Stadtwerke TübingenWindpark mit Schutzkonzept
Für den Rotmilan haben die Stadtwerke Tübingen ein Schutzkonzept erstellt.
(Bildquelle: Stadtwerke Tübingen)
Der Rotmilan – keine zweite Vogelart konzentriert sich mit einem annähernd hohen Anteil ihrer Gesamtpopulation auf Deutschland. Umweltschützer gehen davon aus, dass rund 50 Prozent der weltweit knapp 29.000 Brutpaare hierzulande nisten. Viele davon seien unter anderem durch Windkraftwerke in ihrer Existenz bedroht. Deshalb sorgen Rotmilan-Vorkommen bundesweit immer wieder dafür, dass Windkraftvorhaben eingestellt werden. Die Stadtwerke Tübingen haben sich nun dazu entschlossen, sowohl etwas für den Schutz der seltenen Tiere zu unternehmen als auch für einen reibungslosen Betrieb der Anlagen zu sorgen. Im rheinland-pfälzischen Windpark Hunsrück, wo der Energieversorger seine vierte Windturbine errichtete, kommt ein Schutzkonzept für Rotmilane zum Einsatz. Es soll verhindern, dass die Tiere mit den Rotorblättern kollidieren. Dazu werden laut den Stadtwerken die Windkraftanlagen immer dann abgeschaltet, wenn die naheliegenden Ackerflächen gerade frisch bewirtschaftet werden. Denn durch das Umgraben der Felder, Mahd oder Aussaat kommen auch die für die Rotmilane besonders gut jagdbaren Kleinsäuger an die Oberfläche. Die Flugtätigkeit und damit die Gefahr für die Tiere steigt. Landwirte und Anlagenbetreiber wollen sich daher eng aufeinander abstimmen. Der Windpark im Hunsrück befindet sich in einem der windreichsten Gegenden in Süddeutschland. Von den bisherigen drei Anlagen erwarten die Stadtwerke Tübingen einen Gesamtertrag von etwa 18,6 Millionen Kilowattstunden Strom jährlich (18685+wir berichteten). Mit der neuen Turbine sollen rund 4,4 Millionen Kilowattstunden hinzukommen.
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