Sonntag, 15. März 2026

RheinEnergieDen Wandel mitgestalten

[25.06.2019] Mit neuen Strategien richtet sich RheinEnergie auf die Veränderungen der Energiewirtschaft ein. Mit Erfolg: Umsatz und Gewinn steigen.
RheinEnergie-Vorstandsvorsitzender Dieter Steinkamp sucht Chancen und Möglichkeiten der neuen Energiewelt.

RheinEnergie-Vorstandsvorsitzender Dieter Steinkamp sucht Chancen und Möglichkeiten der neuen Energiewelt.

(Bildquelle: RheinEnergie AG)

Im Rahmen der Jahrespressekonferenz am gestrigen Montag (24. Juni 2019) hat das Kölner Unternehmen RheinEnergie die Geschäftszahlen für das Jahr 2018 vorgestellt. In der RheinEnergie-Gruppe, zu der neben der RheinEnergie AG die wesentlichen Tochtergesellschaften im Kraftwerks-, Netz- und Handelsbereich sowie erneuerbare Energie zählen, ist demnach der konsolidierte Umsatz mit einem Plus von fast 360 Millionen Euro gestiegen – auf 4,33 Milliarden Euro gegenüber 3,97 Milliarden Euro im Jahr zuvor. Hintergrund dieses Anstiegs sei vor allem die Ausweitung der Absatzmengen bei der Energiehandelstochter RheinEnergie Trading. Gewinn steigt um 15 Millionen Euro Der Umsatz der RheinEnergie AG liegt nach Angaben des Unternehmens auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr bei rund 2,38 Milliarden Euro (2017: 2,44 Milliarden Euro). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, das EBITDA für das abgelaufene Geschäftsjahr, betrage 235 Millionen Euro gegenüber 226 Millionen Euro im Jahr 2017. Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) liege im Berichtsjahr bei 185 Millionen Euro, gegenüber 177 Millionen Euro im Vorjahr. Das Ergebnis vor Ertragssteuern belaufe sich für 2018 auf 169 Millionen Euro, gegenüber rund 156 Millionen Euro im Vorjahr. Der Gewinn betrage rund 160 Millionen Euro. Damit liege das Ergebnis rund 15 Millionen Euro über dem vom Vorjahr (145 Millionen Euro). RheinEnergie gestaltet den Wandel Auf der Bilanzpressekonferenz ging RheinEnergie-Chef Dieter Steinkamp auch auf die Veränderungen in der Energiewirtschaft ein. RheinEnergie gestalte diesen Wandel mit. Dazu zählen nach den Worten von Steinkamp unter anderem tiefgreifende Veränderungsprozesse in der Unternehmenskultur, der aktuell modernisierte Markenauftritt sowie neue Produktbündel. „In den letzten Jahren haben wir immer wieder viele Beispiele dafür geliefert, dass wir uns entsprechend mit verändern. Wir suchen dabei stets die Chancen und Möglichkeiten der neuen Energiewelt und nutzen sie im Sinne unserer Kunden“, so der Vorstandsvorsitzende. Steinkamp verwies auf größere strategische Projekte im Wirtschaftsraum Rheinland, an denen gearbeitet werde: Über die gemeinsame Tochter RheinWerke etwa wurde zusammen mit den Stadtwerken Düsseldorf eine Machbarkeitsstudie für Fernwärmepotenziale längs der Rheinschiene zwischen den Städten beauftragt. „In diesem Fall könnten wir perspektivisch das ganze Gebiet zwischen dem Düsseldorfer Süden und dem Kölner Norden mit den Industriestandorten links und rechts des Rheins integrieren. Mit hohen Vorteilen für Versorgungssicherheit, Klimaschutz und Ressourcenschonung. Dabei dürften erstmals auch erneuerbare Techniken durch Industrie-Abwärme für die Wärmebereitstellung eine Rolle spielen“, sagte Steinkamp. Ganzheitliche Quartierskonzepte Auch RheinEnergie-Vertriebsvorstand Achim Südmeier berichtete von dynamischen Veränderungen seines Geschäftsbereichs. RheinEnergie bündele als Energieversorger und Planer bei einer Reihe von ganzheitlichen Quartierskonzepten eine breite Palette mit komplettem Infrastrukturbetrieb über Photovoltaik, E-Mobilität, Mieterabrechnungen, Energiecontrolling und anderem mehr. „Allein in Köln stehen 16 größere Projektentwicklungen in den nächsten Jahren an, mit mehr als 15.000 geplanten neuen Wohneinheiten und dazugehörigen Gewerbeflächen. Die Projektentwicklung dauert natürlich mehrere Jahre. Das Interesse gibt es auch aus dem ganzen Bundesgebiet“, so Südmeier. Im Bereich „Erneuerbare Energie“ gab Südmeier bekannt, dass das hauseigene Investitionsprogramm für Fernwärme, Energieeffizienz und erneuerbare Energie nun um weitere zehn Jahre verlängert werde. Das im Jahr 2007 initiierte Programm werde künftig unter dem Namen „Energie und Klima 2030“ weitergeführt. Es soll Projekte in die Wirtschaftlichkeit bringen, die einen hohen Nutzen für den Klimaschutz haben, aber für sich alleine nicht tragfähig wären. „Mit den eingesetzten Zuschussmitteln lösen wir in aller Regel das Fünffache an Investitionen aus, und somit wird das Programm sehr wirksam“, sagte Südmeier.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Unternehmen
Solarpark der Energieversorgung Mittelrhein (evm) in Görgeshausen mit mehreren Reihen von Photovoltaikmodulen auf einer Wiese.

