Sonntag, 25. Oktober 2026

5. Handelsblatt-JahrestagungDie Trends erneuerbarer Energien

[29.08.2014] Auf der 5. Handelsblatt-Jahrestagung Erneuerbare Energien in Berlin drehte sich vieles um die Folgen der Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Aber auch die Zukunft der Windenergie und die Frage nach einem europäischen Marktdesign standen auf dem Programm.
Auf der 5. Handelsblatt Jahrestagung Erneuerbare Energien in Berlin wurde über die Zukunft der erneuerbaren Energien diskutiert.

Auf der 5. Handelsblatt Jahrestagung Erneuerbare Energien in Berlin wurde über die Zukunft der erneuerbaren Energien diskutiert.

(Bildquelle: EUROFORUM Deutschland)

Verbraucher, Politik und Unternehmen haben die Zeichen der Zeit beim Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland erkannt. Darin waren sich die rund 250 Teilnehmer und Referenten der 5. Handelsblatt Jahrestagung Erneuerbare Energien einig. Vom 25. bis 27. August 2014 hatten sie in Berlin über die europäische Dimension der Energiewende und die Folgen der jüngsten Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) diskutiert. Die neuen gesetzlichen Regeln betrachtet die Branche als wichtigen Zwischenschritt hin zur Systemintegration und Marktfähigkeit von erneuerbaren Energien. Allerdings dürfe der Gesetzgeber mit seinen Vorgaben für Ausschreibungen den Prozess nicht behindern, forderte stellvertretend für die Branche der Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energien (BEE), Fritz Brickwedde. Vor dem Hintergrund schlechter Erfahrungen mit Ausschreibungen im Ausland, schlug er deren Begrenzung auf 600 Megawatt pro Jahr vor. So könne auch der Fortbestand von Bürgerwindparks im zunehmenden Wettbewerb gesichert werden.

Windenergie als Säule der Energiewende

„In zehn Jahren werden Onshore- und Offshore-Wind die kostengünstigsten Energieträger sein“, zeigte sich am zweiten Konferenztag Markus Tacke von Siemens Energy optimistisch. Er begrüßte, dass die Bundesregierung im Rahmen der EEG-Novelle mit dem Ausbauziel von 6,5 Gigawatt bis zum Jahr 2020 die Richtung für Offshore-Windenergie klar definiert habe. „Der Ausbaukorridor hat die Planungssicherheit für die Branche erhöht“, so Tacke, der angesichts der Kostenentwicklung im Offshore-Bereich eine Senkung um 40 Prozent für realistisch hält. Das hieße von 14,5 Cent pro Kilowattstunde runter auf 10 Cent im Jahr 2020. Auch die hessische Landesregierung setzt beim weiteren Ausbau der erneuerbaren Energie vor allem auf Onshore-Windenergie, machte Hessens Wirtschaftsminister Tarek al Wazir (Bündnis 90/Die Grünen) auf der Berliner Tagung deutlich.„Unser Ziel ist es, zwei Prozent der Landesfläche als Windvorrangfläche auszuweisen“, so Al Wazir. Er verwies darauf, dass Hessen bis zum Ende der laufenden Legislaturperiode den Anteil der Erneuerbaren an der Energieversorgung von derzeit 12,5 Prozent auf 25 Prozent steigern wolle.
Eine der größten aktuellen Herausforderungen für die Branche sehen Unternehmen im Bereich erneuerbare Energien in einem harmonisierten europäischen Marktdesign, das Umweltverträglichkeit und Versorgungssicherheit zu angemessenen Preisen sicherstellen soll. Mit einer höheren Nachfrage nach erneuerbaren Energien wird aber auch in Europa der Wettbewerb bei den Herstellern steigen und eine effektivere Serienproduktion mit Kostensenkungen auslösen, lautete das positive Fazit der Tagung.





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