denaNeue Analyse zu PPAs
Eine neue Analyse der Deutschen Energie-Agentur (dena) hebt hervor, dass sich langfristige Stromlieferverträge (PPAs) in den vergangenen Jahren als wichtiger Bestandteil des Erneuerbaren-Ausbaus in Deutschland und der EU etabliert haben. Wie die dena mitteilt, ermöglichen sie Industrie und Gewerbe den direkten Bezug von grünem Strom, doch ihre Finanzierbarkeit hängt stark von der Bonität der Abnehmer ab. Die im Jahr 2024 verabschiedete Electricity Market Directive (EMD) der EU fordert die Mitgliedstaaten daher auf, Instrumente zur Risikoabsicherung für PPAs zu prüfen und einzuführen.
Die Marktoffensive Erneuerbare Energien, ein Projekt der dena, hat analysiert, welche Auswirkungen solche Absicherungsmechanismen haben könnten. Corinna Enders, Vorsitzende der dena-Geschäftsführung, betont die Bedeutung marktgetriebener Lösungen für die Energiewende: „Die Risikoabsicherung ist ein zentraler Hebel, um den Zugang zu günstigem, grünem Strom für die Industrie über marktliche Instrumente zu gewährleisten.“ Beispiele aus Norwegen, Frankreich und Spanien zeigen, wie solche Maßnahmen ausgestaltet werden können.
Die Analyse der dena zeigt, dass eine Absicherung erhebliche Auswirkungen auf die Finanzierbarkeit von PPAs hätte. Sie würde Unternehmen ohne ausreichendes Kreditrating den Zugang zum PPA-Markt erleichtern und langfristig günstige Strompreise aus erneuerbaren Quellen ermöglichen. Dies könnte weitere Investitionen in erneuerbare Energien anstoßen und den Markt insgesamt stärken.
Die Untersuchung bietet verschiedene Optionen für eine mögliche Umsetzung in Deutschland. Entscheidend sind die Definition der berechtigten Abnehmer und Erzeuger, die Struktur der Garantien sowie die Finanzierung des Instruments. Zudem wäre eine beihilfekonforme Umsetzung denkbar, bei der staatliche Garantien nicht haushaltswirksam sind.
Die Ergebnisse der dena-Analyse werden heute im Rahmen des Change Forums der E-World vorgestellt und mit Experten aus der Energie- und Finanzwirtschaft diskutiert.
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