evm: Nachhaltige Energiegewinnung

[13.03.2026] Die Wind- und Solarparks der Energieversorgung Mittelrhein (evm) haben im vergangenen Jahr mehr als 70 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt. Nun plant das Unternehmen die Errichtung weiterer Anlagen in der Region. mehr...

Stadtwerke Jena Netze: Relaunch der Webseite

[13.03.2026] Die Stadtwerke Jena Netze haben ihre Webseite vollständig überarbeitet und neu strukturiert. Der Relaunch soll Kundinnen und Kunden den Zugang zu Informationen rund um Netzanschlüsse, Photovoltaik, Wärmepumpen und aktuelle Baustellen deutlich erleichtern. mehr...

GISA/TMZ: Fortsetzung der Zusammenarbeit

[12.03.2026] GISA stellt Thüringer Mess- und Zählerwesen Service künftig auch das Management steuerbarer lokaler Systeme (CLS) vollständig als Software-as-a-Service bereit. Mit der Verlängerung ihrer Smart-Metering-Partnerschaft um fünf Jahre bauen beide Unternehmen ihre gemeinsame Plattform für Gateway-Administration und Messdatenmanagement weiter aus. mehr...

VertiGIS: Vorarlberger Energienetze erneuert Geo-Informationssystem

[04.03.2026] Das Unternehmen Vorarlberger Energienetze stellt sein Geo-Informationssystem auf die dritte Generation um und setzt dabei auf Technologie von VertiGIS. Der Wechsel ist wegen des auslaufenden Altsystems bis 2028 zwingend und betrifft Datenqualität, Netzbetrieb und künftige KI-Anwendungen gleichermaßen. mehr...

JUWI: Partnerschaft mit Vestas ausgebaut

[26.02.2026] Mit einer neuen Rahmenvereinbarung wollen zwei Windenergie-Unternehmen ihre Kooperation festigen. Das Ziel besteht darin, künftige Projekte in Deutschland effizienter umzusetzen. Beide Seiten verweisen auf ihre langjährige Zusammenarbeit. mehr...

