Netzwerk AltmühlfrankenAuszeichnung für Energie- und Wärmewendeprojekte erhalten

Verleihung des AGEEN-Gütesiegels für das kommunale Klimaschutznetzwerk Altmühlfranken im Rahmen der AGEEN-Mitgliederversammlung 2026 in Berlin
v.l.: Moritz Becker, Green Navigation GmbH und 2. Vorstand AGEEN e.V.; Maximilian Schinhammer, IfE; Lena Lämmermann, IfE; Dr. Eberhard von Rottenburg, BDI; Dr. Anna Gruber, FfE und 1. Vorständin AGEEN e.V.
(Bildquelle: AGEEN e.V.)
Verleihung des AGEEN-Gütesiegels für das kommunale Klimaschutznetzwerk Altmühlfranken im Rahmen der AGEEN-Mitgliederversammlung 2026 in Berlin
v.l.: Moritz Becker, Green Navigation GmbH und 2. Vorstand AGEEN e.V.; Maximilian Schinhammer, IfE; Lena Lämmermann, IfE; Dr. Eberhard von Rottenburg, BDI; Dr. Anna Gruber, FfE und 1. Vorständin AGEEN e.V.
(Bildquelle: AGEEN e.V.)
Für seine erfolgreiche Zusammenarbeit im Klimaschutz und bei der Energiewende hat das kommunale Klimaschutznetzwerk Altmühlfranken eine Auszeichnung erhalten. Wie das Institut für Energietechnik (IfE) mitteilt, entwickelten und realisierten 27 Kommunen gemeinsam mit dem Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen zwischen September 2022 und August 2025 zahlreiche Projekte für die kommunale Energie- und Wärmewende.
Im Mittelpunkt standen praxisnahe Vorhaben, der fachliche Austausch sowie regional abgestimmte Strategien. Während der dreijährigen Netzwerklaufzeit entstanden insgesamt 38 Projekte und Konzepte. Zu den Ergebnissen zählen ein interkommunales Konzept zur energetischen Klärschlammverwertung mit 20 beteiligten Partnern, ein gemeinsames Lade-Infrastrukturkonzept von fünf Kommunen sowie Projekte zu Wasserstoff, Seethermie, Wärmeversorgung und Energienetzen. Ziel war es, regionale Lösungen zu entwickeln und parallele Einzelmaßnahmen zu vermeiden.
Nach Angaben des IfE zeigte die Zusammenarbeit auch messbare Auswirkungen beim Ausbau erneuerbarer Energien. Die installierte Leistung stieg während der Netzwerklaufzeit um rund 40 Prozent. Vor allem die Photovoltaik legte deutlich zu. Hinzu kamen weitere Entwicklungen bei Windenergie, Biomasse und Speichersystemen.
Ein zentrales Vorhaben war die gemeinsame Planung der Lade-Infrastruktur durch fünf Kommunen. Das betrachtete Gebiet umfasst rund 164 Quadratkilometer und etwa 15.000 Einwohner. Aufgrund der Lage an der Bundesstraße B2 sowie den Staatsstraßen St 2222 und St 2224 besitzt das Gebiet eine besondere Bedeutung für die regionale Elektromobilität. Die Projektpartner analysierten den Bestand und den künftigen Bedarf, bewerteten potenzielle Standorte, berücksichtigten Verkehrsströme und lokale Besonderheiten und erstellten Prognosen zu Energiebedarf und Ladevorgängen. Daraus entstand ein bedarfsgerechter Ausbaupfad für die künftige Lade-Infrastruktur.
„Die Auszeichnung bestätigt, wie wirkungsvoll interkommunale Zusammenarbeit im Klimaschutz sein kann. Wenn Kommunen gemeinsam planen und Erfahrungen austauschen, entstehen tragfähige Lösungen mit regionalem Mehrwert“, erklärt Markus Weber, Geschäftsführer des Instituts für Energietechnik.
Das Netzwerk Altmühlfranken erhielt das AGEEN-Gütesiegel im Rahmen der AGEEN-Mitgliederversammlung 2026 in Berlin. Die Initiative zeigt nach Einschätzung der Beteiligten, wie regionale Kooperationen die Umsetzung der Energiewende beschleunigen und vorhandene Ressourcen effizienter nutzen können.
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