Landkreis HaßbergeGemeinden planen Bürgerwindpark

Die Kooperation wurde am 20. Mai 2026 offiziell unterzeichnet.
v.l.: Julian Tiencken, Green Planet Energy; Benjamin Beckert, Green Planet Projects; Dieter Möhring, ehem. Bürgermeister Aidhausen; Alexander Krauser, 2. Bürgermeister Königsberg; Thomas Wagenhäuser, Bürgermeister Aidhausen; Johannes Burkard, Bürgermeister Königsberg; Michael Ziegler, Landkreis Haßberge; Antje Heusinger, Bürgermeisterin Riedbach; Bernd Fischer, ehem. Bürgermeister Riedbach
(Bildquelle: Green Planet Energy)
Die Kooperation wurde am 20. Mai 2026 offiziell unterzeichnet.
v.l.: Julian Tiencken, Green Planet Energy; Benjamin Beckert, Green Planet Projects; Dieter Möhring, ehem. Bürgermeister Aidhausen; Alexander Krauser, 2. Bürgermeister Königsberg; Thomas Wagenhäuser, Bürgermeister Aidhausen; Johannes Burkard, Bürgermeister Königsberg; Michael Ziegler, Landkreis Haßberge; Antje Heusinger, Bürgermeisterin Riedbach; Bernd Fischer, ehem. Bürgermeister Riedbach
(Bildquelle: Green Planet Energy)
Die Gemeinden Aidhausen, Riedbach und Königsberg in Bayern haben die Zusammenarbeit mit Green Planet Energy für einen gemeinsamen Bürgerwindpark vereinbart. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde die Kooperation am 20. Mai 2026 offiziell unterzeichnet. Umsetzen soll das Projekt die Green Planet Projects, eine Tochtergesellschaft von Green Planet Energy. An dem Termin nahmen laut Mitteilung mehrere kommunale Vertreterinnen und Vertreter teil, darunter die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister Antje Heusinger, Thomas Wagenhäuser und Johannes Burkard sowie Landrat Michael Ziegler.
Green Planet Energy setzt sich durch
Nach Angaben von Green Planet Energy hatten die drei Gemeinden zuvor ein gemeinsames Auswahlverfahren durchgeführt. Dabei habe sich Green Planet Projects gegen insgesamt zehn Bewerberinnen und Bewerber durchgesetzt. Ausschlaggebend seien unter anderem die regionale Verankerung des Unternehmens sowie Beteiligungsangebote für Kommunen und Bürgerinnen und Bürger gewesen. Geplant sind derzeit bis zu elf Windenergieanlagen auf Flächen in den drei Gemeinden. Das Unternehmen teilte mit, dass regionale Akteurinnen und Akteure sowie Bürgerenergiegenossenschaften in das Vorhaben eingebunden werden sollen. Ziel sei es, die Wertschöpfung in der Region zu halten.
Finanzielle Beteiligungen geplant
Ein Sprecher der Gesellschaft zur Umsetzung erneuerbarer Technologieprojekte im Landkreis Haßberge (GUT Haßberge) erklärte laut Mitteilung, die Gesellschaft habe das Projekt von Beginn an begleitet. Die GUT Haßberge unterstützt nach eigenen Angaben die Energiewende im Landkreis. Geplant seien zudem finanzielle Beteiligungen für Kommunen und Bevölkerung, etwa über die freiwillige kommunale Abgabe nach dem Bayerischen Windenergie- und Beteiligungsgesetz (BayWiVG) in Verbindung mit Paragraf sechs des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Gemeinden und Bürgerinnen und Bürger könnten dadurch unmittelbar vom Ausbau der erneuerbaren Energien profitieren.
Naturschutz wurde berücksichtigt
„Wir freuen uns sehr über das Vertrauen der beteiligten Kommunen und auf die gemeinsame Umsetzung dieses wichtigen Projekts für die Region“, sagte Benjamin Beckert, Geschäftsführer von Green Planet Projects. „Die Energiewende gelingt dann besonders erfolgreich, wenn Kommunen, Eigentümer sowie Bürger:innen aktiv eingebunden werden und direkt profitieren.“ Die geplanten Standorte liegen laut Unternehmen in Vorrang- und Vorbehaltsgebieten des Regionalplans Main-Rhön. Diese Flächen seien von der Regierung von Unterfranken als geeignet für Windenergie ausgewiesen worden. Dabei seien unter anderem Natur- und Artenschutz, Siedlungsabstände und Infrastruktur berücksichtigt worden.
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