HamburgEIB finanziert Stromnetz und Elektrobusse

Vertragsunterzeichnung mit der Europäische Investitionsbank am Hamburger Rathausmarkt.
v.l.: Britta Oehlrich, Geschäftsführerin vhh.mobility; Hamburgs Staatsrat Martin; Nicola Beer, EIB-Vizepräsidentin; Oliver Jensen, HGV-Geschäftsführer; Finanzsenator Andreas Dressel; Gabriele Eggers, Kaufmännische Geschäftsführerin der Hamburger Energienetze
(Bildquelle: Hamburger Energienetze)
Vertragsunterzeichnung mit der Europäische Investitionsbank am Hamburger Rathausmarkt.
v.l.: Britta Oehlrich, Geschäftsführerin vhh.mobility; Hamburgs Staatsrat Martin; Nicola Beer, EIB-Vizepräsidentin; Oliver Jensen, HGV-Geschäftsführer; Finanzsenator Andreas Dressel; Gabriele Eggers, Kaufmännische Geschäftsführerin der Hamburger Energienetze
(Bildquelle: Hamburger Energienetze)
Die Europäische Investitionsbank (EIB) unterstützt zwei Unternehmen der Hamburger Stadtwirtschaft beim Ausbau der Energie- und Verkehrsinfrastruktur. Wie die Beteiligten mitteilen, erhalten die Hamburger Energienetze Mittel von bis zu einer Milliarde Euro für die Modernisierung des Stromverteilnetzes. Das Verkehrsunternehmen vhh.mobility bekommt 125 Millionen Euro für die Beschaffung neuer Elektrobusse und den Ausbau seiner Betriebsinfrastruktur. Beide Unternehmen gehören zur Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement (HGV), die die Finanzierungen koordiniert hat. Die Verträge wurden am 19. Mai in Hamburg unterzeichnet.
Drei Milliarden für das Stromnetz
Die Hamburger Energienetze investieren nach eigenen Angaben bis 2029 fast drei Milliarden Euro in das Stromnetz. Geplant sind rund 1.500 Kilometer neue und erneuerte Leitungen in Nieder-, Mittel- und Hochspannung. Hinzu kommen neue Umspannwerke, 120 Schaltfelder sowie digitale Steuerungstechnik. Nach Angaben des Unternehmens soll das Netz auf steigende Anforderungen vorbereitet werden. Als Gründe nennt das Unternehmen den Ausbau von Wärmepumpen, Elektromobilität und elektrischen Busflotten. Bis 2040 werde mindestens eine Verdoppelung der Netzhöchstlast erwartet.
Beschaffung von Elektrobussen
vhh.mobility plant in den kommenden Jahren Investitionen von bis zu 337 Millionen Euro in Elektromobilität. Mit den EIB-Mitteln sollen 188 Elektrobusse beschafft werden, darunter 120 Standardbusse, 52 Gelenkbusse und 16 Kleinbusse. Zudem ist der Ausbau des Betriebshofs Schenefeld mit Lade-Infrastruktur vorgesehen. Nach Angaben von vhh.mobility fährt bereits rund ein Drittel der rund 800 Fahrzeuge elektrisch. Seit 2020 beschaffe das Unternehmen ausschließlich emissionsfreie Busse für Hamburg.
Die Projekte seien eng miteinander verbunden, teilen die Beteiligten mit. Der Ausbau der elektrischen Busflotte erfordere zusätzliche Lade-Infrastruktur und damit auch ein leistungsfähigeres Stromnetz. Die HGV koordiniere beide Vorhaben deshalb gemeinsam. Nicola Beer, Vizepräsidentin der Europäischen Investitionsbank, sagte: „Hamburg zeigt, wie Europas Städte ihre Infrastruktur ganzheitlich neu aufstellen: mit starken Stromnetzen und einem elektrifizierten Nahverkehr.“
Gezielter Einsatz öffentlicher Mittel
Finanzsenator Andreas Dressel erklärte, die Mittel der Europäischen Investitionsbank unterstützten die Investitionen der öffentlichen Unternehmen in Energie- und Mobilitätsprojekte. Die Finanzierung ermögliche einen gezielten Einsatz öffentlicher Mittel. Martin Bill, Staatsrat für Verkehr und Mobilitätswende, verwies auf den Anteil elektrischer Busse in Hamburg. „38% der Busse fahren elektrisch“, sagte Bill. Mit den zusätzlichen Fahrzeugen und dem Ausbau der Ladeinfrastruktur solle die Elektrifizierung weiter vorangebracht werden.
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