Montag, 16. März 2026

KEA Klimaschutz und EnergieagenturBeratung für Kommunen

[16.12.2019] Städten wird eine wichtige Rolle im Kampf gegen den Klimawandel zugesprochen. Mit einem individuellen Beratungsprogramm unterstützt die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg Kommunen jetzt darin, energieeffizient und klimafreundlich zu handeln.

Der Kampf gegen den Klimawandel wird sich in den Städten entscheiden – so lautete die Aussage von UN-Generalsekretär António Guterres im Vorfeld der 25. Weltklimakonferenz. Den Fokus auf die Rolle der Kommunen betont auch die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg. Mit einem Beratungsprogramm möchte die Agentur Verwaltungen unterstützen, bereits heute täglich energieeffizient und klimafreundlich zu handeln. Das Programm beginnt mit einem Quick-Check, der vor allem kleineren Kommunen eine Selbsteinschätzung ermöglichen soll. Dieser liefere eine erste Standortbestimmung, mit der sich die Gemeindevertreter an das Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz der KEA-BW wenden können. Dort erhält jede Kommune laut Agentur passgenaue Vorschläge für das weitere Vorgehen. Die zuständigen Fachleute würden zudem einen auf jede Gemeinde einzeln angepassten Klimaschutz-Steckbrief erstellen, der unter anderem eine einfache CO2-Bilanz der Kommune enthalte.

Systematisch das Klima schützen

Daneben bietet die KEA eine Fokusberatung für Kommunen an, die systematisch Klimaschutz betreiben wollen. Die Beratung wird vom Bund im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative mit bis zu 65 Prozent gefördert, sodass meist weniger als 6.000 Euro Eigenanteil bleiben, informiert die Agentur. Dafür würden Kommunen konkrete Handlungsmöglichkeiten kennen lernen, die kurzfristig umsetzbar sind. Betrachtet würden dabei kommunale Liegenschaften, Energieerzeugung, Verkehrsentwicklung und Stadtplanung. Der Berater prüfe zudem, wie sich die Klimaschutzaktivitäten institutionell in der Kommune verankern lassen und was organisatorisch dafür nötig sei. Dazu empfiehlt er auch die passenden Förderprogramme. Ein so gefördertes Programm setzt laut KEA-BW häufig Prozesse in Gang, die letztendlich zu einem vollständigen Klimaschutz-Aktionsprogramm führen. Dessen Umsetzung wiederum würde von Bund und Land mit zahlreichen, eigens dazu aufgelegten Förderprogrammen unterstützt. Das Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz berate hierzu umfassend und liefere Umsetzungshilfen. Auch wenn Kommunen die Errichtung eines Wärmenetzes planen, ein Energie-Management einführen oder ihre Liegenschaften energetisch sanieren wollen: Die Kompetenzzentren der KEA-BW können auf einen Erfahrungsschatz ihrer Mitarbeiter aus 25 Jahren zurückgreifen.

Erfolg öffentlichkeitswirksam belohnen

Wie die Agentur mitteilt, beinhaltet das Projekt auch die Verleihung des European Energy Awards (eea). Dieser sei für Städte, Gemeinden und Landkreise ideal, die ihre Energie- und Klimaschutzpolitik konsequent und prozessorientiert voranbringen wollen. Grundlage des Programms sei ein Katalog mit rund 100 Einzelmaßnahmen in verschiedenen Handlungsfeldern. Die KEA-BW fungiert laut eigenen Angaben als Landesgeschäftsstelle und unterstützt Antragsteller in jeder Hinsicht. Schon bei 50 Prozent Umsetzungserfolg winke die öffentlichkeitswirksame Auszeichnung. Der eea sei ein klares Signal dafür, dass die Verantwortlichen in den teilnehmenden Kommunen bewusst zukunftsgerichtet und nachhaltig handeln würden. Unabhängig von der Größe und Einwohnerzahl ihrer Kommune oder Gemeinde würden diese damit zu aktiven Mitstreitern im Kampf gegen den Klimawandel.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Klimaschutz

Düsseldorf: Energie-Kommune dank Wärme- und Verkehrswende

[11.03.2026] Die Stadt Düsseldorf möchte ihre Treibhausgasemissionen deutlich reduzieren. Dabei spielen Fachkräfte, die Wärmewende und neue Mobilitätsangebote eine zentrale Rolle. Für ihr Engagement wurde die Stadt nun von der AEE zur Energiekommune des Monats Februar gekürt. mehr...

Rheinland-Pfalz: Ein Drittel ist mit Wärmeplanung fertig

[10.03.2026] Rund ein Drittel der Kommunen in Rheinland-Pfalz hat die gesetzlich vorgeschriebene kommunale Wärmeplanung bereits abgeschlossen. Die Pläne sollen den Weg zu einer treibhausgasneutralen Wärmeversorgung weisen und entscheiden mit darüber, wo künftig Wärmenetze entstehen oder dezentrale Lösungen dominieren. mehr...

