Mittwoch, 28. Januar 2026

RheinEnergieDen Wandel mitgestalten

[25.06.2019] Mit neuen Strategien richtet sich RheinEnergie auf die Veränderungen der Energiewirtschaft ein. Mit Erfolg: Umsatz und Gewinn steigen.
RheinEnergie-Vorstandsvorsitzender Dieter Steinkamp sucht Chancen und Möglichkeiten der neuen Energiewelt.

RheinEnergie-Vorstandsvorsitzender Dieter Steinkamp sucht Chancen und Möglichkeiten der neuen Energiewelt.

(Bildquelle: RheinEnergie AG)

Im Rahmen der Jahrespressekonferenz am gestrigen Montag (24. Juni 2019) hat das Kölner Unternehmen RheinEnergie die Geschäftszahlen für das Jahr 2018 vorgestellt. In der RheinEnergie-Gruppe, zu der neben der RheinEnergie AG die wesentlichen Tochtergesellschaften im Kraftwerks-, Netz- und Handelsbereich sowie erneuerbare Energie zählen, ist demnach der konsolidierte Umsatz mit einem Plus von fast 360 Millionen Euro gestiegen – auf 4,33 Milliarden Euro gegenüber 3,97 Milliarden Euro im Jahr zuvor. Hintergrund dieses Anstiegs sei vor allem die Ausweitung der Absatzmengen bei der Energiehandelstochter RheinEnergie Trading. Gewinn steigt um 15 Millionen Euro Der Umsatz der RheinEnergie AG liegt nach Angaben des Unternehmens auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr bei rund 2,38 Milliarden Euro (2017: 2,44 Milliarden Euro). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, das EBITDA für das abgelaufene Geschäftsjahr, betrage 235 Millionen Euro gegenüber 226 Millionen Euro im Jahr 2017. Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) liege im Berichtsjahr bei 185 Millionen Euro, gegenüber 177 Millionen Euro im Vorjahr. Das Ergebnis vor Ertragssteuern belaufe sich für 2018 auf 169 Millionen Euro, gegenüber rund 156 Millionen Euro im Vorjahr. Der Gewinn betrage rund 160 Millionen Euro. Damit liege das Ergebnis rund 15 Millionen Euro über dem vom Vorjahr (145 Millionen Euro). RheinEnergie gestaltet den Wandel Auf der Bilanzpressekonferenz ging RheinEnergie-Chef Dieter Steinkamp auch auf die Veränderungen in der Energiewirtschaft ein. RheinEnergie gestalte diesen Wandel mit. Dazu zählen nach den Worten von Steinkamp unter anderem tiefgreifende Veränderungsprozesse in der Unternehmenskultur, der aktuell modernisierte Markenauftritt sowie neue Produktbündel. „In den letzten Jahren haben wir immer wieder viele Beispiele dafür geliefert, dass wir uns entsprechend mit verändern. Wir suchen dabei stets die Chancen und Möglichkeiten der neuen Energiewelt und nutzen sie im Sinne unserer Kunden“, so der Vorstandsvorsitzende. Steinkamp verwies auf größere strategische Projekte im Wirtschaftsraum Rheinland, an denen gearbeitet werde: Über die gemeinsame Tochter RheinWerke etwa wurde zusammen mit den Stadtwerken Düsseldorf eine Machbarkeitsstudie für Fernwärmepotenziale längs der Rheinschiene zwischen den Städten beauftragt. „In diesem Fall könnten wir perspektivisch das ganze Gebiet zwischen dem Düsseldorfer Süden und dem Kölner Norden mit den Industriestandorten links und rechts des Rheins integrieren. Mit hohen Vorteilen für Versorgungssicherheit, Klimaschutz und Ressourcenschonung. Dabei dürften erstmals auch erneuerbare Techniken durch Industrie-Abwärme für die Wärmebereitstellung eine Rolle spielen“, sagte Steinkamp. Ganzheitliche Quartierskonzepte Auch RheinEnergie-Vertriebsvorstand Achim Südmeier berichtete von dynamischen Veränderungen seines Geschäftsbereichs. RheinEnergie bündele als Energieversorger und Planer bei einer Reihe von ganzheitlichen Quartierskonzepten eine breite Palette mit komplettem Infrastrukturbetrieb über Photovoltaik, E-Mobilität, Mieterabrechnungen, Energiecontrolling und anderem mehr. „Allein in Köln stehen 16 größere Projektentwicklungen in den nächsten Jahren an, mit mehr als 15.000 geplanten neuen Wohneinheiten und dazugehörigen Gewerbeflächen. Die Projektentwicklung dauert natürlich mehrere Jahre. Das Interesse gibt es auch aus dem ganzen Bundesgebiet“, so Südmeier. Im Bereich „Erneuerbare Energie“ gab Südmeier bekannt, dass das hauseigene Investitionsprogramm für Fernwärme, Energieeffizienz und erneuerbare Energie nun um weitere zehn Jahre verlängert werde. Das im Jahr 2007 initiierte Programm werde künftig unter dem Namen „Energie und Klima 2030“ weitergeführt. Es soll Projekte in die Wirtschaftlichkeit bringen, die einen hohen Nutzen für den Klimaschutz haben, aber für sich alleine nicht tragfähig wären. „Mit den eingesetzten Zuschussmitteln lösen wir in aller Regel das Fünffache an Investitionen aus, und somit wird das Programm sehr wirksam“, sagte Südmeier.





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