Donnerstag, 4. Juni 2026

KonstanzGründung von Wärmeverbund

[27.11.2025] Die Stadtwerke Konstanz gründen gemeinsam mit Solarcomplex eine Gesellschaft für den Aufbau eines regenerativen Wärmeverbunds im neuen Stadtteil Hafner. Der Entscheidung des Gemeinderats zufolge soll Wärmeversorgung Hafner Wärmepumpen und eine eigene Photovoltaikanlage bündeln.

Die Stadtwerke Konstanz haben jetzt gemeinsam mit Solarcomplex eine Projektgesellschaft mit dem Namen Wärmeversorgung Hafner gegründet.

(Bildquelle: Stadtwerke Konstanz GmbH)

Im neuen Konstanzer Stadtteil Hafner soll ein zentraler Wärmeverbund entstehen. Wie die Stadtwerke Konstanz berichten, gründen sie dafür gemeinsam mit Solarcomplex eine Projektgesellschaft mit dem Namen Wärmeversorgung Hafner. Das Unternehmen soll Wärmepumpen einsetzen, die Außenluft als Umweltwärme nutzen, und sie über ein rund 5,6 Kilometer langes Netz an etwa 150 Hausübergabestellen verteilen. Vorgesehen ist außerdem eine Freiflächen-Photovoltaikanlage mit 1,3 Megawatt peak zur Direktversorgung der Wärmepumpen.

Die Stadtwerke verweisen darauf, dass Solarcomplex seit Jahren Wärmenetze vor allem in kleineren Gemeinden gebaut hat und damit technisches und organisatorisches Know-how einbringt. Bene Müller, Vorstandsmitglied von Solarcomplex, hebt laut Meldung hervor, dass sein Unternehmen bisher rund 20 Netze realisiert habe und nun erstmals in einer mittelgroßen Stadt tätig werde. Stadtwerke-Geschäftsführer Gordon Appel spricht von einem weiteren Schritt in Richtung Wärmewende und betont die gute Zusammenarbeit in früheren Projekten.

Der Wärmeverbund Hafner ist Teil einer größeren Ausbauplanung: Nach Angaben der Stadtwerke sollen in mehreren Konstanzer Gebieten parallel neue Verbünde entstehen, was einen erheblichen Planungs- und Investitionsbedarf bedeutet. Rund 550 Millionen Euro seien insgesamt nötig, die die Stadtwerke nicht allein stemmen könnten. Deshalb verfolgt das Unternehmen seit vergangenem Jahr die Strategie, für jedes Gebiet Partner zu beteiligen, um Eigenkapital und organisatorische Lasten zu teilen. Für Hafner werden die Investitionskosten für zentrale Versorgung und Photovoltaik im ersten Bauabschnitt auf etwa 17 Millionen Euro geschätzt; bei positivem Verlauf könnte der Bau 2027 beginnen.

Wie die Stadtwerke weiter berichten, hält jeder der beiden Partner 50 Prozent an der neuen Gesellschaft. Die Wärmeversorgung Hafner wird damit direkte Tochter der Stadtwerke und indirekte Beteiligung der Stadt Konstanz. Ein Beirat soll die Gesellschaft überwachen, die Geschäftsführung soll aus zwei von den Gesellschaftern benannten Geschäftsführern bestehen. Parallel zur Vorbereitung des Hafner-Projekts haben die Stadtwerke bereits im Sommer mit Iqony eine weitere Gesellschaft für den Wärmeverbund an der Bodensee-Therme gegründet (wir berichteten).





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