Freitag, 18. September 2026

Nordrhein-WestfalenTreibhausgasemissionen sinken um vier Prozent

[18.09.2026] Die Treibhausgasemissionen in Nordrhein-Westfalen sind 2025 gegenüber dem Vorjahr um rund vier Prozent zurückgegangen. Nach vorläufigen Zahlen wurden 171,5 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente ausgestoßen. Seit 1990 haben sich die Emissionen damit mehr als halbiert.

Den größten Anteil an den Emissionen hat weiterhin die Energiewirtschaft.

(Bildquelle: 123rf)

Wie das nordrhein-westfälische Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie mitteilt, lagen die Treibhausgasemissionen 2025 um 53 Prozent unter dem Niveau von 1990. Grundlage sind vorläufige Zahlen des Landesamts für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK). Bundesweit betrug der Rückgang im gleichen Zeitraum nach Angaben des Ministeriums 48 Prozent.

Den größten Anteil an den Emissionen hat weiterhin die Energiewirtschaft. In diesem Sektor ging der Treibhausgasausstoß 2025 um sechs Prozent zurück, nachdem bereits 2024 ein Minus von zehn Prozent verzeichnet worden war. Das Ministerium führt die Entwicklung unter anderem auf eine geringere Strom- und Wärmeerzeugung aus Braunkohle und Mineralöl sowie den Ausbau Erneuerbarer Energien, insbesondere der Photovoltaik, zurück.

In der Industrie sanken die Emissionen 2025 um sieben Prozent. Als Ursachen nennt das Ministerium unter anderem Produktionsrückgänge in energieintensiven Branchen, hohe Energiepreise und einen geringeren Einsatz von Steinkohle. Im Verkehrssektor wurde ein Rückgang um zwei Prozent registriert. Dazu hätten ein geringerer Kraftstoff- und Energieverbrauch, Effizienzsteigerungen und die wachsende Zahl von Elektrofahrzeugen beigetragen.

Eine gegenläufige Entwicklung gab es bei privaten Haushalten und Kleinverbrauchern. Ihre Emissionen stiegen 2025 um 3,2 Prozent. Nach Angaben des Ministeriums waren dafür vor allem die gegenüber dem Vorjahr kältere Witterung und der damit verbundene höhere Heizbedarf verantwortlich. In der Landwirtschaft blieben die Emissionen weitgehend konstant.

Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur (Grüne) sieht die Zahlen als Beleg für Fortschritte beim Klimaschutz. Zugleich seien weitere Investitionen notwendig. Das Land habe mit seiner Zukunftsoffensive zwei Milliarden Euro mobilisiert, um Klimaschutz und Klimaanpassung mit der wirtschaftlichen Modernisierung zu verbinden.

Das LANUK erhebt die Treibhausgasemissionen des Landes jährlich. Dabei werden zunächst vorläufige Zahlen für das jeweils vergangene Jahr und verifizierte Daten für das davorliegende Jahr veröffentlicht.





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