Stadtwerke Herrenberg/Energie Calw: Gemeinsame Neugründung von Energie Herrenberg

[25.02.2026] Die Stadtwerke Herrenberg gründen gemeinsam mit Energie Calw die Gesellschaft Energie Herrenberg. Mit dem neuen kommunalen Versorger will die Stadt Herrenberg Vertrieb und Energiewende vor Ort neu organisieren und Wertschöpfung in der Region sichern. mehr...

Wuppertaler Stadtwerke: IT-Partnerschaft mit rku․it besiegelt

[23.02.2026] Die Wuppertaler Stadtwerke bauen ihre IT mit der NextGen-Plattform von rku.it aus. Die strategische Partnerschaft soll Prozesse im SAP-Umfeld modernisieren und den kommunalen Versorger langfristig digital absichern. mehr...

dena: 100 vielversprechende Start-ups

[17.02.2026] Die Deutsche Energie-Agentur und die Start Up Energy Transition haben die SET100-Liste 2026 mit den weltweit vielversprechendsten Climate-Tech-Start-ups veröffentlicht. Die Auswahl zeigt, welche Technologien der Energiewende den Sprung aus der Pilotphase schaffen und sich im internationalen Wettbewerb behaupten. mehr...

Bilanz: E.ON steigert Gewinn und Investitionen

[16.02.2026] Der Energiekonzern E.ON hat im Jahr 2025 mehr verdient und mehr investiert. Vor allem das Netzgeschäft wuchs deutlich. Bis 2030 plant das Unternehmen Investitionen von rund 48 Milliarden Euro. mehr...

Hertener Stadtwerke: Zertifizierung erhalten

[16.02.2026] Die Hertener Stadtwerke haben ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 eingeführt und sich zertifizieren lassen. Damit reagieren sie auf gesetzliche Vorgaben für Großverbraucher und wollen vor allem in ihren energieintensiven Bädern systematisch Kosten und CO₂ senken. mehr...

Stadtwerke Schwäbisch Hall: Wechsel zu Wilken

[11.02.2026] Die Stadtwerke Schwäbisch Hall ersetzen ihr bisheriges Abrechnungssystem für Dienstleistungskunden durch eine cloud-native Standardplattform. Mit dem Wechsel zu GY von Wilken beginnt zugleich eine strategische Partnerschaft mit Blick auf neue Markt- und Regulierungsanforderungen. mehr...

Amprion: Hybrider Offshore-Interkonnektor geplant

[28.01.2026] Deutschland und Dänemark wollen ihre Stromnetze in der Nordsee enger verknüpfen und planen einen hybriden Offshore-Interkonnektor zwischen beiden Ländern. Amprion und Energinet sollen das Projekt mit innovativer Gleichstromtechnik auf See umsetzen. mehr...

Stadtwerke Velbert: Beteiligung an rku․it

[22.01.2026] Die Stadtwerke Velbert beteiligen sich an dem Unternehmen rku․it und werden Gesellschafter des IT- und Prozessdienstleisters für die Energiebranche. Beide Seiten wollen damit die strategische Zusammenarbeit vertiefen und die digitale Leistungsfähigkeit der Versorgungswirtschaft stärken. mehr...

Gemeindewerke Budenheim: Umstellung auf Kraftwerk Software

[20.01.2026] Die Gemeindewerke Budenheim stellen ihre IT-Landschaft auf eine einheitliche Plattform von Kraftwerk Software um. Ziel sind weniger Schnittstellen, mehr Automatisierung und der Betrieb zentraler Geschäftsprozesse in der Cloud. mehr...

Stadtwerke Konstanz: Investitionen von 50 Millionen Euro

[16.01.2026] Die Stadtwerke Konstanz wollen dieses Jahr rund 50 Millionen Euro in Infrastruktur und Daseinsvorsorge investieren. Im Fokus stehen der Ausbau der Stromnetze sowie Projekte in Mobilität, Telekommunikation und bei den Tochtergesellschaften. mehr...