Donnerstag, 27. August 2026

Klimaschutz- und Energieagentur NiedersachsenElf Kommunen erhalten Auszeichnung

[27.08.2026] Elf Kommunen sind beim Wettbewerb „Klima kommunal“ 2026 für Projekte zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung ausgezeichnet worden. Darunter finden sich auch Vorhaben mit Bezug zu Energieversorgung, Wärme und kommunalen Liegenschaften.

Die Samtgemeinde Gellersen und die Stadt Lohne haben jetzt die Auszeichnung als „Niedersächsische Klimakommune 2026“ erhalten.

(Bildquelle: Rainer Jensen)

Die Samtgemeinde Gellersen und die Stadt Lohne sind als „Niedersächsische Klimakommune 2026“ ausgezeichnet worden. Wie die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) berichtet, erhielten insgesamt elf Kommunen Preise im Wettbewerb „Klima kommunal“; das niedersächsische Umweltministerium stellte dafür 190.000 Euro bereit.

Gellersen erhielt 30.000 Euro für das Projekt „Bezahlbares Wohnen am Lehmpfad“. Die Stadt Lohne wurde ebenfalls mit 30.000 Euro für die Errichtung eines Bürger-Klimaparks ausgezeichnet. Neben den beiden Hauptpreisen vergab die Jury acht Klimaschutz-Leuchttürme mit jeweils 15.000 Euro Preisgeld sowie einen mit 10.000 Euro dotierten Zukunftspreis.

Für die Energie- und Versorgungswirtschaft dürften insbesondere mehrere der prämierten Projekte interessant sein. Die Gemeinde Bakum wurde für die „Anschlussbündelung kommunaler Liegenschaften“ ausgezeichnet. Die Stadt Osnabrück erhielt einen Leuchtturmpreis für ihr Energie- und Wärmeinformationszentrum. Die Stadt Wolfenbüttel überzeugte mit dem Projekt „Fluxlicon: Teilautarke Kläranlage“.

Weitere Auszeichnungen gingen an den Landkreis Lüneburg für das „Klimaportal für Alle“, die Stadt Braunschweig für ein Projekt zur Anpassung an den Klimawandel, die Stadt Hildesheim für ihre „Sommerhilfe für Menschen ohne Obdach“, die Stadt Jever für ein Klimaschutzprojekt mit Schülerinnen und Schülern sowie die Stadt Papenburg für ihr „Green Team“. Den Zukunftspreis erhielt der Landkreis Stade für das Projekt „Klimaresiliente Radrouten“.

An dem Wettbewerb beteiligten sich nach Angaben der KEAN 56 Kommunen mit insgesamt 85 Projekten. Den Wettbewerb richten das niedersächsische Umweltministerium und die kommunalen Spitzenverbände des Landes seit 2010 alle zwei Jahre aus. Seit 2014 organisiert die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen das Verfahren. Eine neunköpfige Fachjury entschied über die Auszeichnungen.

Niedersachsens Umwelt- und Klimaschutzminister Christian Meyer (Bündnis 90/Die Grünen) würdigte die prämierten Kommunen bei der Preisverleihung im Alten Rathaus in Hannover. Die Projekte zeigten, wie unterschiedlich Kommunen Klimaschutz und die Anpassung an die Folgen des Klimawandels vor Ort angehen könnten, erklärte Meyer.

Jan Arning, Hauptgeschäftsführer des Niedersächsischen Städtetags und Sprecher der Arbeitsgemeinschaft kommunaler Spitzenverbände, betonte den wirtschaftlichen Aspekt kommunaler Klimaanpassung. Investitionen in klimaresiliente Städte und Gemeinden könnten langfristige Schäden vermeiden, die Daseinsvorsorge stärken und die Lebensqualität erhöhen.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Klimaschutz
Photovoltaikanlage auf dem Dach des Stuttgarter Rathauses mit Blick über die Innenstadt. Am Horizont ist der Stuttgarter Fernsehturm erkennbar.
bericht

Stuttgart: Klimaziele nicht erreichbar

[17.08.2026] Stuttgart hat seine Treibhausgasemissionen seit 1990 deutlich reduziert. Für das Ziel, bis 2035 klimaneutral zu werden, reicht das bisherige Tempo jedoch nicht aus. Das geht aus dem neuen Bericht zur Gesamtstädtischen Klimastrategie hervor. Besonders kritisch bewertet die Stadt die Entwicklung im Wärmesektor. mehr...

Energie-Kommune: Tangerhütte setzt auf Erneuerbaren-Mix

[11.08.2026] In Tangerhütte sind bereits Anlagen zur Gewinnung von Strom aus erneuerbaren Energien mit einer Leistung von rund 261 Megawatt installiert. Es sind weitere Wind- und Solarprojekte geplant. Zugleich arbeitet die Stadt an einer nachhaltigen Wärmeversorgung und setzt auf einen großen neuen Batteriespeicher. mehr...

