ThügaSmart-Meter-Studie schafft Klarheit

Nach Auffassung der Thüga-Gruppe sorgt die Smart-Meter-Studie der dena für die notwendige Transparenz bei der Einführung von intelligenten Messsystemen.
(Bildquelle: Thüga AG)
Das Stadtwerke-Netzwerk Thüga hat sich positiv zur aktuellen Smart-Meter-Studie der Deutschen Energie-Agentur (dena) geäußert. Die Studie „Einführung von Smart Meter in Deutschland: Analyse von Rollout-Szenarien und ihrer regulatorischen Implikationen“ (19281+wir berichteten) verschafft die notwendige Kostentransparenz und nimmt auch zu regulatorischen und organisatorischen Herausforderungen vonseiten der Netzbetreiber Stellung, heißt es in einer Pressemitteilung. Aus Sicht der Thüga-Gruppe sind drei Sachverhalte besonders klar herausgearbeitet geworden: Die Kosten für eine Ausstattung von einer Million Messpunkten in Deutschland liegen laut Studie zwischen 467 und 837 Millionen Euro. Nach Empfehlungen des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) sollen in den kommenden Jahren bis zu 50 Millionen Messpunkte mit intelligenten Zählern und Messsystemen ausgestattet werden. Durch konsistente Anpassungen des Ordnungsrahmens könnten sich energiewirtschaftliche Vorteile ergeben. Aus Sicht der Thüga liegt es jetzt an der Politik, diese Fakten zu bewerten und über die Einführung der intelligenten Zähler und Messsysteme zu entscheiden. Zweitens führe die derzeitige Anreizregulierung dazu, dass sich Rückzahlungen der Investitionen für die Netzbetreiber um bis zu zehn Jahre verzögere. Dieser Zustand ist aus Sicht der Thüga-Gruppe nicht hinnehmbar, da sich die Ergebnis- und Liquiditätssituation bei den Verteilnetzbetreibern weiter verschlechtern würde. Die Bundesregierung sei hier gefordert, den Zeitverzug bei Investitionen im Verteilnetz zu beseitigen, um die Unternehmen nicht in eine Liquiditätsfalle zu zwingen. Drittens mache die Studie deutlich, dass eine Einführung von intelligenten Zählern und Messsystemen nicht isoliert betrachtet werden dürfe. Ein entsprechendes Marktdesign mit einer Vielzahl von gesetzlichen Maßnahmen seien notwendig, um den netzdienlichen Einsatz von Smart Meter zu ermöglichen. Die Unternehmen der Thüga-Gruppe regen in diesem Kontext an, die gemeinsam mit dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und dem Verband kommunaler Unternehmen (VKU) erarbeiteten Marktdesignvorschläge in die Diskussion einzubeziehen.
dena-Smart-Meter-Studie zum Download (PDF, 6,3 MB)
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