MannheimAktualisierung thermografischer Energiedaten

Das Infrarotbild zeigt die Wärmeabstrahlungen auf Gebäudeoberflächen. Rote Stelle weisen auf einen Wärmeverlust durch undichte Stellen hin, grüne Stellen zeigen, wo die Wärme gut isoliert ist.
(Bildquelle: MVV)
In Mannheim-Sandhofen startet in Kürze eine erneute thermografische Erfassung des Gebäudebestands, um die Energiedaten des Stadtteils zu aktualisieren. Wie MVV Energie mitteilt, wurden die entsprechenden Daten zuletzt vor fünf Jahren erhoben und sollen nun im Rahmen des Innovationsprojekts CLIMAP auf den neuesten Stand gebracht werden. Ziel ist es, eine belastbare Grundlage für die Analyse der Wärmeverteilung zu schaffen und gleichzeitig Hauseigentümern verwertbare Informationen zur energetischen Optimierung ihrer Gebäude bereitzustellen.
Nach Angaben von MVV hat sich seit der letzten Erhebung sowohl der Gebäudebestand als auch das Beratungsangebot von CLIMAP weiterentwickelt. Für die Planung der künftigen Wärmeversorgung sei deshalb eine aktuelle und präzise Datenbasis erforderlich. Die neuen Messungen sollen diese Lücke schließen und die kommunale Wärmeplanung unterstützen.
Für die Datenerhebung setzt das Unternehmen auf ein kombiniertes Verfahren aus Luft- und Bodenmessungen. Ein Spezialflugzeug erstellt nachts bei geeigneten Wetterbedingungen großflächige Wärmebildaufnahmen aus der Luft. Diese Aufnahmen dienen vor allem der Analyse von Dachflächen und der Identifikation von Wärmeverlusten. Ergänzend befährt ein speziell ausgerüstetes Messfahrzeug die Straßen des Stadtteils und erfasst mit Thermografiekameras die Fassaden der Gebäude.
Der Zeitplan für die Einsätze hängt laut MVV stark von der Witterung ab. Verlässliche Wärmebilder erfordern kalte und trockene Winternächte. Da diese Bedingungen kurzfristig auftreten, werden die nächtlichen Messflüge und Befahrungen flexibel und wetterabhängig angesetzt.
Die aktualisierten Daten sollen auch privaten Eigentümern zugutekommen. Wie MVV berichtet, erstellt CLIMAP auf Basis der Aufnahmen individuelle Energieberichte. Diese bewerten den energetischen Zustand der Gebäude mithilfe einer Ampellogik und zeigen Schwachstellen an der Gebäudehülle auf. Die Berichte sollen eine objektive Grundlage für mögliche Sanierungsmaßnahmen bieten und ab April 2026 über das CLIMAP-Portal abrufbar sein.
Zum Thema Datenschutz erklärt das Unternehmen, dass die eingesetzten Kameras ausschließlich die Oberflächentemperatur der Gebäudehüllen messen. Personen, Innenräume oder andere sensible Details würden nicht erfasst. Auch in der späteren Wärmelandkarte sollen weder Personen noch Kfz-Kennzeichen erkennbar sein. Eigentümer, die keine Darstellung ihrer Immobilie wünschen oder Fragen zum Verfahren haben, können sich laut MVV per E-Mail an info@climap.de wenden.
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