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Fachagentur WindenergieWindkraft am Tiefpunkt

[02.05.2019] Die Fachagentur Windenergie meldet einen drastischen Einbruch beim Ausbau der Windenergie an Land. Im ersten Quartal des Jahres wurden nur 41 Windräder in Betrieb genommen.
Die Fachagentur Windenergie meldet einen drastischen Einbruch beim Ausbau der Windenergie an Land.

Die Fachagentur Windenergie meldet einen drastischen Einbruch beim Ausbau der Windenergie an Land.

(Bildquelle: Courtesy of PNE AG)

Laut aktueller Zahlen der Fachagentur Windenergie (FA Wind) wurden in den ersten drei Monaten des Jahres 2019 lediglich 41 Windenergieanlagen mit einer Leistung von insgesamt 134 Megawatt (MW) ans Netz angeschlossen. Damit liegt der Zubau fast 90 Prozent unter dem Niveau des jeweils ersten Quartals in den vorangegangenen drei Jahren. Der drastische Einbruch ist laut FA Wind der vorläufige Tiefpunkt eines bereits seit einem Jahr stark rückläufigen Ausbaus der Windenergie an Land. Leicht verbessert habe sich hingegen die Situation bei der Genehmigung von Windparks. Im ersten Quartal 2019 seien 111 neue Windturbinen (413 MW) immissionsschutzrechtlich genehmigt worden. Gegenüber den Vergleichszeiträumen in den Jahren 2018 und 2017 bedeutet dies einen Anstieg um 33 Prozent.
Für Hermann Albers, Präsident des Bundesverbands Windenergie, ist die Politik für diese Entwicklung verantwortlich. Der Einbruch beim Ausbau der Windenergie sei durch die Deckelung der Zubaumengen im Ausschreibungsverfahren sowie durch Fehlsteuerungen im EEG 2017 verursacht worden. Albers erklärt: Nach jetziger Datenlage ist kaum davon auszugehen, dass die Zuschläge aus dem Jahr 2017 tatsächlich zeitnah umgesetzt werden. Bisher konnten erst 167 MW der Bürgerenergieprojekte nach Definition des EEG 2017 eine Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz erhalten. Zuschläge in Höhe von 2.500 MW drohen wertlos zu werden. Die Politik ist gefordert zu klären, wie die verlorenen Mengen auf dem Ausbaupfad bis 2030 aufgefangen werden können.“
Auch BDEW-Hauptgeschäftsführer Stefan Kapferer mahnt: „Der Ausbau der Windenergie an Land steckt in einer kritischen Situation. Was wir brauchen, sind neue und kreative Instrumente, um Anwohner und Kommunen stärker an der Wertschöpfung der Windenergie an Land zu beteiligen und die Akzeptanz zu stärken. Was wir nicht brauchen, sind wettbewerbsverzerrende und die Energiewende gefährdende Privilegien für einzelne Akteursgruppen.“ Die Politik sei dringend gefordert, für Verbesserungen zu sorgen, statt über zusätzliche Restriktionen nachzudenken wie eine weitere massive Einschränkung der Flächenkulisse oder eine Höhenbeschränkung.





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