Mittwoch, 15. Juli 2026

HeidelbergEnergieverbrauch deutlich gesenkt

[15.07.2026] Die kommunalen Gebäude der Stadt Heidelberg haben ihren Energieverbrauch seit 1993 um rund 67 Prozent reduziert. Nach Angaben der Stadt gingen auch die betriebsbedingten CO₂-Emissionen im Jahr 2024 weiter zurück.
Blick von der Terrasse des Heidelberger Schlosses auf die Altstadt bei Sonnenuntergang. Im Vordergrund sind die historische Schlossmauer, eine Balustrade und ein Turm mit geschwungener Haube zu sehen. Im Hintergrund erstrecken sich die Dächer der Altstadt, der Neckar mit der Alten Brücke sowie bewaldete Hänge im warmen Abendlicht.

Die Stadt Heidelberg will die Energieversorgung der städtischen Gebäude bis 2030 weitgehend klimaneutral machen.

(Bildquelle: Tobias Schwerdt / Heidelberg Marketing GmbH)

Die Stadt Heidelberg hat den Energie- und CO₂-Bericht 2024 für ihre kommunalen Gebäude vorgestellt. Wie die Stadt mitteilt, sank der Energieverbrauch des Gebäudebestands seit 1993 von 124 Millionen auf 41,1 Millionen Kilowattstunden. Dies entspreche einer Einsparung von rund 67 Prozent. Erstmals wurden im Bericht die CO₂-Emissionen des Energieverbrauchs für jedes Gebäude einzeln bilanziert. Im Jahr 2024 verursachten die kommunalen Gebäude nach Angaben der Stadt 7.326 Tonnen CO₂. Gegenüber dem Vorjahr seien die betriebsbedingten Emissionen um neun Prozent gesunken. Als Gründe für die Entwicklung nennt die Stadt ein konsequentes Energiemanagement sowie kontinuierliche Investitionen in die Energieeffizienz der Gebäude. 

Anschluss an das Fernwärmenetz

Um den Gebäudebestand schrittweise klimaneutral zu betreiben, setzt Heidelberg nach eigenen Angaben auf mehrere Maßnahmen. Im Ausbaugebiet sollen kommunale Gebäude bevorzugt an das Fernwärmenetz angeschlossen werden. Nach Angaben der Stadt werden bereits heute mehr als 50 Prozent der Heidelberger Fernwärme emissionsfrei erzeugt. In Bereichen ohne Fernwärmeanschluss soll die Wärmeversorgung schrittweise auf Wärmepumpen umgestellt werden.

Ausbau erneuerbarer Energien

Darüber hinaus setzt die Stadt auf den Ausbau von Windenergie und Photovoltaik sowie auf hohe energetische Standards bei Neubauten und Sanierungen. Dazu gehören unter anderem moderne Dämmung, intelligente Steuerungstechnik und erneuerbare Energien auf den Dächern. Nach Angaben der Stadt trägt der geringere Energieverbrauch dazu bei, Treibhausgasemissionen und Betriebskosten zu senken. Gleichzeitig verbesserten energetische Sanierungen die Qualität der städtischen Gebäude, darunter Schulen, Kindertagesstätten, Sporthallen und Verwaltungsgebäude.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Energieeffizienz

Bremen: Weserpromenande mit LED-Beleuchtung ausgestattet

[06.07.2026] Die neue Weserpromenade in Bremen-Blumenthal erhält eine energieeffiziente LED-Beleuchtung mit 30 modernen Straßenleuchten. Das Projekt verbindet Stadtentwicklung mit nachhaltiger Infrastruktur und zeigt, wie Beleuchtung Sicherheit, Aufenthaltsqualität und Umweltschutz zugleich fördern kann. mehr...

bericht

Energiemanagement: Cyber-Sicherheit beginnt im Haus

[04.06.2026] PV-Anlage, Batteriespeicher, Wärmepumpe und Wallbox kommunizieren über digitale Schnittstellen miteinander und mit der Außenwelt. Heim-Energiemanagementsysteme fungieren dabei als zentrale Schaltstelle. Doch mit der Vernetzung steigt auch die Angriffsfläche. mehr...

IfE: Whitepaper zum Energiemanagement veröffentlicht

[22.05.2026] Das Institut für Energietechnik hat ein neues Whitepaper zum kommunalen Energiemanagement veröffentlicht. Der Leitfaden soll Städten und Gemeinden helfen, Energieverbräuche systematisch zu steuern und Klimaschutzmaßnahmen trotz knapper Ressourcen dauerhaft umzusetzen. mehr...

