LeipzigFlächenkonzept für erneuerbare Energien vorgelegt

Leipzig hat ein Flächenkonzept für erneuerbare Energien erarbeitet.
(Bildquelle: Clara Pfister/Unsplash)
Die Stadt Leipzig hat den Stadtentwicklungsplan Flächenpotenziale für erneuerbare Energien (STEP FEE) auf den Weg gebracht. Wie die Kommune mitteilt, wurden darin Flächen identifiziert und bewertet, auf denen Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien möglichst konfliktarm mit anderen Nutzungen realisiert werden können. Über den STEP FEE entscheidet abschließend der Stadtrat.
Nach Angaben der Stadt kommen rund 672 Hektar und damit etwa zwei Prozent des Leipziger Stadtgebiets potenziell für die Nutzung erneuerbarer Energien infrage. Zusammen mit einem verstärkten Ausbau der Photovoltaik auf Dächern könnten die Potenziale dazu beitragen, im Jahr 2040 rund die Hälfte des prognostizierten gesamtstädtischen Strombedarfs zu decken.
Dachflächen bieten größtes Potenzial
Das größte und zugleich konfliktärmste Potenzial sieht die Stadt bei bestehenden Dachflächen im städtischen Innenbereich. Allerdings sei deren Erschließung aufgrund der vielen kleinteiligen Flächen vergleichsweise langwierig. Zudem seien die direkten Steuerungsmöglichkeiten der Kommune dort gering.
Untersucht wurden auch Flächen außerhalb der geschlossenen Siedlungsbereiche. Freiflächen- und Agri-Photovoltaikanlagen gehören laut STEP FEE zu den flächenintensivsten Technologien. Hier kann die Stadt unter anderem über Bauleitplanverfahren Einfluss auf die Entwicklung nehmen. Betrachtet wurden außerdem Solarcarports auf Großparkplätzen, Anlagen auf Deponien und schwimmende Photovoltaikanlagen. Zu größeren Projekten in Leipzig zählen der geplante Energieberg Seehausen und Solarcarports auf dem Gelände der Neuen Messe.
Wenig Raum für neue Windenergieanlagen
Die im Konzept berücksichtigten Windenergieflächen stammen aus der Teilfortschreibung des Regionalplans Leipzig-Westsachsen und wurden einer vereinfachten Potenzialermittlung der Stadt gegenübergestellt. Wegen der hohen Siedlungsdichte und des Flughafens im Norden schätzt Leipzig das Flächenpotenzial für Windenergie im Stadtgebiet als sehr gering ein. Größere Möglichkeiten sieht die Kommune deshalb im Repowering, also im Austausch älterer Windenergieanlagen gegen leistungsfähigere Anlagen.
Der STEP FEE soll gemeinsam mit der kommunalen Wärmeplanung die Grundlage für die räumliche Ausrichtung der Leipziger Energiewende bilden. In die Erarbeitung waren nach Angaben der Stadt auch Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreter des Stadtrats über zwei Planspiele eingebunden.
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