Dienstag, 26. Mai 2026

OberpfalzKommunales Klimaschutz-Netzwerk gegründet

[26.05.2026] In der Oberpfalz hat ein kommunales Klimaschutz-Netzwerk für den Ausbau erneuerbarer Energien seine Arbeit aufgenommen. Das auf drei Jahre angelegte Projekt soll Städte und Gemeinden bei Speichertechnik, Netzausbau und Finanzierungsmodellen enger zusammenbringen.

Das Kommunale Klimaschutz-Netzwerk für den Ausbau Erneuerbarer Energien wurde vergangene Woche offiziell vorgestellt.

(Bildquelle: Julia Rauch/Markt Hahnbach)

Mehrere Kommunen in der Oberpfalz bündeln ihre Arbeit an der Energiewende künftig in einem gemeinsamen Klimaschutz-Netzwerk. Wie das Institut für Energietechnik (IfE) mitteilt, soll das neue Netzwerk den Ausbau erneuerbarer Energien koordinieren und den fachlichen Austausch zwischen Städten und Gemeinden stärken.

Das Kommunale Klimaschutz-Netzwerk für den Ausbau Erneuerbarer Energien wurde vergangene Woche offiziell vorgestellt. Das Gründungstreffen hatte bereits Mitte Aprill in Sulzbach-Rosenberg stattgefunden. Gastgeber waren die Stadt Sulzbach-Rosenberg, der Markt Hahnbach als Verbundkoordinator sowie das Institut für Energietechnik , das das Netzwerk fachlich begleitet und moderiert.

Die beteiligten Kommunen hatten den Aufbau des Netzwerks bereits 2024 angestoßen. Hintergrund sind die wachsenden Anforderungen der energetischen Transformation auf kommunaler Ebene. Im Mittelpunkt stehen Themen wie der Ausbau erneuerbarer Energien, Batteriespeicher, die Weiterentwicklung der Energienetze sowie kommunale Klimaschutzstrategien.

Das Netzwerk arbeitet im Rahmen eines Förderprogramms und ist zunächst auf drei Jahre angelegt. Geplant sind vier Netzwerktreffen pro Jahr. Ergänzend sollen Fachvorträge und Praxisbeispiele konkrete Lösungsansätze vermitteln. Die Kommunen erhalten zudem laufende Unterstützung durch das IfE.

Inhaltlich konzentriert sich das Netzwerk auf interkommunale Finanzierungs- und Beteiligungsmodelle sowie auf die Sektorenkopplung von Strom-, Gas- und Mobilitätsinfrastruktur. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der stärkeren Vernetzung regionaler Akteure, um wirtschaftlich tragfähige Lösungen gemeinsam zu entwickeln.

„Die Energiewende findet maßgeblich auf kommunaler Ebene statt. Gleichzeitig stehen viele Kommunen vor ähnlichen Fragestellungen, die sie effizienter im Austausch miteinander bearbeiten können“, erklärt Tobias Berg vom Institut für Energietechnik. Das Netzwerk solle dafür einen strukturierten Rahmen schaffen und den Wissenstransfer zwischen den Kommunen erleichtern.

Ziel der Initiative ist es, Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Senkung von Treibhausgasemissionen schneller umzusetzen. Gleichzeitig wollen die Beteiligten langfristige Kooperationen innerhalb der Region aufbauen.





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