BremenSchornstein macht Platz für Neues

Luftbild des swb-Standorts im Bremer Industriehafen.
(Bildquelle: swb AG)
Auf dem Kraftwerksgelände der Stadtwerke Bremen (swb) im Bremer Hafen hat der Rückbau der Schornsteins der ehemaligen Steinkohleblöcke 5 und 6 begonnen. Wie die swb mitteilt, endet damit ein prägendes Kapitel der Bremer Energieversorgung, zugleich sollen Flächen für neue Anlagen einer klimafreundlicheren Energie-Infrastruktur entstehen.
Abgetragen werden der rund 114 Meter hohe Schornstein von Block 5 sowie der mehr als 250 Meter hohe Schornstein von Block 6, der bislang das höchste Bauwerk der Hansestadt ist. Block 5 ging 1968 in Betrieb, Block 6 folgte 1979. Nach den Stilllegungen der beiden Steinkohleblöcke in den Jahren 2016 und 2021 verloren sie ihre Funktion für die Strom- und Wärmeversorgung.
Nach Angaben des Unternehmens laufen seit März 2026 erste Rückbauarbeiten im Inneren der Anlagen. Der Abriss des kleineren Schornsteins begann im Juni 2026 und soll bis Ende 2027 abgeschlossen sein. Am Schornstein von Block 6 werden die Arbeiten voraussichtlich ab November 2026 auch von außen sichtbar. Der Abschluss des gesamten Rückbaus ist für Anfang 2028 vorgesehen.
Die Schornsteine werden über mehrere Monate schrittweise von oben nach unten abgetragen. Dafür kommen Spezialgeräte zum Einsatz, die am oberen Rand der Bauwerke arbeiten und den Rückbau kontrolliert ausführen. Das anfallende Material wird im Inneren der Schornsteine gesammelt und anschließend abtransportiert. Dieses Verfahren soll die Arbeiten präzise ausführen und den laufenden Betrieb am Standort möglichst wenig beeinträchtigen.
Bereits heute trägt das Mittelkalorik-Kraftwerk, eine Müllverbrennungsanlage auf dem Gelände, zur Fernwärmeversorgung im Bremer Westen sowie zur Kreislaufwirtschaft bei. „Die Schornsteine haben das Stadtbild über viele Jahre geprägt. Ihr Rückbau ist ein sichtbares Zeichen dafür, wie sich die Energieversorgung hier vor Ort verändert. Unser Ziel ist es, die Region auch künftig zuverlässig mit Strom und Wärme zu versorgen und den Standort konsequent weiterzuentwickeln“, sagt Alexander Neuhaus, Geschäftsführer von swb Erzeugung.
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