enercityGenehmigungsverfahren für Windpark eingeleitet

Simulation des geplanten Windparks in Wedemark.
(Bildquelle: enercity)
Nach dem mehrheitlichen Satzungsbeschluss des Gemeinderats Wedemark zur Änderung des Flächennutzungsplans bereitet das Energieunternehmen enercity nun die finale Einreichung seines Genehmigungsantrags für den bislang größten Windpark der Region Hannover vor. Wie das Unternehmen mitteilt, soll der Antrag noch im zweiten Quartal 2025 gestellt werden und umfasst 34 Windenergieanlagen, die östlich der A7 auf dem Gebiet der Gemeinde Wedemark errichtet werden sollen. Ergänzend sind zwei weitere Anlagen im Stadtgebiet von Burgwedel geplant, deren Umsetzung an einen noch ausstehenden Ratsbeschluss gekoppelt ist.
„Das Votum des Gemeinderats ist ein klares Ja für den Ausbau erneuerbarer Energien, die Klimaschutzziele der Region Hannover und Ausdruck des Vertrauens in unsere Arbeit“, erklärt Projektleiterin Martina Gravemann-Pieper. Der Windpark, dessen Inbetriebnahme enercity für das Jahr 2027 anstrebt, soll eine Nennleistung von 176 Megawatt erreichen und mehr als 140.000 Haushalte mit grünem Strom versorgen. Damit könnten jährlich bis zu 130.000 Tonnen CO₂ vermieden werden. Das Investitionsvolumen für das Vorhaben liegt laut Unternehmensangaben bei bis zu 300 Millionen Euro.
Im Rahmen des anstehenden Genehmigungsverfahrens wird jede der geplanten Anlagen hinsichtlich Umweltverträglichkeit, technischer Umsetzung und Einhaltung von Schutzvorgaben geprüft. Dazu zählen unter anderem Schall-, Schatten- und Turbulenzgutachten. Letztere sind essenziell für die Bewertung der Windverhältnisse und die Standfestigkeit der Anlagen.
Die ursprüngliche Planung von 43 Anlagen wurde im Zuge der Projektentwicklung auf 36 reduziert, um ökologisch sensible Bereiche besser zu schützen. Von Anfang an habe man auf eine umweltgerechte Umsetzung geachtet, betont das Unternehmen. Neben der CO₂-Einsparung erwartet enercity auch positive Impulse für die lokale Wirtschaft, etwa durch Aufträge für Handwerksbetriebe, Tiefbauunternehmen und Dienstleister in der Region.
Ziel des Projekts sei es, neben der Stromerzeugung auch soziale und wirtschaftliche Werte vor Ort zu schaffen. Gleichzeitig soll der Ausbau erneuerbarer Energien die Abhängigkeit von Energieimporten senken. Der kontinuierliche Dialog mit Behörden und Bürgern bleibt laut enercity ein zentraler Bestandteil der weiteren Planungs- und Bauphase.
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