Mittwoch, 16. September 2026

HamburgErneuerbare Wärme für Fischbeker Reethen

[16.09.2026] Das neue Wohnquartier Fischbeker Reethen im Hamburger Süden soll vollständig mit erneuerbarer Wärme versorgt werden. Ein eigenes Wärmenetz mit Großwärmepumpen und Wärmespeichern soll künftig die Wärme für Heizung und Warmwasser bereitstellen. Die Wärmekonzession hat die IBA Hamburg an die HEnW KommunalEnergie vergeben.

In den Fischbeker Reethen entsteht im Hamburger Süden ein neues Wohnquartier für mehrere Tausend Menschen. Die erneuerbare Wärmeversorgung ist Teil des dort vorgesehenen Nachhaltigkeits- und Infrastrukturkonzepts.

(Bildquelle: IBA Hamburg)

Die IBA Hamburg hat die Wärmekonzession für die Fischbeker Reethen an die HEnW KommunalEnergie (HKE), ein Tochterunternehmen der Hamburger Energiewerke, vergeben. Wie die IBA Hamburg mitteilt, wird HKE für das neue Quartier ein eigenes Wärmenetz betreiben und darüber die Gebäude mit Heizwärme und Warmwasser versorgen.

Modulares Energiekonzept

Das Energiekonzept ist modular aufgebaut. Den größten Teil der Wärme sollen Großwärmepumpen erzeugen, die Umgebungsluft als Wärmequelle nutzen. Nach Angaben der IBA Hamburg sollen damit rund 95 Prozent des Wärmebedarfs gedeckt werden. Für Spitzenlastzeiten, etwa an besonders kalten Tagen, sind Brennwertkessel vorgesehen, die mit biogenen Brennstoffen betrieben werden. Sie sollen die verbleibenden fünf Prozent des Wärmebedarfs abdecken. Wärmespeicher sollen zudem Erzeugung und Verbrauch zeitlich entkoppeln und so einen bedarfsgerechten Betrieb ermöglichen.

Nach Angaben der IBA Hamburg kommt das geplante Versorgungssystem ohne fossile Brennstoffe aus. Der Anteil erneuerbarer Energien an der Wärmeerzeugung liege gemäß Wärmeplanungsgesetz bei 100 Prozent. Auch die CO₂-Emissionen sollen deutlich unter den derzeit geltenden gesetzlichen Vorgaben liegen. Die erzeugte Wärme wird über ein unterirdisches Leitungsnetz zu den Gebäuden transportiert. Eigene Wärmeerzeugungsanlagen in den angeschlossenen Gebäuden sind damit nicht erforderlich. Die IBA Hamburg sieht in der Vergabe der Wärmekonzession einen weiteren Baustein ihres Nachhaltigkeitskonzepts für das neue Quartier.

Nachhaltiges Quartier

„In den Fischbeker Reethen entsteht ein Quartier, das von Anfang an auf Nachhaltigkeit ausgelegt ist“, sagt IBA-Geschäftsführer Kay Gätgens. Dazu gehöre eine Wärmeversorgung auf Basis erneuerbarer Energien. Mit HEnW KommunalEnergie habe die IBA dafür einen kommunalen Partner gefunden. Michael Prinz, Geschäftsführer der Hamburger Energiewerke, verweist auf den modularen Ansatz des Projekts. Was die Hamburger Energiewerke mit Energieparks im Stadtnetz umsetzten, realisiere die Tochtergesellschaft HKE bei städtischen Vorhaben auf Quartiersebene. Das Wärmenetz in Fischbeker Reethen erfülle dabei die gesetzlichen Anforderungen an eine CO₂-arme Versorgung und solle das Quartier zuverlässig mit erneuerbarer Wärme versorgen.





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