Freitag, 9. Oktober 2026

WaldalgesheimSolarthermie ergänzt Nahwärmenetz

[22.09.2026] Waldalgesheim erweitert sein seit mehr als 20 Jahren bestehendes Nahwärmenetz um eine Solarthermieanlage. Sie soll künftig rund 26 Prozent des jährlichen Wärmebedarfs decken und den Verbrauch von Holzhackschnitzeln reduzieren.

Die neue Solarthermie-Freiflächenanlage des Nahwärmenetzes Waldalgesheim.

(Bildquelle: Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz)

Eine neue Solarthermie-Freiflächenanlage soll künftig rund 26 Prozent des jährlichen Wärmebedarfs des Nahwärmenetzes in Waldalgesheim (Landkreis Mainz-Bingen) decken. Die EnergieDienstleistungsGesellschaft Rheinhessen-Nahe (EDG) investiert 2,2 Millionen Euro in die Anlage und ergänzt damit die bestehende Wärmeversorgung auf Basis von Holzhackschnitzeln. Das berichtet die Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz.

Die neue Solarthermieanlage in Waldalgesheim verfügt über fast 2.000 Quadratmeter Kollektorfläche und 144 Vakuumröhrenkollektoren. Nach Angaben der EDG soll sie jährlich rund 950 Megawattstunden Wärme erzeugen. Ein Pufferspeicher mit einem Volumen von 60 Kubikmetern nimmt die erzeugte Wärme auf und bindet sie bedarfsgerecht in das bestehende Nahwärmenetz ein. Das Netz versorgt seit 2003 zwei Wohngebiete sowie kommunale Einrichtungen wie Keltenhalle, Kindertagesstätte und Bauhof. Hauptenergieträger sind bislang Holzhackschnitzel. Durch die Solarthermie soll insbesondere in den Sommer- und Übergangsmonaten weniger Biomasse benötigt werden.

Bereits 2022 hatte die EDG die Heizzentrale für 1,1 Millionen Euro saniert. Dabei wurde unter anderem ein Holzhackschnitzelkessel mit 700 Kilowatt thermischer Leistung installiert. Hinzu kam ein Blockheizkraftwerk mit 20 Kilowatt elektrischer und 44 Kilowatt thermischer Leistung. Die Einbindung der nun errichteten Solarthermieanlage wurde nach Angaben des Unternehmens damals bereits hydraulisch vorbereitet. Insgesamt hat die EDG nach eigenen Angaben 3,3 Millionen Euro in die Weiterentwicklung der Nahwärmeversorgung investiert. Ziel sei es, bestehende Infrastruktur weiter zu nutzen und den Brennstoffeinsatz durch die Kombination von Biomasse und Solarthermie zu reduzieren.





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