AEE: Greifswald ist Energie-Kommune 2025

[02.03.2026] Die Stadt Greifswald hat die bundesweite Abstimmung zur „Energie-Kommune des Jahres 2025” gewonnen. Dies teilte die Agentur für erneuerbare Energien mit. 42,3 Prozent der Stimmen entfielen auf die Universitäts- und Hansestadt. mehr...

Region Mitte Niedersachsen: Förderung dreier Klimaschutz-Projekte

[02.03.2026] Die Zukunftsregion Mitte Niedersachsen fördert drei Projekte zu Mikrowärmenetzen, energetischer Sanierung und Abfallpädagogik mit rund 540.000 Euro. Die Bescheide übergab Landesbeauftragter Ottmar von Holtz in Rehburg-Loccum und setzte damit ein Signal für die interkommunale Zusammenarbeit in Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft. mehr...

bericht

Würzburg: Fahrplan zur ­Klimaneutralität

[23.02.2026] Bis 2028 soll die Stadtverwaltung Würzburg treibhausgasneutral werden. Dabei stützt sie sich unter anderem auf einen kapazitätsoptimierten Sanierungsfahrplan für städtische Liegenschaften. mehr...

Anklam: Bioenergie-Cluster und H2-Kraftwerk

[17.02.2026] Die Hansestadt Anklam setzt auf Bioenergie, Wasserstoff und kommunale Wärmeplanung. Im Mittelpunkt stehen zwei Projekte: das Innovationsbündnis biogeniV und ein geplantes Verbundkraftwerk. Das Ziel ist Klimaneutralität bis 2040. mehr...

Mannheim: Phosphorrecyclinganlage in Betrieb gegangen

[16.02.2026] MVV Energie hat in Mannheim eine Phosphorrecyclinganlage in ihre bestehende Abfallverbrennung integriert. Damit gewinnt das Unternehmen aus Klärschlamm bis zu 90 Prozent des enthaltenen Phosphors zurück und stärkt die regionale Kreislaufwirtschaft in Baden-Württemberg. mehr...

Kreis Nienburg: Land fördert modulare Thermolyseanlage

[13.02.2026] Niedersachsen fördert den Bau einer modularen Thermolyseanlage des Unternehmens Waste2Value im Landkreis Nienburg mit 6,05 Millionen Euro. Die Anlage soll schwer recycelbare Kunststoffe chemisch verwerten, 27 Arbeitsplätze schaffen und den Strukturwandel in der Region vorantreiben. mehr...

bericht

Klimamanagement: Software und Beratung aus einer Hand

[11.02.2026] Der IT-Dienstleister regio iT unterstützt Kommunen mit einem modularen Lösungspaket bei Klimaschutz- und Klimaanpassungsstrategien. Es handelt sich um eine synergetische Kombination aus IT-gestütztem Datenmanagement, strategischer Beratung und effizienter Beschaffung. mehr...

Hessischer Staatspreis Energie 2026: Bewerbungsphase gestartet

[11.02.2026] In Hessen hat die Bewerbungsphase für den Staatspreis Energie 2026 begonnen. Bis Ende April können Projekte eingereicht werden, die zu einer sicheren, klimafreundlichen und bezahlbaren Energieversorgung beitragen. mehr...

Trianel: evm entwickelt Strategie für erneuerbare Stromversorgung

[09.02.2026] Die Energieversorgung Mittelrhein entwickelt mit Trianel eine Gesamtportfoliostrategie für eine vollständig erneuerbare Stromversorgung. Ziel ist es, Planung, Betrieb und Vermarktung so zu verzahnen, dass Klimaziele, Wirtschaftlichkeit und Marktrisiken zusammenpassen. mehr...

Baden-Württemberg: Klimaschutz-Programm reaktiviert

[04.02.2026] Kommunen in Baden-Württemberg können wieder Förderanträge für Beratungs- und Begleitmaßnahmen zur energetischen Sanierung öffentlicher Gebäude stellen. Das Land reaktiviert dafür den zweiten Teil des Programms Klimaschutz-Plus und ergänzt die bereits laufende Investitionsförderung. mehr...

Energie-Kommune des Jahres: Drei Finalisten stehen fest

[04.02.2026] Greifswald, der Landkreis Regensburg und Schwalmtal stehen im Finale um den Titel „Energie-Kommune des Jahres 2025“. Die Entscheidung fällt am 26. Februar bei einer digitalen Auszeichnungsveranstaltung nach öffentlicher Abstimmung. mehr...

Hamburg: Forschungsgebäude für Energiewende geplant

[03.02.2026] Die Freie und Hansestadt Hamburg plant am Energie-Campus der HAW Hamburg ein neues Forschungsgebäude für die Energiewende. Rund 20 Millionen Euro fließen in Labore, Büros und einen Showroom für Zukunftstechnologien, der 2028 in Betrieb gehen soll. mehr...

Rheinland-Pfalz: Ausbau der Erneuerbaren nimmt zu

[27.01.2026] Der Ausbau der erneuerbaren Energien in Rheinland-Pfalz hat 2025 deutlich zugelegt, insbesondere bei Windenergie-Genehmigungen und Photovoltaik-Zubau. Nach Angaben des Klimaschutzministeriums sieht sich das Land damit auf Kurs in Richtung Klimaneutralität bis 2040. mehr...