BadenovaVorbereitung von Tiefbohrungen

Besichtigung einer Tiefbohranlage auf dem Werksgelände von Herrenknecht.
v.l.: Klaus Preiser, Geschäftsführer Badenova Wärmeplus; Ulrich Hahne, Geschäftsführer Herrenknecht Vertical; Hans-Martin Hellebrand, CEO Badenova; Michael Sprang, Herrenknecht-CFO; Dirk Sattur, Badenova Vorstand
(Bildquelle: Badenova AG & Co. KG)
Besichtigung einer Tiefbohranlage auf dem Werksgelände von Herrenknecht.
v.l.: Klaus Preiser, Geschäftsführer Badenova Wärmeplus; Ulrich Hahne, Geschäftsführer Herrenknecht Vertical; Hans-Martin Hellebrand, CEO Badenova; Michael Sprang, Herrenknecht-CFO; Dirk Sattur, Badenova Vorstand
(Bildquelle: Badenova AG & Co. KG)
Mit der Genehmigung des Hauptbetriebsplans für das Geothermieprojekt Erdwärme Breisgau kann die Vorbereitung der Tiefbohrungen beginnen. Wie Badenova berichtet, hat das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) den Hauptbetriebsplan genehmigt. Gleichzeitig stimmte der Aufsichtsrat des Energieversorgers der Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Herrenknecht als gleichberechtigtem Partner zu. Damit sind sowohl die bergrechtlichen als auch die organisatorischen Voraussetzungen für die nächste Projektphase erfüllt.
Die Genehmigung erlaubt die Einrichtung des Bohrplatzes sowie die anschließenden Bohrarbeiten. Dem Verfahren ging eine umfassende Prüfung durch das LGRB voraus. Dabei beteiligte die Behörde betroffene Kommunen, Fachbehörden und weitere Träger öffentlicher Belange.
Badenova und Herrenknecht halten künftig jeweils 50 Prozent der Anteile an der Projektgesellschaft Erdwärme Breisgau. Herrenknecht bringt nach Unternehmensangaben seine Erfahrung aus Tiefbohr- und Infrastrukturprojekten ein, Badenova übernimmt seine Rolle als Wärmeversorger und Betreiber von Fernwärmenetzen. Gemeinsam investieren beide Unternehmen rund 60 Millionen Euro in die Erschließung des geothermischen Reservoirs und den Bau eines Heizwerks.
Ab Herbst sollen auf dem Gelände nahe der A5 beim Rastplatz Hardt bei Hartheim die vorbereitenden Arbeiten beginnen. Geplant sind Erdarbeiten, die Einrichtung von Arbeits- und Lagerflächen sowie der Aufbau der Baustelleninfrastruktur. Für einen begrenzten Zeitraum werden Sondertransporte den Bohrplatz direkt über die Autobahn anfahren. Die Verkehrsführung soll die Belastungen für die umliegenden Gemeinden möglichst gering halten.
Die eigentlichen Bohrarbeiten sind für die zweite Hälfte des Jahres 2027 vorgesehen. Während dieser Phase will die Projektgesellschaft Führungen anbieten, damit sich interessierte Bürgerinnen und Bürger vor Ort über das Vorhaben informieren können.
Das Projekt soll Wärme aus einem etwa 3.200 Meter tiefen Heißwasservorkommen unter der Gemarkung Hartheim erschließen. Das geförderte Thermalwasser gibt seine Wärme an der Oberfläche über Wärmetauscher ab und wird anschließend wieder in das gleiche Gesteinsreservoir zurückgeleitet. Erst die Bohrungen werden zeigen, welche Temperaturen und Fördermengen das Reservoir tatsächlich liefert. Auf dieser Grundlage soll entschieden werden, ob die geologischen Voraussetzungen für einen wirtschaftlichen Betrieb und den weiteren Ausbau des Projekts erfüllt sind.
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