EWEGroßwärmepumpe ist eingetroffen

Die rund 330 Kilowatt starke Großwärmepumpeer wurde per Kran in die Heizzentrale in Oldenburg-Ohmstede eingebracht.
(Bildquelle: Mareike Baudis)
Eine Großwärmepumpe ist an der Heizzentrale des Wärmenetzes im Oldenburger Stadtteil Ohmstede eingetroffen. Wie EWE berichtet, markiert die Anlieferung einen wichtigen Schritt bei der Modernisierung des rund vier Kilometer langen Wärmenetzes, das etwa 160 Gebäude versorgt, darunter Wohnhäuser, ein Seniorenheim und kleinere Gewerbebetriebe.
Das Energieunternehmen investiert rund 2,5 Millionen Euro in den Umbau der Heizzentrale in der Clausewitzstraße. Rund 40 Prozent der Kosten stammen aus der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW). Die Umsetzung erfolgt überwiegend mit regionalen Unternehmen, darunter der Oldenburger Fachbetrieb Eismann.
Kern der neuen Anlage ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit 330 Kilowatt (kW) Leistung bei sieben Grad Celsius. Sie nutzt Umweltwärme und arbeitet mit einem umweltfreundlichen Kältemittel. Geplant sind jährlich 6.500 bis 7.000 Betriebsstunden. Ergänzt wird das System durch einen neuen Wärmespeicher, ein Power-to-Heat-Modul sowie drei vorhandene Blockheizkraftwerke mit zusammen rund 150 kW elektrischer und 300 kW thermischer Leistung. An besonders kalten Tagen kann ein bestehender Erdgaskessel die Wärmeversorgung absichern.
Nach Angaben von EWE steigt der Anteil erneuerbarer Wärme im Netz an der Clausewitzstraße mit der neuen Anlagentechnik von bisher null auf knapp 50 Prozent. Dadurch sollen sich die CO₂-Emissionen der Wärmeversorgung gegenüber dem heutigen Stand etwa halbieren. Langfristig will das Unternehmen die Heizzentrale vollständig auf erneuerbare Energien umstellen.
Die 7,70 Meter lange und 2,50 Meter breite Wärmepumpe wurde per Schwertransport angeliefert und vor der Heizzentrale aufgestellt. In den kommenden Wochen folgen die Einbindung in das Wärmenetz, umfangreiche Funktionstests und die Inbetriebnahme. Diese soll rechtzeitig zum Beginn der nächsten Heizperiode abgeschlossen sein.
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