Donnerstag, 15. Oktober 2026

Stadtwerke HusumTiefengeothermie für Wärmeversorgung

[02.06.2026] Die Stadtwerke Husum lassen die Möglichkeiten für eine Nutzung von Tiefengeothermie untersuchen. Eine Machbarkeitsstudie soll klären, ob und wo Bohrungen möglich sind und unter welchen Voraussetzungen sich das Vorhaben umsetzen lässt.

Die Stadtwerke Husum haben eine Machbarkeitsstudie zur Tiefengeothermie in Auftrag gegeben. Wie das Unternehmen mitteilt, soll die Studie untersuchen, ob Tiefengeothermie künftig zur Wärmeversorgung in Husum und Umgebung beitragen kann. Mit der Erstellung wurde die DMT aus Essen beauftragt, eine Tochter des TÜV. Nach Angaben der Stadtwerke wird die Studie mehrere Monate dauern. Die Ergebnisse sollen voraussichtlich Ende des Jahres vorliegen. Seit Ende 2023 arbeitet das Unternehmen an dem Projekt.

Thermalwasser im Untergrund

Grundlage für die aktuelle Untersuchung ist eine Vorstudie aus dem Jahr 2024. Diese habe ergeben, dass in einer Tiefe von rund 2.000 bis 2.500 Metern mit hoher Wahrscheinlichkeit Thermalwasser mit Temperaturen von etwa 60 bis 75 Grad Celsius vorhanden sei. Die Machbarkeitsstudie soll nun klären, ob und an welchen Standorten Bohrungen möglich sind. Finanziert wird die Studie laut Stadtwerken mit Fördermitteln aus dem kommunalen Wärmefonds des schleswig-holsteinischen Ministeriums für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur.

Seismik-Untersuchung bei positivem Befund

Darüber hinaus untersucht die Studie mögliche Bohrstandorte sowie die Anbindung an bestehende oder geplante Wärmenetze. Auch Wirtschaftlichkeit, Risiken und Umweltaspekte werden nach Angaben der Stadtwerke betrachtet. Projektleiter Matthias Forthmann erläuterte die weiteren Schritte im Falle eines positiven Ergebnisses: „Wenn die Studie positiv ausfällt, finden im nächsten Schritt weitere seismische Untersuchungen statt und der Genehmigungsprozess einer Probebohrung startet, zusammen mit den verantwortlichen Behörden. Zunächst müssen jedoch wirtschaftliche Aspekte bedacht werden: zum Beispiel das Einwerben von weiteren Fördergeldern für die Probebohrung.“





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