Karlsbad: Neues Energieversorgungssystem für Schule

[21.05.2026] Die Ludwig-Guttmann-Schule in Karlsbad erhält eine regenerative Wärme- und Kälteversorgung mit Wärmepumpen, Erdsonden und großer Photovoltaikanlage. Das vom Bundesumweltministerium geförderte Modellprojekt soll den CO₂-Ausstoß um 95 Prozent senken und zeigt, wie energieintensive Schulgebäude klimaneutral betrieben werden können. mehr...

ewo: Beteiligung am Projekt Main-Light

[20.05.2026] ewo beteiligt sich am Projekt Main-Light für die World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 und liefert die Licht- und Steuerungstechnik für eine autarke, solarbetriebene Außenbeleuchtung. Die Installation soll in Frankfurt zeigen, wie sich energieeffiziente Beleuchtung, Sensorik und insektenfreundliches Licht für öffentliche Räume kombinieren lassen. mehr...

dena: Leitfäden zu seriellen Sanierungen veröffentlicht

[19.03.2026] Das dena-Kompetenzzentrum Serielles Sanieren veröffentlicht neue Leitfäden für die Planung serieller Sanierungen. Sie bündeln Praxiswissen von der Bestandsaufnahme bis zur Kreislauffähigkeit und sollen Projekte effizienter und sicherer machen. mehr...

Münster: Sanierungskonzept für Quartier geplant

[17.03.2026] Die Stadt Münster entwickelt für den Bezirk Kinderhaus West ein energetisches Sanierungskonzept auf Quartiersebene. Eine Förderung der KfW in Höhe von 193.000 Euro soll helfen, gemeinsame Lösungen für Wärmeversorgung, Gebäudesanierung und Klimaanpassung zu identifizieren. mehr...

Agentur für Erneuerbare Energien: Projekt zur Abwärmenutzung

[16.02.2026] Das Projekt ON_Site erfasst systematisch das Abwärmepotenzial von Rechenzentren und Elektrolyseuren. Das Borderstep Institut und die Agentur für Erneuerbare Energien wollen damit Standortentscheidungen in der Energie- und Digitalinfrastruktur neu ausrichten. mehr...

Essen: Modernisierung der Straßenbeleuchtung

[06.02.2026] Essen modernisiert ihre Straßenbeleuchtung und hat 1.394 Laternen auf LED-Technik umgestellt. Die Maßnahme senkt den Energieverbrauch deutlich und ist Teil eines umfassenden städtischen Umrüstungsprogramms. mehr...

Ahlerstedt: Batteriespeicher in Betrieb genommen

[30.01.2026] Terra One hat im niedersächsischen Ahlerstedt einen Batteriespeicher mit 15 MW Leistung und 30 MWh Kapazität in Betrieb genommen. Die Anlage soll Überschüsse aus Wind- und Solarstrom aufnehmen und zur Stabilisierung des regionalen Stromnetzes beitragen. mehr...

dena: Gebäudereport 2026 erschienen

[29.01.2026] Der dena-Gebäudereport 2026 zeigt: Der Gebäudesektor verfehlt weiterhin seine Klimaziele, bietet zugleich aber erhebliche Markt- und Beschäftigungschancen. Vor allem energetische Sanierungen, Speicherlösungen und der Ausbau der Wärmepumpen gelten als zentrale Hebel für Klimaschutz und Konjunktur. mehr...

Mannheim: Aktualisierung thermografischer Energiedaten

[29.01.2026] MVV aktualisiert in Mannheim-Sandhofen die thermografischen Energiedaten des Gebäudebestands. Die neuen Aufnahmen sollen die kommunale Wärmeplanung unterstützen und Eigentümern Hinweise auf energetische Schwachstellen liefern. mehr...

Kreis Viersen: Kom.EMS-Zertifikat erhalten

[27.01.2026] Der Kreis Viersen ist als erster Kreis in Nordrhein-Westfalen nach dem Standard des Kommunalen Energiemanagement-Systems Kom.EMS zertifiziert worden. Das digitale System soll der Energieverbrauch senken, Kosten reduzieren und den Klimaschutz in öffentlichen Gebäuden effizienter machen. mehr...

Bonn: Projektstart zu Echtzeit-Energiecontrolling

[20.01.2026] Bonn testet erstmals ein Echtzeit-Energiecontrolling für ausgewählte kommunale Gebäude. Das Pilotprojekt soll Verbrauchsdaten kontinuierlich erfassen, Einsparpotenziale sichtbar machen und die Grundlage für weitere Investitionen liefern. mehr...