Nürnberg: Maßnahmen zur Klimaneutralität bis 2035 vorgestellt

[05.08.2026] Die Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg baut ihre Eigenenergieerzeugung und Energieeffizienz aus, um bis 2035 klimaneutral zu werden. Ein Sachstandsbericht zeigt, welche technischen Maßnahmen bereits wirken und welche Projekte als Nächstes folgen. mehr...

Westmittelfranken: Vier Kreise legen Energienutzungspläne vor

[03.08.2026] Vier Landkreise in Westmittelfranken haben digitale Energienutzungspläne bis 2040 vorgestellt. Die Analysen zeigen, warum für die Energiewende künftig nicht mehr Jahresbilanzen, sondern das zeitliche Zusammenspiel von Erzeugung, Verbrauch, Netzen und Speichern entscheidend ist. mehr...

bericht

Baden-Württemberg: Klima-Impulse aus dem Süden

[23.07.2026] Vier Kommunen in Baden-Württemberg haben sich auf den Weg gemacht, Klimaneutralität bis 2035 zu erreichen – fünf Jahre früher als vorgeschrieben. Sie verfolgen bewusst unterschiedliche Schwerpunkte. Viele Ansätze lassen sich auf andere Kommunen übertragen. mehr...

Tübingen: Stadt will Klimaschutzprogramm fortsetzen

[23.07.2026] Tübingen hat sein Klimaschutzprogramm bis 2030 fortgeschrieben und den Ausbau der Wärme- und Energie-Infrastruktur bekräftigt. Der Gemeinderat hält trotz schwieriger Rahmenbedingungen am Ziel der Klimaneutralität fest und setzt dabei auf umfangreiche Investitionen von Stadt und Stadtwerken. mehr...

Görlitz: 2030 grenzüberschreitend klimaneutral

[13.07.2026] Görlitz will bis zum Jahr 2030 klimaneutral werden. Daraus ist ein langfristiger Umbau der Energieversorgung, der Stadtentwicklung und der Zusammenarbeit entstanden. Die Stadt arbeitet mit Partnern aus Deutschland und Polen zusammen. Für ihr Engagement wurde die Kommune von der Agentur für Erneuerbare Energien als „Energie-Kommune des Monats Juli 2026” ausgezeichnet. mehr...

Hamburg: CO2-Bilanz vorgelegt

[08.07.2026] Hamburg hat erstmals eine CO2-Schätzbilanz bereits sechs Monate nach Ende des Bilanzjahres vorgelegt. Die vorläufigen Daten zeigen für 2025 einen Anstieg der Emissionen und sollen die Steuerung der Klimapolitik deutlich beschleunigen. mehr...

Bremen: Schornstein macht Platz für Neues

[08.07.2026] Auf dem Kraftwerksgelände der swb im Bremer Hafen beginnt der Rückbau der Schornsteine der ehemaligen Steinkohleblöcke 5 und 6. Mit dem Abriss verschwindet nicht nur das höchste Bauwerk Bremens, sondern es entstehen auch Flächen für den weiteren Umbau des Energiestandorts. mehr...

Konstanz: Neuer Klimaschutzbericht erschienen

[29.06.2026] Der 14. Klimaschutzbericht der Stadt Konstanz verweist auf eine wachsende Lücke zwischen Klimazielen und tatsächlicher Umsetzung. Zugleich nennt der Bericht konkrete Ansätze für schnellere Emissionsminderungen und eine wirksamere Finanzierung des kommunalen Klimaschutzes. mehr...

Energie-Kommune: Bremen will Klimaneutralität bis 2038

[15.06.2026] Bremen möchte seine Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2038 um 95 Prozent im Vergleich zu 1990 reduzieren. So sieht es die Klimaschutzstrategie des Landes vor. Dafür wurde sie jetzt von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) als Energie-Kommune des Monats Juni ausgezeichnet. mehr...

BEEKOMM: Thüringen erhält 1,6 Millionen Euro Förderung

[05.06.2026] Mit dem Projekt BEEKOMM unterstützt Thüringen Kommunen beim schnelleren Ausbau von Windenergie und Freiflächen-Photovoltaik. Bund und Land stellen dafür Fördermittel bereit und finanzieren neue Beratungsangebote, die Planungsprozesse vor Ort beschleunigen sollen. mehr...

Netzwerk Altmühlfranken: Auszeichnung für Energie- und Wärmewendeprojekte erhalten

[03.06.2026] Das kommunale Klimaschutznetzwerk Altmühlfranken ist für seine interkommunale Zusammenarbeit bei Energie- und Wärmewendeprojekten ausgezeichnet worden. In drei Jahren entstanden 38 gemeinsame Konzepte und Projekte, die den Ausbau erneuerbarer Energien in der Region deutlich vorangebracht haben. mehr...

eueco: Neue Leitfadenreihe zur Bürgerbeteiligung veröffentlicht

[28.05.2026] eueco hat eine neue Leitfadenreihe für Bürgerbeteiligung an Projekten mit erneuerbaren Energien veröffentlicht. Hintergrund sind strengere Vorgaben, wachsender Finanzierungsdruck und der steigende Bedarf an standardisierten Beteiligungsmodellen für Kommunen, Stadtwerke und Projektierer. mehr...