Stadtwerke Spremberg/LEAGVertrag über Fernwärmelieferung erneuert

Ein Teil der Wärme des Fernwärmeliefervertrags stammt aus ölbetriebenen Hilfskesseln des Kraftwerks Schwarze Pumpe.
(Bildquelle: SeptemberWoman - Eigenes Werk/CC BY-SA 3.0/https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=20007031)
Die Fernwärmeversorgung der brandenburgischen Stadt Spremberg bleibt bis zum 31. Dezember 2037 an den Kraftwerks- und Industriestandort Schwarze Pumpe gebunden. Wie die Stadtwerke Spremberg und die LEAG mitteilen, haben beide Partner einen Folgevertrag geschlossen, der ab dem 1. Mai 2026 gilt.
Der bisherige Fernwärmeliefervertrag läuft zum 30. April 2026 aus. Der neue Vertrag umfasst die Lieferung von Wärme aus den Blockanlagen sowie aus ölbetriebenen Hilfskesseln des Kraftwerks Schwarze Pumpe. Die Fahrweise des Kraftwerks bleibt hoch flexibel. An Tagen, an denen aus wirtschaftlichen Gründen keine Fernwärme aus Braunkohle bereitsteht, übernehmen die Hilfskessel die Versorgung. Diese Anlagen dienen als ergänzende Dampferzeuger, etwa für den Start der Hauptblöcke, und erhöhen die Flexibilität und Zuverlässigkeit des Gesamtsystems.
Zugleich vereinbaren die Partner eine schrittweise Dekarbonisierung. Bis 2030 soll die Fernwärme sukzessive auf CO2-arme Technologien umgestellt werden, im weiteren Verlauf auf CO2-freie Lösungen. Damit reagieren die Unternehmen auf die gesetzlichen Vorgaben des Wärmeplanungsgesetzes und wollen die Transformation der lokalen Wärmeversorgung absichern.
Michael Schiemenz, Geschäftsführer der Städtische Werke Spremberg (Lausitz), spricht von einer partnerschaftlichen Einigung mit Planungssicherheit für alle Beteiligten. Die Verhandlungen hätten wirtschaftliche Stabilität, nachhaltige Energieversorgung und Kundeninteressen zusammenführen müssen. LEAG-Vorstandsvorsitzender Adi Roesch betont, der Vertrag ermögliche es, Versorgungssicherheit im Rahmen der flexiblen Kraftwerksfahrweise zu gewährleisten und zugleich an einer klimafreundlichen, wirtschaftlich tragfähigen Wärmeversorgung zu arbeiten.
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