MünchenGroße Seismik-Kampagne

Startschuss für die große Seismik-Messkampagne im Münchner Umland.
v.l.: Dr. Philipp Schramek, Leiter der 29++ Klima.Energie.Initiative. im Landkreis München; Projektleiter Dr. Kai Zosseder von der TU München; Dr. Karin Thelen, SWM Geschäftsführerin Regionale Energiewende; Linus Diergarten, Geschäftsführer Energie-Wende-Garching; Christian Nolte, 2. Bürgermeister der Stadt Garching
(Bildquelle: SWM)
Startschuss für die große Seismik-Messkampagne im Münchner Umland.
v.l.: Dr. Philipp Schramek, Leiter der 29++ Klima.Energie.Initiative. im Landkreis München; Projektleiter Dr. Kai Zosseder von der TU München; Dr. Karin Thelen, SWM Geschäftsführerin Regionale Energiewende; Linus Diergarten, Geschäftsführer Energie-Wende-Garching; Christian Nolte, 2. Bürgermeister der Stadt Garching
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Das Forschungsprojekt GIGA-M (Großräumige Integrierte Gesamt-Analyse des tiefengeothermischen Potentials und seiner synergetischen Nutzung im Großraum München) startet die bislang umfassendste seismische Untersuchung zur Erkundung von Geothermiepotenzialen in Deutschland. Beteiligt sind Kommunen, Wissenschaftseinrichtungen, Energieversorger wie die Stadtwerke München und weitere Partner.
Geophone zeichnen Signale auf
Für die Messungen kommen sogenannte Vibrotrucks zum Einsatz. Die Spezialfahrzeuge erzeugen kontrollierte Schwingungen, die in den Untergrund geleitet werden. Tausende Messgeräte, sogenannte Geophone, zeichnen die von den Gesteinsschichten reflektierten Signale auf. Aus den Daten entsteht ein hochauflösendes dreidimensionales Modell des Untergrunds, das laut GIGA-M mit einem Ultraschallbild der Erde vergleichbar ist. Die Methode werde weltweit seit vielen Jahren zur Erkundung des Untergrunds genutzt. Ein flächendeckender Einsatz in dieser Größenordnung erfolge in Deutschland jedoch erstmals.
Leichtes Vibrieren
Nach Angaben des Projekts dauern die Arbeiten an jedem Messpunkt nur wenige Minuten. Für Anwohnerinnen und Anwohner seien die Schwingungen meist lediglich als leichtes Vibrieren wahrnehmbar, vergleichbar mit einem vorbeifahrenden Zug oder einem Schwertransport. Die Schwingungen lägen innerhalb festgelegter Sicherheitsgrenzwerte und würden kontinuierlich überwacht. Fachkräfte begleiteten die Arbeiten vor Ort und bezögen auch bestehende Infrastruktur wie Gebäude und Leitungen in Planung und Überwachung ein.
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