ewoBeteiligung am Projekt Main-Light

Das Pilotprojekt läuft von Mai bis Oktober 2026 an der Weseler Werft in Frankfurt.
(Bildquelle: Nikolai Benner)
Mit Main-Light entsteht in Frankfurt am Main ein netzunabhängiges Beleuchtungssystem für den öffentlichen Raum, das Solarenergie, Sensorik und adaptive Lichtsteuerung kombiniert. Wie ewo berichtet, unterstützt das Unternehmen das Projekt der Münchner Designer Tobias Trübenbacher und Andreas Lang als Entwicklungspartner für Licht- und Steuerungstechnik im Rahmen der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026.
Das Pilotprojekt läuft von Mai bis Oktober 2026 an der Weseler Werft in Frankfurt. Ziel ist es, öffentliche Räume wie Wege, Plätze oder Radinfrastrukturen ohne klassische Kabelinfrastruktur zu beleuchten und zugleich Energieverbrauch sowie Lichtemissionen zu reduzieren. Die Anlage arbeitet vollständig autark. Transparente, farbig bedruckte Solarfolien des Herstellers ASCA erzeugen tagsüber Strom, der lokal gespeichert und nachts für die Beleuchtung genutzt wird.
Aktivierung nur bei tatsächlicher Raumnutzung
Die Lichtsteuerung reagiert auf tatsächliche Nutzung des Raums. Sensoren aktivieren die Beleuchtung nur dort, wo sich Menschen aufhalten. Im Ruhezustand dimmt das System auf ein Minimum herunter, um Orientierung zu ermöglichen und zugleich Energie zu sparen. Dadurch sollen auch unerwünschte Auswirkungen auf Tiere und Umwelt sinken. Tagsüber dienen die Solarfolien zusätzlich als gestalterisches Element: Sie werfen farbige Lichtmuster auf den Boden und schaffen beschattete Aufenthaltsbereiche.
Für die Beleuchtung nutzt ewo die Leuchtenfamilie Chameleon, die vom Designstudio Geckeler Michels entwickelt wurde. Die Serie bietet unterschiedliche Lichtverteilungen, um Fußwege, Radwege, Straßen oder größere Plätze gezielt auszuleuchten. Full-Cut-Off-Optiken lenken das Licht ausschließlich nach unten und vermeiden Streulicht in Richtung Gebäude oder Nachthimmel. Zudem reduziert das System kurzwellige Blauanteile im Licht, die nachtaktive Insekten und biologische Rhythmen beeinträchtigen können.
Licht unterscheidet zwischen Mensch und Tier
Die Steuerung arbeitet mit Infrarotsensorik und unterscheidet laut Unternehmen zwischen Menschen und Tieren. Licht wird dadurch nur dann aktiviert, wenn es einen konkreten Nutzen für die Nutzung des öffentlichen Raums gibt. Diese hohe Effizienz gilt als zentrale Voraussetzung für den zuverlässigen Betrieb des netzunabhängigen Systems.
„Es ist uns sehr wichtig, die eingesetzte Technologie nicht zu verstecken, sondern das Gegenteil zu machen, sie bunt zu machen, laut zu machen, in den Vordergrund zu rücken und durch unsere Gestaltung zu feiern“, sagt Designer Andreas Lang.
Main-Light knüpft an das frühere Projekt Papilio an, eine windkraftbetriebene Straßenleuchte, die Tobias Trübenbacher im Rahmen seiner Bachelorarbeit entwickelt hatte. Auch dort war ewo Technologiepartner. Nach Angaben der Beteiligten soll Main-Light nach dem Pilotbetrieb als Modellprojekt weiterentwickelt werden. Begleitend zur Installation sind Workshops, Vorträge und Diskussionen zu Licht, Energie und nachhaltiger Stadtentwicklung geplant.
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