Freitag, 9. Oktober 2026

NeutraublingBiomasseheizwerk ans Wärmenetz gegangen

[08.12.2025] REWAG hat in Neutraubling jetzt ein Biomasseheizwerk offiziell in Betrieb genommen. Die Anlage soll das Wärmenetz stabilisieren und ein weiterer Schritt zur Dekarbonisierung sein.

Eröffnung der Biomasseheizwerks in Neutraubling.

v.l.: Landrätin Tanja Schweiger; Neutraublings Bürgermeister Harald Stadler; REWAG Vorstände Dr. Robert Greb (Vorsitz) und Sandra Wimmer

(Bildquelle: Tino Lex)

In Neutraubling ist ein neues Biomasseheizwerk an das bestehende Wärmenetz gegangen. Wie REWAG berichtet, speist die Anlage seit April 2025 Wärme in das Netz ein. Zwei Hackschnitzelkessel mit je 900 Kilowatt bilden das Herz des Werks. Ihr Beitrag liegt laut REWAG bei rund 25 Prozent der gesamten Netzlast, was etwa 4.000 Megawattstunden pro Jahr entspricht. Die Hackschnitzel stammen aus der Region; die Wärme gilt damit weitgehend als CO2-neutral.

REWAG-Vorstandsvorsitzender Robert Greb erklärte zur Eröffnung, das Werk starte in seinen ersten Winter und sei ein wichtiger Baustein der Dekarbonisierungsstrategie. Bis 2045 wolle das Unternehmen fossile Energien im Neutraublinger Netz vollständig ersetzen. Neutraublings Bürgermeister Harald Stadler (Freie Wähler) sprach von einem guten Zusammenspiel aller Beteiligten und hob hervor, dass sowohl Kommune als auch private Haushalte profitieren.

Das Nahwärmeprojekt für Neutraubling läuft seit 2020. Nach Unternehmensangaben umfasst das Netz inzwischen rund 6.400 Trassenmeter. Auf dem Werksgelände der Krones AG stehen ein Blockheizkraftwerk, ein Druckluft-BHKW und Erdgaskessel, die zusammen mit dem Biomassekessel einen Verbund bilden. Aus der Abwärme der BHKWs und dem neuen Biomasseanteil stammen heute bereits etwa 11.000 Megawattstunden (MWh) Wärme für das städtische Gebiet; insgesamt werden in Neutraubling rund 28.000 MWh pro Jahr erzeugt. Mit der Biomasseheizzentrale sinke der Erdgasverbrauch, was die Umweltbilanz des Netzes verbessere.





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