BiomethanVerbände fordern bessere Rahmenbedingungen

Biogasanlage: Investoren benötigen Anschlussgarantien von mindestens 20 Jahren.
(Bildquelle: Fachverband Biogas)
Biomethan soll nach Vorstellungen des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW) und des Fachverbands Biogas (FvB) künftig einen deutlich größeren Beitrag zur Energieversorgung leisten. Wie die Verbände mitteilen, haben sie dazu ein gemeinsames Positionspapier vorgelegt. Darin sprechen sie sich insbesondere für einen verlässlichen Rechtsrahmen und eine regional differenzierte Betrachtung der Biomethanpotenziale aus.
Zwei Prozent des Gasverbrauchs
Nach Angaben von DVGW und FvB wurden im Jahr 2025 in Deutschland 16,3 Terawattstunden (TWh) Biomethan verbraucht. Dies entspreche rund zwei Prozent des gesamten Gasverbrauchs von 864 TWh. Die Verbände beziffern die nutzbaren Potenziale aus heimischen Einsatzstoffen auf 110 bis 150 TWh jährlich. Einsatzmöglichkeiten sehen DVGW und FvB unter anderem im Wärmemarkt, in der Industrie, im Verkehr sowie in der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und zur Abdeckung von Spitzenlasten in der Stromversorgung. Als Vorteil führen sie zudem die Speicherfähigkeit von Biomethan und die Möglichkeit an, vorhandene Gasinfrastrukturen für den Energieträger zu nutzen.
Anschlussgarantien von mindestens 20 Jahren
Um zusätzliche Investitionen anzustoßen, fordert der Fachverband Biogas bessere regulatorische Bedingungen. „Konkret benötigen Investoren Anschlussgarantien von mindestens 20 Jahren für Biomethananlagen, um wirtschaftlich agieren zu können“, erklärt FvB-Hauptgeschäftsführer Claudius da Costa Gomez.
Zugleich müsse nach Ansicht der Verbände die Planungssicherheit für Netzbetreiber berücksichtigt werden. DVGW und FvB plädieren deshalb dafür, zwischen Regionen mit wirtschaftlich erschließbaren Biomethanpotenzialen und Gebieten zu unterscheiden, in denen Gasnetze künftig anderweitig genutzt werden sollen. Ein verlässlicher Rechtsrahmen müsse sowohl Investitionen in die Biomethaneinspeisung ermöglichen als auch Planungssicherheit für den Neu- und Ausbau der Gasinfrastruktur sowie deren mögliche Umstellung auf Wasserstoff schaffen.
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