Anlage erreicht Temperaturen von knapp 100 Grad Celsius und kann die erzeugte Wärme damit direkt in das Fernwärmenetz der Stadt einspeisen.
Wärmepumpe deckt zwei Prozent des Fernwärmebedarfs
Nach Angaben des Versorgers kann die Wärmepumpe rund zwei Prozent des gesamten Fernwärmebedarfs in Münster decken. Durch den geringeren Erdgaseinsatz im Hafenkraftwerk sollen jährlich mehr als 3.000 Tonnen lokale CO2-Emissionen vermieden werden. Die Anlage ist Bestandteil eines Systems für innovative Kraft-Wärme-Kopplung (iKWK), das vom Bund gefördert wird.
In Münster werden den Stadtwerken zufolge jährlich mehr als 550 Gigawattstunden Fernwärme genutzt. Damit deckt Fernwärme rund 20 Prozent des Wärmebedarfs der Stadt. Für die schrittweise Umstellung der Versorgung auf erneuerbare Wärme setzen die Stadtwerke neben Großwärmepumpen insbesondere auf Tiefengeothermie und Solarthermie in Verbindung mit Wärmespeichern.
Dezentrale Wärmequellen
Künftig soll die Fernwärme stärker aus verschiedenen dezentralen Quellen stammen. „An die Stelle eines zentralen Kraftwerks treten unterschiedliche kleinere Wärmeerzeuger, die dezentral dort entstehen können, wo erneuerbare Wärmequellen und Möglichkeiten zur Netzanbindung verfügbar sind“, erklärt Markus Bieder, Leiter der Wärme- und Stromerzeugung der Stadtwerke Münster. Als mögliche Wärmequellen nennt das Unternehmen neben Gewässern wie dem Dortmund-Ems-Kanal auch industrielle Abwärme und geeignete Standorte für Geothermie.
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