Mittwoch, 4. November 2026

MainzAufbau von Wasserstoffnetz geplant

[18.03.2021] Die Mainzer Stadtwerke und die Kraftwerke Mainz-Wiesbaden wollen Wasserstoff erzeugen, transportieren und weiterverarbeiten. Dafür planen sie den Aufbau eines Wasserstoffnetzes.

Die Mainzer Stadtwerke (MSW) und die Kraftwerke Mainz-Wiesbaden (KMW) möchten in den kommenden Jahren gemeinsam eine neue Netzinfrastruktur in Mainz errichten, um Wasserstoff zu erzeugen, zu transportieren und weiterzuverarbeiten. Das berichten die MSW. Der Baubeginn könnte, vorbehaltlich einer Förderzusage des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, im Jahr 2022 erfolgen. Das Projekt soll bis 2027 fertiggestellt sein. Die KMW planen außerdem, einen Elektrolyseur mit einer elektrischen Leistung von 25 Megawatt zu installieren, der Wasserstoff herstellt und diesen mit CO2 in Methanol umwandelt. „Besonders innovativ ist dabei, dass wir das benötigte CO2 aus dem Abgasstrom unseres Müllheizkraftwerks nutzen“, betont Oliver Malerius, Vorstandsvorsitzender der KMW. Das CO2 werde also nicht mehr an die Umwelt abgegeben, sondern klimaschonend weiterverwertet. Hier spreche man von rund 16.000 Tonnen pro Jahr.
Das geplante Wasserstoffnetz soll vom Industriegebiet auf der Ingelheimer Aue bis zum Hauptbahnhof reichen. Die etwa fünf Kilometer langen, neu zu errichteten eigenständigen Wasserstoffleitungen ermöglichen es, Industriekunden wie auch die Mainzer Mobilität zu versorgen. Interessant wäre der klimafreundlich erzeugte Wasserstoff insbesondere für gewerbliche und industrielle Großabnehmer, ÖPNV-Betriebe und Logistikunternehmen, wenn sie in den kommenden Jahren Produktionen oder Flotten auf Wasserstoff umstellen. Zusätzlich können bestehende Versorger ihren grünen Wasserstoff unkompliziert in das neue Netz einspeisen. „In diesem Netzgebiet wollen wir darüber hinaus eine Wasserstofftankstelle errichten sowie eine Abfüllanlage, um den Wasserstoff auch transportieren zu können. Diese neuen Anlagen, den bereits geplanten Elektrolyseur und die Wasserstofftankstelle am Zentralklärwerk Mainz am Mombacher Kreisel sowie den weiteren neuen Elektrolyseur auf dem KMW-Betriebsgelände möchten wir an das Wasserstoffnetz anschließen“, erläutert Tobias Brosze, Technischer Vorstand der MSW. Abhängig ist das Projekt von einer IPCEI Förderung (Important Projects of Common European Interest) der EU für Wasserstofftechnologien und -systeme.





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