Dienstag, 3. November 2026

ednaDigitalisierungsschub durch Corona

[24.04.2020] Einen Aufschwung für die Digitalisierung prognostizieren zwei Drittel der im edna Bundesverband Energiemarkt & Kommunikation organisierten IT-Dienstleister. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Bundesverbands zu den Auswirkungen der Corona-Krise.

Mehr als zwei Drittel der im edna Bundesverband Energiemarkt & Kommunikation organisierten IT-Dienstleister erwarten, dass durch die Corona-Krise ein Schub für die Digitalisierung entstehen wird. Zu diesem Ergebnis kommt eine edna-Umfrage. Lediglich vier Unternehmen betrachten diese Tendenz nur als kurzen Hype, berichtet der Bundesverband. Drei Viertel der befragten Unternehmen erwarten zudem einen Aufschwung bei neuen Technologien und Geschäftsmodellen. Die Mehrzahl der IT-Dienstleister in der Energiewirtschaft sehe sich derzeit weiter gut ausgelastet. 62 Prozent der Befragten geben an, dass sie noch keinen durch die Corona-Krise verursachten Umsatzrückgang hinnehmen mussten. 28 Prozent verzeichnen dagegen ein Minus von mehr als zehn Prozent, ein Unternehmen sogar mehr als doppelt soviel.
Nahezu alle Firmen hätten ihre Mitarbeiter, soweit möglich, ins Homeoffice geschickt. Die Kommunikation erfolge seitdem verstärkt über Web-Konferenzen. Bei mindestens zwei Firmen sei Kurzarbeit angeordnet worden und in einem Fall befinde sich das Unternehmen quasi im Notbetrieb, da zahlreiche Mitarbeiter aufgrund von Kontaktsperren oder Kinderbetreuung ausgefallen seien. Dass die Arbeit im Homeoffice nicht ganz ohne Probleme läuft, liege bei jedem vierten an der fehlenden Bandbreite des häuslichen Internets oder an VPN-Problemen. Gerade bei den schlechter bezahlten Jobs wurde die technische Ausstattung als Nadelöhr des Homeoffice identifiziert, informiert edna.
Auch fehlende soziale Kontakte und persönliche Meetings sowie der nicht mehr stattfindende informelle Austausch am Mittagstisch und Kaffeerunden sei als Manko dargestellt worden. Fachlich gesehen werde zudem der persönliche Kontakt beim Erarbeiten von Spezifikationen vermisst, da die notwendige Disziplin bei einer Web-Konferenz nebensächliche Kommentare nicht zulässt, die sonst am Tisch fallen würden. Denn gerade aus diesen nebensächlichen Kommentaren würden sich mitunter brauchbare Ideen entwickeln.





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